Handball: Landesliga
Münster 08 nach Derby bedient, Westfalia in Party-Stimmung

Münster -

Wie im Hinspiel hieß der Derbysieger am Samstagabend Westfalia Kinderhaus. Das 31:27 gegen den SC Münster 09 war zwar nicht ganz so eindeutig wie im vergangenen Herbst, doch wirklich in Gefahr geriet der Heimerfolg erneut nicht.

Sonntag, 10.02.2019, 15:14 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 16:02 Uhr
Westfalias Abwehr packt zu: Eike Siering (2.v.l.), Matthias Leenings (M.) und Stephan Dittrich (r.) lassen die Nullachter mit Linus Witzenhausen (l.) und Jakob Schmidt nicht zum Abschluss kommen.
Westfalias Abwehr packt zu: Eike Siering (2.v.l.), Matthias Leenings (M.) und Stephan Dittrich (r.) lassen die Nullachter mit Linus Witzenhausen (l.) und Jakob Schmidt nicht zum Abschluss kommen. Foto: fotoideen.com

Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, mag ja stimmen. Dass ein Derby immer eine besondere Faszination ausübt, wird Björn Hartwig , Trainer des SC Münster 08, nach diesem Samstagabend nicht unbedingt unterschreiben. Er glaubte, seine Truppe für das Landesliga-Duell bei Westfalia Kinderhaus optimal eingestellt zu haben, sah sich aber bitter getäuscht. „Wenn man all das, was man in der Woche trainiert hat, nicht bringt, dann braucht sich niemand über diese Niederlage zu wundern.“ Ja, er war ziemlich angefressen nach dem 31:27 (17:10)-Erfolg der Kinderhauser. „Ich habe meinen Jungs gerade gesagt, dass ich zu diesem Spiel gar nichts mehr sage.“ Und ging.

Sieg im Hinspiel, Erfolg im Rückspiel – den inoffiziellen Titel des Stadtmeisters hat sich Westfalia gesichert. „So macht das Coachen Spaß“, freute sich Michael Dreskornfeld, der Cheftrainer Sebastian Dreiszis (Fortbildung) erstmals vertrat. „Ich war vorher schon ein bisschen nervös, aber unsere Jungs haben mir das alles sehr leicht gemacht.“

Von Beginn an drückte der Gastgeber auf die Tube, ließ im Tempo nie nach und somit dem Gast keine Siegchance. Christopher Kohl war besonders gut aufgelegt, nahm sich viele Würfe und vergab fast nichts. 13 Treffer standen am Ende für den Rückraumspieler zu Buche, die Nullacht-Abwehr bekam ihn nie in den Griff. Noch einmal Hartwig: „Auch das haben wir trainiert, aber ...“

Dreskornfeld war nicht nur mit Kohl zufrieden, er attestierte seiner gesamten Mannschaft ein großes Lob. Weil die Einstellung stimmte, die Wurfquote gut und die Beinarbeit in der Abwehr „überragend“ war. Bereits nach der ersten halben Stunde (17:10) gab es über die Frage des Siegers keine zwei Meinungen mehr.

Ketzerisch könnte man den Nullachtern vorwerfen, dass Abwehrarbeit überschätzt wird. Sie konnten sich bemühen, wie sie wollten, sie bekamen ihre Gegner einfach zu selten in den Griff. Und weil auch beide eingesetzten Keeper nicht gerade ihren Sahnetag erwischt hatten, war von ganz hinten kaum Hilfe zu erwarten. Immerhin muss man dem Gast zugutehalten, dass er nie aufsteckte.

De facto haben die Nullachter die zweite Halbzeit sogar gewonnen. Das spricht für eine gute Moral. Aber das war auch der Tatsache geschuldet, dass Dreskornfeld nach der Pause der kompletten Reservebank längere Einsatzzeiten gab. Schön war es, wie sich die gesamte Truppe freute, wenn es den Edelreservisten gelang, sich in die Torschützenliste einzutragen. Die Mannschaft hatte Spaß und beste Vorarbeit für eine gelungene Kabinenfete geleistet. Tore Westfalia: Kohl (13/5), Dittrich, Dudenhausen (je 4), Berger (3), Pakullat, Würthwein (je 2), Scholz-Sadebeck, Leenings, Edgren (je 1) Tore Münster 08: Lüdiger (6), Kramer, Schmidt (je 4), Bittern, Schütte, Limke, Witzenhausen (je 3), Sibbersen (1)

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