Fußball: Oberliga
Stilwechsel scheint für Gievenbeck nach Pleite gegen Paderborn unausweichlich

Münster -

Der erste Auftritt seit Dezember war für den 1. FC Gievenbeck kein Vergnügen. Gegen den SC Paderborn II setzte sich beim 1:3 auf eigenem Platz für den Neuling die Negativserie der Hinrunde fort. Nun plant das Team anders aufzutreten.

Sonntag, 10.02.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 16:03 Uhr
Gievenbecks Lichtblick: Fabian Gerick entwischt Arber Mustafa (l.) und schiebt zum 1:1 ein.
Gievenbecks Lichtblick: Fabian Gerick entwischt Arber Mustafa (l.) und schiebt zum 1:1 ein. Foto: fotoideen.com

Kein Oberligist setzte so lange aus wie der Ende 2018 zwangsweise von Spielausfällen gestoppte 1. FC Gievenbeck . Im ersten Punktspiel seit dem 2. Dezember scheiterten die Münsteraner auf ihrem Kunstrasen gegen die Zweite des SC Paderborn mit 1:3 (1:3) und müssen sich laut Trainer auf einen Tugendwechsel einstellen.

Die siebte Niederlage setzt die böse Serie fort, denn der FCG ist jetzt seit sechs Runden erfolglos unterwegs und muss sich „ganz klar dem Abstiegskampf stellen“, wie Trainer Benjamin Heeke sagte. „Die Frage ist: Wissen das auch alle?“ Der Gast zeigte insgesamt Qualitäten, die der Aufsteiger (noch) nicht entwickelt hat. Nämlich Biss in den Duellen und jene bisweilen auch „dreckig“ genannten Eigenschaften, die über Vor- und Nachteile entscheiden können.

Etliche Spieler, die bisher zur Einwechslerfraktion zählten, standen in der ersten Elf. Tom Gerbig, Janes Niehoff sowie die Angreifer Fabian Gerick und Luca de Angelis. Etablierte wie Daniel Geisler oder Christian Keil fehlten – verletzt oder verhindert. Die Nominierten bekamen vor der Minuskulisse von 70 Zuschauern schnell Gegenwind – den natürlichen und den, den die galligen wie schnell umschaltenden Ostwestfalen entwickelten. Von den drei Winterzugängen stand allein der Ex-Bielefelder Eugene Ofosu-Ayeh in der Startelf und sorgte für Tempo.

Per Freistoß hämmerte Sergio Gucciardo nach sechs Minuten das 1:0 via Pfosten ins Netz, das Gerick dank starker Ballmitnahme nach Zuspiel von Jannik Balz schnell konterte (11.). Danach agierte der FCG sicherer und schlüssiger im Miteinander. Balz und Nils Heubrock hielten zweikampftechnisch mit. Aber der SCP traf nach dem nächsten Standard, den Gucciardo scharf auf Torschütze Philippos Selkos plazierte (20.), der aus wenig Freiraum sehr viel machte.

Die großzügige Spielleitung von Schiedsrichter Philip Holzenkämpfer nahm Paderborn schneller als der Gastgeber zum Maßstab, blieb giftig in den Duellen und wurde laut, wenn Gievenbeck mal zulangte. Noch vor der Pause setzte es den nächsten Schlag gegen die Münsteraner, die einen über die Kette gespielten Ball nicht klärten. Der schnelle Außenspieler Philimon Tawiah traf eingerückt in die Zentrale (43.).

Gerick nach feinem Zuspiel von de Angelis (52.), der Vorbereiter selbst nach Balz-Zuspiel (54.) und erneut Gerick nach Heubrocks Pass (74.) besaßen gute Szenen, um die ganze Sache mindestens offener zu gestalten. Paderborn hatte seinen Vorwärtsdrang längst runtergeschraubt und wagte sich nur zweimal noch vor. FCG-Keeper Nico Eschhaus reagierte besonders stark gegen den frei vor ihm auftauchenden Gucciardo (65.). Auch frische Kräfte nützten Gievenbeck nichts mehr – ebenso wenig brachten Standards etwas ein. Heeke zeigte sich ernüchtert und glaubt, auch wenn ihm das grundsätzlich nicht passt, dass „ein anderer Stil“ Einzug halten muss. „Wir regen uns über Entscheidungen auf, das müssen wir abstellen. Wenn so geschiedst wird, ist das eben so. Dann müssen wir die erlaubte Gangart eben demnächst mitmachen.“ FCG: Eschhaus – Scherr, Krasenbrink, Franke, Gerbig – Niehoff, Altun, Heubrock, Balz (83. Canisius) – Gerick (83. Brüwer), de Angeis (66. Niemann)

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