Fußball: Westfalenliga
„Klares Bekenntnis“ – Preußen II und auch Hiltrup mit großen Zielen

Münster -

Das ist doch mal eine Ansage: Der SC Preußen setzt alle Hebel in Bewegung, damit der Drittliga-Unterbau künftig in der Oberliga beheimatet ist. Eine Bürde ist das für Trainer Sören Weinfurtner keineswegs. Auf Platz zwei schielt noch der TuS Hiltrup.

Dienstag, 12.02.2019, 17:04 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 20:58 Uhr
Die Preußen-Zweitvertretung mit Jan Klauke (l.) und Julius Woitaschek (r.) ist Favorit auf den Aufstieg. Beim TuS Hiltrup sind viele Spieler wie Guglielmo Maddente (u.) auf Abschiedstournee.
Die Preußen-Zweitvertretung mit Jan Klauke (l.) und Julius Woitaschek (r.) ist Favorit auf den Aufstieg. Beim TuS Hiltrup sind viele Spieler wie Guglielmo Maddente (u.) auf Abschiedstournee. Foto: Peter Leßmann

So etwas wie Ergebnisdruck ist für eine zweite Mannschaft ein eher seltener Begleiter. Die U 23 von Preußen Münster ist seit vielen Jahren Stammgast im oberen Tabellenviertel der Westfalenliga. Nun aber hat der Verein (in Person von Sportchef Malte Metzelder) nach einer überraschend starken Hinrunde auch mit Blick auf die künftige Ausrichtung den Wunsch ge­äußert, dass der Tabellenführer am besten schon in dieser Saison aufsteigt. Also doch erstmals eine Bürde. „Ich sehe das positiv“, sagt Trainer Sören Weinfurtner . „Es ist ein klares Bekenntnis zu einem Ziel, das viele bei uns sowieso haben. Wir ord nen uns unter und kennen ja auch die gute Ausgangslage.“

Mit den hochkarätigen Zugängen Julius Hölscher (TuS Haltern) und Loris Deiters (Twente Enschede), der sich bereits im November anbot, ermöglichte der SCP seiner Reserve auch die benötigte Verstärkung. „Wir haben Qualität dazubekommen. Es hilft schon, die Ohren links und rechts offenzuhalten, Gerüchte aufzuschnappen“, sagt Weinfurtner.

Die Vorbereitung im Winter lief allerdings „durchwachsen“, wie der Coach einräumt. Das lag an diversen Blessuren wie dem Bänderriss von Ali Ibraim, an ausgefallenen Tests oder verlegten Trainingseinheiten, jedoch auch an den Leistungen auf dem Platz. „Da fehlte mir etwas Gier und Leidenschaft. Wir müssen auch mal kritisch miteinander um­gehen, auf den Tisch hauen, am Anschlag agieren.“ Die junge Truppe soll im Eil­tempo erwachsen werden.

Als gefährlichsten Verfolger weist die Tabelle den SuS Neuenkirchen aus, der am Saisonende einige zentrale Figuren an Eintracht Rheine verliert. „Roland Beckum kann auch immer einen Lauf kriegen, und die Klasse des SC Herford kennt jeder“, so Weinfurtner, der den zur ­Relegation berechtigenden zweiten Platz nur im Notfall beanspruchen will. Schließlich ist die Konkurrenz der Parallelstaffel nicht ohne.

Nachbar TuS Hiltrup liegt nur drei Zähler hinter diesem Rang zurück und formuliert vor dem Wieder­beginn forsch, ihn noch mal angreifen zu wollen. „Natürlich ist das unser Ziel, unbedingt“, sagt der Sportliche Leiter Frank Busch. „Wer will denn schon um die goldene Ananas spielen? Wenn wir mal eine Serie fahren, dann ist das nicht völlig unrealistisch.“ Allerdings weiß er auch, dass es von Rang sechs aus doch ein weiter Weg ist. „Da sind schon noch ein paar ambitionierte Mannschaften dazwischen.“ Mit Trainer Carsten Winkler, den am Saisonende Christian Hebbeler ablöst, und der Mannschaft sind die hohen Ambitionen abgesprochen. Auch die leichte Unruhe, die mit dem sich abzeichnenden Wechsel an der Seitenlinie und dem daraus folgenden großen Umbruch, am Osttor aufkam, soll keine Rolle mehr spielen. „Wir haben uns alle verständigt, dass wir diese Themen beiseiteschieben und dass wir uns einfach auf die aktuelle Spielzeit konzentrieren wollen“, so Busch. „Es ist auch meine Aufgabe, dass wir nicht weiter spekulieren – und stattdessen Erfolg haben.“ Erfrischende und mutige Ansagen beim TuS. Wohlwissend, dass sich das Team nicht viele Ausrutscher erlauben darf.

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