Fußball: 3. Liga
Preußen-Pechvogel Wiebe hat das Comeback vor Augen

Münster -

Der große Pechvogel der vergangenen Saison hieß in den Reihen des SC Preußen Danilo Wiebe. Auch ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss hat der 24-Jährige noch nicht sein Comeback gegeben. Doch es ist in Sicht. Der Mittelfeldspieler ist wieder im Mannschaftstraining dabei.

Donnerstag, 14.02.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 12:45 Uhr
Danilo Wiebe (r.) hat nun ein Jahr pausiert. In einigen Wochen möchte er sich wieder in der 3. Liga zeigen.
Danilo Wiebe (r.) hat nun ein Jahr pausiert. In einigen Wochen möchte er sich wieder in der 3. Liga zeigen. Foto: Jürgen Peperhowe

Ziemlich genau ein Jahr ist der schwärzeste Tag in der Karriere von Danilo Wiebe her. Am 10. Februar 2018 erlitt der Mittelfeldspieler der Preußen im Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg einen Kreuzbandriss, dazu waren Außenband und Meniskus ebenfalls schwer geschädigt.

Die Komplexität der Verletzung erklärt, warum der heute 24-Jährige nicht schon nach einigen Monaten sein Comeback gab, sondern es erst für dieses Frühjahr vorsieht. „Ich habe mir viel Zeit genommen, diese aber intensiv genutzt. Risiko wollten die Ärzte nicht eingehen, dann lieber ein, zwei Monate länger pausieren und dafür keinen Rückschlag erleiden“, sagt Wiebe heute und ahnt, dass der Weg richtig war.

Es ist gerade eine schöne Zeit für mich.

Danilo Wiebe

Denn längst sieht er wieder Licht am Tunnelende. Seit Wochen bestreitet der gebürtige Rheinländer wieder Teile des Mannschafstrainings beim Drittligisten. Erst nur die Kreisspiele, dann als neutraler Mann bei Ballhalte-Formen, demnächst immer ein bisschen mehr. „Es ist gerade eine schöne Zeit für mich. Ein gutes Gefühl, bei der Mannschaft zu sein, gerade für den Kopf. Einige lerne ich ja jetzt erst auf dem Platz kennen“, sagt Wiebe über die vielen Sommer-Neuzugänge.

„Aus Zweikämpfen halte ich mich noch raus“

„Ich bin auf einem guten Weg. Das Knie macht keine Probleme. Es reagiert zwar, noch ist nicht alles bei 100 Prozent, aber das ist normal.“ Die Belastung wird nun von Tag zu Tag gesteigert, das Krafttraining dabei nicht vernachlässigt. „Aus Zweikämpfen halte ich mich noch raus, da muss ich mich langsamer ranführen“, erzählt der Sechser, der in der Rückrunde „definitiv noch Minuten sammeln“ will. In der 3. Liga wohlgemerkt. Dass er in der U 23 zuvor Praxis sammelt, hält er für möglich. Doch das Ziel – und das ist auch so mit den Medizinern besprochen – ist es, sich bei den Profis wieder in Szene zu setzen.

Vertrag läuft aus

Schließlich läuft sein Vertrag, der im April trotz des Langzeitausfalls um eine Saison verlängert wurde, wieder aus. „Deshalb möchte ich mich zeigen, die Liga soll sehen, dass ich wieder bei 100 Prozent bin. Zurzeit kennen ja die wenigsten meinen Stand.“ Gedanken zu dieser Situation macht sich Wiebe schon, Sorgen nicht. „Ich bin zuversichtlich.“ Und vielleicht ist ja auch sein Weg in Münster noch nicht vorbei.

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