Leichtathletik: 18. Volksbank-Münster-Marathon
„Sauberer“ Sport und Image-Pflege – Großereignis wirft seine Schatten voraus

Münster -

Dopingkontrollen waren bislang beim Volksbank-Münster-Marathon kein Thema. Das könnte sich dieses Jahr ändern. Stillstand bedeutet Rückschritt – also drehen die Organisatoren an weiteren Stellschrauben.

Freitag, 01.03.2019, 16:18 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 17:18 Uhr
Tausende auf und neben der Strecke: Der Start zum Volksbank-Münster-Marathon am 8. September wird wieder zu einem großen Spektakel.
Tausende auf und neben der Strecke: Der Start zum Volksbank-Münster-Marathon am 8. September wird wieder zu einem großen Spektakel. Foto: Jürgen Peperhowe

Gibt es demnächst Dopingkontrollen auch beim Volksbank-Münster-Marathon, findet die Deutsche Hochschulmeisterschaft bald in Münster statt? Und: kann der Lauf auch auf internationaler Ebene Meriten sammeln? Gut sechs Monate vor der 18. Auflage am 8. September ist Michael Brinkmann bei der Beantwortung dieser Fragen positiv gestimmt, aber eben nicht sicher: In der Frage der Dopingkontrollen, die aktuell im österreichischen Seefeld wieder in den Vordergrund gerückt wird, heißt es in Münster: „Machen wir.“ Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) „hat uns auf die Warteliste gestellt“, schilderte Brinkmann. Logistische Anforderungen nach Toiletten und separaten Räumen im Zielbereich müssen erfüllt sein. Im Frühjahr werden die Gespräche mit der Nada geführt. „Wir dürfen die Augen nicht vor dem Problem verschließen“, sagte Brinkmann. Und: „Wir wollen sauberen Sport.“

Dopingkontrollen sind – neben den TV-Übertragungen (zurzeit durch Sport 1) und eine entsprechende Anzahl von Eliteläufern mit-entscheidende Kriterien für die Auszeichnung mit dem Bronze-Label des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. 2008 eingeführt ist das Label für ausgewählte Laufveranstaltungen ein passendes Marketing-Instrument und durchaus als Auszeichnung zu verstehen. „Gut fürs Image, wir würden damit auch international eine Aufwertung erfahren“, betonte Brinkmann. Wann eine Entscheidung fällt, weiß Brinkmann noch nicht.

Dass sich der Volksbank-Münster-Marathon gerne als Standort für die Deutschen Hochschulmeisterschaften präsentieren würde, ist längst kein Geheimnis mehr. „Wir stehen in engem Kontakt zum Hochschulsport und versuchen, 2020 die Gastgeberrolle zu übernehmen“, sagte Brinkmann. Und noch eine Neuerung: Mit der Kinderpaten-Organisation „Plan“ wird ein neuer Charity-Partner (zuletzt Unicef) präsentiert.

Derweil werden die Richtungspfeile auf das Sportliche beim Laufereignis mit Start am Schlossplatz und Ziel auf dem Prinzipalmarkt gelenkt. Brinkmann weiß natürlich, dass die Marathonis zurzeit auswählen, wann und wo sie laufen: ein Marathon im Frühjahr, einer im Herbst ist eine gängige Praxis. Bis zum 15. Mai gilt noch der Anmeldekorridor mit ermäßigten Startgebühren. Beeilen müssen sich potenzielle Teilnehmer des Stadtwerke-Kids-Marathons. Am 19. März beginnt die Online-Anmeldemöglichkeit. Erfahrungsgemäß ist der Lauf für die Kinder ebenso schnell ausgebucht, wie der Staffellauf: in Minuten.

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