Reiten: Interview
Baackmann: „Verkaufen? Ich habe mit Carmen zu viel erlebt“

Münster -

Mit Carmen triumphierte Jens Baackmann am Wochenende beim Championat in Dortmund. Sportlich läuft alles für den 34-Jährigen, beruflich ebenfalls. Aber beides hängt zusammen, wie der Reiter vom RV Albachten im Interview erläutert.

Donnerstag, 14.03.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 14:28 Uhr
Top-Duo: Jens Baackmann und Carmen bilden seit Jahren ein äußerst erfolgreiches Gespann. Beim Signal-Iduna-Cup in Dortmund gewannen die beiden jüngst das Championat in der Westfalenhalle.
Top-Duo: Jens Baackmann und Carmen bilden seit Jahren ein äußerst erfolgreiches Gespann. Beim Signal-Iduna-Cup in Dortmund gewannen die beiden jüngst das Championat in der Westfalenhalle. Foto: Jürgen Peperhowe

„Westfalenpower im Championat von Dortmund“, titelten die Gazetten: Jens Baackmann vom RV Albachten triumphierte am Samstag in der Westfalenhalle auf seiner Westfalenstute Carmen und freute sich über 8250 Euro Preisgeld. Ein schönes Zubrot für den 34-Jährigen, der seinen Lebensunterhalt mit dem An- und Verkauf von Sportpferden bestreitet. Die bringen im Idealfall ein paar Euro mehr in die Schatulle, wie der Münsteraner im Gespräch mit Redakteur André Fischer verriet.

Glückwunsch zum Sieg! Von dem Preisgeld wurden nur 250 Euro in bar ausgezahlt. Warum?

Jens Baackmann: Es gab einen Gutschein über 8000 Euro für einen Hänger.

Hänger? Davon müssten Sie doch reichlich haben.

Baackmann: Ich habe erst im Oktober 2018 bei einem Turnier in Herning einen Pferdeanhänger mit heim gebracht. Das passiert schon mal.

Schnelle Autos sind da lukrativer. Wie war die Ausbeute da?

Baackmann: Ich habe bislang drei Autos gewonnen. Einen großen SUV im Wert von etwa 85 000 Euro, einen Sportwagen und ein relativ kleines Gefährt.

Das ist ja bald ein ganzer Fuhrpark. Mussten Sie anbauen?

Baackmann: Den SUV und den Kleinwagen habe ich verkauft. Die sportliche Variante habe ich mal meiner Freundin geschenkt. Die hat sich gefreut.

Sie wohnen im Herzen Münsters – und denken trotzdem über einen Umzug nach?

Baackmann: Das stimmt, ich suche einen alten Kotten auf dem Land. Vielleicht in Roxel oder Nienberge. Das ist nicht so einfach, so was steht nicht an jeder Ecke. Ich träume davon, so ein Haus mal nach meinen Vorstellungen umzubauen.

Sie handeln beruflich mit teuren Pferden. Welche Summen stehen da im Raum?

Baackmann: Darüber möchte ich nicht reden. Es geht mitunter um sehr viel Geld.

Die Kundschaft? Ziemlich international wahrscheinlich ...

Baackmann: Ja, zurzeit haben wir Besuch aus Kentucky und Kalifornien. Die Kundschaft nimmt viele Kilometer auf sich, um unsere Pferde unter die Lupe zu nehmen. Spannend.

Und wenn jemand die Carmen möchte? Muss Ihr derzeit erfolgreichstes Pferd im Stall Angst haben?

Baackmann: Nein, mit ihren 14 Jahren ist sie für einen Verkauf nicht mehr unbedingt gewinnbringend. Außerdem habe ich zu viel mit ihr erlebt.

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