Volleyball: Frauen-Bundesliga
3:1 in Erfurt: Für den USC bleibt Platz fünf bleibt in Reichweite

Münster -

Am vorletzten Spieltag der Hauptrunde hat der USC Münster seine Pflicht erfüllt und bei Absteiger SW Erfurt 3:1 gewonnen. Damit wahrten die Unabhängigen die Chancen auf Platz fünf – mussten dabei aber ein hartes Stück Arbeit verrichten, mehr als nach Satz eins zu erahnen war.

Samstag, 16.03.2019, 21:34 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 18:42 Uhr
Drei Punkte gewannen Marie Schölzel, die zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, und Louisa Keller mit dem USC in Erfurt.
Drei Punkte gewannen Marie Schölzel, die zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, und Louisa Keller mit dem USC in Erfurt. Foto: Jürgen Peperhowe

Nicht viel hat gefehlt, und der USC Münster hätte bei Schwarz-Weiß Erfurt einen Zähler abgegeben. Erst nach dem dritten Matchball stand der 3:1 (25:11, 20:25, 25:17, 27:25)-Erfolg fest, mit dem sich die Unabhängigen die Chance auf Platz fünf und damit auf eine vielversprechende Ausgangslage für die Playoffs gewahrt haben. „Das waren drei wichtige Punkte für uns“, sagte Trainer Teun Buijs nach der 99 Minuten langen Partie.

In Thüringen knüpfte der USC nahtlos an seine Gala-Vorstellung vom vergangenen Mittwoch (3:0 gegen die Roten Raben Vilsbiburg) an. Aus dem 3:4 machte Münster mit der später als wertvollste Spielerin ausgezeichneten Marie Schölzel am Aufschlag ein 13:4 – und entschied Satz eins damit frühzeitig. Das Service war druckvoll, der Block mit Schölzel und Juliet Lohuis effektiv, dazu punkteten Lina Alsmeier und Luisa Keller verlässlich. Das sah gut aus, was die Buijs-Truppe vor 1167 Zuschauern ablieferte.

Verständlich, dass der niederländische Coach in Satz zwei weiter auf seine Startformation, zu der auch Teresa Mersmann, Zuspielerin Mareike Hindriksen sowie Libera Lisa Thomsen gehörten, vertraute. Wie der erste Abschnitt begann auch der zweite – mit einem Schölzel-Punkt und einem folgenden Aufschlagpunkt von Hindriksen. Doch anders als im Eröffnungsdurchgang ließ sich der bereits abgestiegene SWE nicht von den anfänglichen Rückständen (0:2, 4:6, 8:9) entmutigen. Im Gegenteil, der Gastgeber nahm die Gelegenheit, die ihm der nun nicht mehr souveräne USC anbot, dankend an. Mit dem 7:0-Lauf zog Erfurt auf 15:9 davon – ein Polster, das nicht mehr als auf zwei Punkte (13:15) schmolz. Auch weil Münster in allen Elementen fehlerhafter agierte als im sehr soliden ersten Satz. „Erfurts Saison ist schon durch, so konnte es ohne Druck und mit allen Freiheiten aufspielen im letzten Heimspiel. Dazu haben wir Fehler gemacht, so verliert man dann den Satz, in dem wir sogar auch noch Möglichkeiten hatten“, erklärte Buijs.

Nur gut, dass sich die Gäste in der zehnminütigen Pause sammeln konnten. Die frühe Führung (6:2), an der auch die Schwarz-Weißen ihren Anteil hatten, gab wieder Sicherheit, die in Satz zwei für Mersmann eingewechselte Linda Bock steuerte drei ihrer acht Punkte – darunter ein lupenreines Ass – bis zum 12:6 bei, den nun komfortablen Vorsprung transportierte der USC sicher bis zum 25:17.

Münster war wieder in der Spur und nahm Kurs auf den Favoritensieg. Spätestens nach dem Ass von Hindriksen zum 17:13 und dem folgenden erfolgreichen Angriff von Alsmeier, die mit 20 Punkten Topscorerin war. Der USC hatte alles im Griff, oder? Nein, das war ein typischer Fall von „Denkste“. Angeführt von Tess Rountree und der nun stärker werdenden Canace Finley bäumte sich Erfurt noch einmal auf und glich nahezu aus dem Nichts auf 18:18 aus. Plötzlich wackelten die Unabhängigen, plötzlich war es wieder ein ausgeglichenes Duell. Immer wieder legte Münster vor, immer wieder glich der SWE aus. Ehe Cindy Lenz ihren Angriffsversuch weit ins Aus setzte und Münster damit jubeln ließ. „Den Druck, es nach Hause zu bringen, hatten wir. Das hat auch Erfurt gemerkt. Aber wir haben es geschafft, das ist das Wichtigste“, sagte Buijs, der seinem Team bis Dienstagmorgen freigab. Dann beginnt die Vorbereitung auf das abschließende Hauptrundenspiel gegen die Lib Aachen am Samstag, in dem es dann um den fünften Platz geht.

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