Futsal: Regionalliga
UFC-Präsident: Georg von Coelln: „Abstieg wäre kein Super-GAU“

Münster -

Abstiegskampf in der Regionalliga – damit hätte beim UFC Münster vor Saisonbeginn wohl niemand gerechnet. Doch zwei Spieltage vor Schluss steht der UFC unter dem Strich – und damit vor dem Duell gegen Holzpfosten Schwerte unter Druck, den Präsident Georg von Coelln ein wenig nehmen will.

Freitag, 22.03.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 19:10 Uhr
Von der ersten Stunde an mit dabei: Georg von Coelln
Von der ersten Stunde an mit dabei: Georg von Coelln Foto: Lehmann

Pionierarbeit haben sie einst geleistet. Münster gilt als einer der Vorreiter der Futsal-Bewegung. Nach fetten Jahren backt der UFC neuerdings kleinere Brötchen. „Andere Teams fallen uns auf die Füße“, sagt der Vorsitzende Georg von Coelln.

Schon länger stagniert die Entwicklung bei den Universitätskickern. Die Fluktuation ist groß beim Spartenverein, der den Anschluss zu verlieren droht. Noch stemmt er sich gegen die Zeichen der Zeit, die Partie am Samstag (14 Uhr) gegen Holzpfosten Schwerte könnte entscheidenden Charakter haben. Bei einer Niederlage droht im schlimmsten Fall bereits der Gang in die Oberliga. „Wir haben noch Hoffnung, aber selbst ein Abstieg wäre kein Super-GAU. Dann müssen wir uns konsolidieren und neu ausrichten“, so von Coelln.

In der Tat ist die Konkurrenz den Münsteranern inzwischen mitunter um Längen voraus. Speziell in Sachen Finanzen. „Hier wird kein Geld gezahlt“, stellt der Vorsitzende klar. Wo nichts ist, kann wenig gedeihen. Einer der Knackpunkte obendrein: fehlende Hallenzeiten. Eine professionelle Ausrichtung mit Blick auf die vom DFB angestrebte Bundesliga ist aktuell Wunschdenken. „Wir haben seit 17 Jahren Not, was Hallenkapazitäten angeht“, weiß von Coelln – und ärgert sich noch immer. An eine geregelte Jugendarbeit ist so kaum zu denken. Dabei hätte der UFC Anfragen ohne Ende. Der Club versucht auch, sich Jugendliche heranzuzüchten, aber auf eher breitensportlichem Niveau. Mehr ist so nicht drin, selbst wenn es an geschulten Trainern mit entsprechender Lizenz nicht mangelt.

Erste Priorität genießt nun der Klassenerhalt in der Regionalliga. Ob noch realisierbar, wird sich zeigen. Einen Plan B scheint der UFC in der Tasche zu haben.

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