Fußball: 3. Liga
Jung, vielseitig und beidfüßig – Erdogan kommt aus Oldenburg zu Preußen

Münster -

Nordisch bei Nature: Nach Trainer Sven Hübscher vor Werder Bremen II ist Preußen Münster auch bei seinem nächsten Neuzugang für die kommende Spielzeit im Norden fündig geworden: Innenverteidiger Okan Erdogan vom Regionalligisten VfB Oldenburg spielt in der neuen Saison beim SCP.

Mittwoch, 27.03.2019, 12:30 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 19:58 Uhr
Okan Erdogan (l.) wechselt vom VfB Oldenburg aus Liga vier in die 3. Liga zum SC Preußen Münster.
Okan Erdogan (l.) wechselt vom VfB Oldenburg aus Liga vier in die 3. Liga zum SC Preußen Münster. Foto: Nordwest-Zeitung

Der erste Neuzugang für die kommende Saison ist beim SC Preußen gleich ein Indiz dafür, in welchen Teichen der Verein künftig fischt und wie die Expertise der handelnden Personen Wissensvorsprünge bringen soll. Okan Erdogan kommt im Sommer vom VfB Oldenburg aus der Regionalliga, also genau aus der Klasse, in der der künftige Trainer Sven Hübscher aktuell noch Werder Bremen II betreut. Zweimal begegneten sich die beiden in der laufenden Spielzeit, zuletzt vor zweieinhalb Wochen, als der 20-Jährige ausnahmsweise nur eingewechselt wurde. Doch wer glaubt, der Transfer hänge ganz unmittelbar mit dem neuen Coach zusammen, irrt. „Ihn hatten wir schon lange vorher auf dem Schirm“, sagt Sportchef Malte Metzelder . Die Scouting-Abteilung hat den Spieler häufig beobachtet.

Zumeist agiert Erdogan aktuell in der Innenverteidigung, er hatte aber auch schon Einsätze im defensiven Mittelfeld, ausgebildet wurde er tatsächlich als Sechser. Der SCP schätzt diese Vielseitigkeit besonders und hat ihn – was alles andere als gewöhnlich ist – sofort mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet. „In der Kette interpretiert Okan seine Rolle offensiver als andere Verteidiger“, sagt Metzelder. „Er hat eine gute Geschwindigkeit und erfüllt noch drei Jahre die U-23-Regel. Seine Entwicklung bisher ist sehr interessant. Wir freuen uns darauf, langfristig mit ihm zu arbeiten, um ihn möglichst schnell an das Niveau der 3. Liga heranzuführen.“

Seine Wurzeln hat Erdogan, der 1,85 Meter groß und beidfüßig ist, bei den Bremer Clubs SC Weyhe und SV Blumenthal, ehe es ihn 2016 zum JFV Nordwest nach Oldenburg (ein Zusammenschluss der Vereine VfB und VfL im Jugendbereich) zog, für den er 26 Partien in der A-Junioren-Bundesliga absolvierte. In seinem anschließenden ersten Seniorenjahr für den VfB kam der Abwehrspieler, der sich am Wochenende einen Muskelfaserriss zuzog, auf 24 Regionalliga-Einsätze, in der laufenden Saison sind es 26 (22 über die volle Distanz).

Mit Erdogan, den beiden Etablierten, Ole Kittner und Simon Scherder, sowie den Jungen, Jannik Borgmann und Dominik Lanius, haben die Preußen bereits fünf Innenverteidiger unter Vertrag. Dagegen läuft das Arbeitspapier von Eigengewächs Lion Schweers aus. Bisher gibt es noch keine Anzeichen für eine Verlängerung. Dem 22-Jährigen wird grundsätzlich auch die Qualität für die 2. Liga bescheinigt. Metzelder legt aber Wert darauf, dass die jüngste Verpflichtung „völlig losgelöst“ von anderen Personalien zu betrachten ist. Mehr Klarheit auf der Zu- und Abgangsseite werden die nächsten Wochen bringen. „Wir haben schon einiges vorbereitet“, verspricht der Sportliche Leiter.

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