Fußball: Westfalenliga
Minimalisten behaupten die Spitze – Preußen II schlägt Vreden

Münster -

Schritt für Schritt nähert sich die zweite Mannschaft des SC Preußen der Oberliga an. Noch ist nichts entschieden, aber Siege wie das 1:0 gegen den SpVgg Vreden am Sonntag sind natürlich immer willkommen. Fabian Kerellaj erzielte das Tor des Tages.

Sonntag, 07.04.2019, 18:54 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 17:14 Uhr
Kommt ein Julius Hölscher (l.) angeflogen – der Preuße bereitete das Siegtor vor. Hier geht er ins Duell mit Vredens Nicolas Klein Günnewick.
Kommt ein Julius Hölscher (l.) angeflogen – der Preuße bereitete das Siegtor vor. Hier geht er ins Duell mit Vredens Nicolas Klein Günnewick. Foto: Peter Leßmann

Aufwand und Ertrag stehen in der Betriebswirtschaftslehre nicht selten in keinem Verhältnis. Findet sich zumindest die schwarze Null unter dem nicht unbedeutendem Strich, ist das Kind nicht in Gänze in den Brunnen gefallen. Die Hoffnung auf bessere Zeiten – sie bleibt als Anker. Das System ist auf den Sport nahtlos übertragbar. Auch die zweite Garde des SC Preußen zeigte sich am Sonntag als Gastgeber der SpVgg Vreden umtriebig und springlebendig. Der (kollektive) Einsatz stimmte. Nur das Resultat war eher dürftig. Reichte aber, um als Sieger vom Kunstrasen zu gehen. Mit 1:0 setzte sich der Spitzenreiter nach einem Treffer des eingewechselten Fabian Kerellaj (61.) durch, behauptete seine Position so vor Verfolger SuS Neuenkirchen. Der siegte ebenso knapp mit 3:2 gegen den Delbrücker SC. „Das Einzige, was wir uns vorwerfen müssen ist, dass wir nicht das zweite Tor machen“, zeigte sich Trainer Sören Weinfurtner zufrieden mit dem Auftritt. Aufwand und Ertrag hin oder her. Was zählt, sind die Punkte. Die waren mehr als verdient unter den Augen von Preußen-Sportchef Malte Metzelder und dem Aufsichtsratsvorsitzendem Frank Westermann. Münster rückt näher an die Oberliga heran. Ein Novum, wenn der Aufstieg irgendwann in Beton gegossen wird.

Die Preußen mit Drittliga-Leihgabe Jannik Borgmann hatten zunächst leichte Probleme beim Zünden ihres Motors. Reine Kopfsache? „Der Druck ist schon da, wenn du oben stehst“, nimmt Weinfurtner seine Jungs aus der Schusslinie. Er weiß aber auch, dass er sich auf sie verlassen kann, was den unbedingten Willen angeht, die Dinge zu regeln. So dauerte es eben eine Weile, bis Münster spielerische Lösungen fand. Julius Hölscher (26., 45.) und Nils Burchardt (28.) hatten die Führung auf dem Puschen, fanden aber im engmaschigen Vredener Defensivnetz ihren Meister.

Nach dem Wechsel stellte Weinfurtner um, beorderte Borgmann in die Innenverteidigung. Julian Conze räumte links ab – und die eingewechselten Kerellaj und Avni Özmen brachten frischen Wind in die grün-weiße Offensive. Der SCP hatte jetzt alles im Griff, drängte auf die so wichtige Führung. Und sollte für seinen Aufwand dann doch belohnt werden. Julius Hölscher bediente nach 61 Minuten Kerellaj, der das Leder fein an- und mitnahm und Vredens Tormann Sören Stauder keine Chance ließ. Das Tor des Tages, weil Münster sich im Auslassen weiterer Möglichkeiten zu weit aus dem Fenster lehnte.

SCP: Dedovic – Woitaschek (46. Özmen), Klauke, Borgmann – Burchardt, Klann – Mause, Wald (86. Lackmann), Conze – Born (46. Kerellaj), Hölscher

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