Fußball: 3. Liga
Dynamo Dresden lockt Preußen-Anführer Klingenburg

Münster -

Ein Verbleib von René Klingenburg beim SC Preußen wird von Tag zu Tag und mit jeder guten Leistung unwahrscheinlicher. Nun hat konkret Dynamo Dresden die Fühler ausgestreckt. Münsters Sportchef Malte Metzelder ist auf alles vorbereitet.

Montag, 08.04.2019, 15:06 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 18:25 Uhr
Begehrt in der 2. Liga – aber auch England soll eine Option sein: René Klingenburg (l.)
Begehrt in der 2. Liga – aber auch England soll eine Option sein: René Klingenburg (l.). Foto: Jürgen Peperhowe

Die Gerüchteküche um René Klingenburg wird immer mehr angeheizt. Dass der Mittelfeldspieler von Preußen Münster nach Höherem als der 3. Liga strebt, ist seit Monaten bekannt. Dass es für seinen aktuellen Verein umso schwieriger wird, ihn zu halten, liegt auf der Hand. Gerade, wenn er Leistungen wie am Freitag gegen den SV Meppen anbietet, als er beim 1:1 nicht nur als früher Torschütze, sondern auch als Antreiber glänzte.

Schon zuvor war das Interesse von Zweitligist Erz­gebirge Aue bekannt geworden, am Wochenende ver dichteten sich die Anzeichen, dass auch dessen Klassenrivale Dynamo Dresden an dem 25-Jährige dran ist. Beim 0:0 der Sachsen gegen Union Berlin am Sonntag wurde er auf der Tribüne gesehen und fotografiert. Laut „Bild“-Zeitung war Sportdirektor Ralf Minge im Gegenzug bereits am Freitag zu Gast an der Hammer Straße, um den Top-Spieler der Preußen unter die Lupe zu nehmen.

Grote geht zu RW Essen

Auch wenn es seit 2011 keine Vergleiche mehr gab, gilt RW Essen neben dem VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld immer noch als natürlicher Erzrivale des SC Preußen. Nun hat sich der Viertligist die Dienste eines früheren Münsteraners gesichert, der nach wie vor seinen Lebensmittelpunkt in der Region hat. Dennis Grote, der aktuell noch Kapitän des Chemnitzer FC (designierter Meister der Regionalliga Nord) ist, unterschrieb am Montag einen Zweijahresvertrag an der Hafenstraße. In der Jugend und später auch zwischen 2012 und 2014 hatte der inzwischen 32-Jährige für den SCP gespielt. Danach wechselte der U-21-Europameister von 2009 zum MSV Duisburg, stieg mit den Zebras in die 2. Liga auf, wieder ab und schloss sich dann den Sachsen an. Seit drei Jahren spielt er nun für die Himmelblauen, sein noch bis 2020 laufender Vertrag wurde nun aufgelöst.

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SCP-Geschäftsführer Malte Metzelder kennt die Ausgangslage und weiß, dass er schlechte Karten hat, wenn es um die Vertragsverlängerung geht. „Wir kennen seine Aussagen und seinen Wunsch, höher zu spielen. Durch unser Angebot fühlt René sich wertgeschätzt. Alles andere haben wir nicht in der Hand.“ Dass Klingenburg am freien Sonntag in Dresden weilte, ist für den 36-Jährigen kein Problem. „Da war keine Abmeldung bei uns erforderlich.“

Auf der Abgangsseite droht also ein weiterer Name aufzutauchen. Neuzugänge benötigen die Münsteraner also umso mehr. Gerade im zentralen Mittelfeld, wo ja auch die Verträge von Martin Kobylanski und Sandrino Braun auslaufen. „Wir schauen uns so oder so auch anderweitig um“, sagt Metzelder. Der zuletzt gehandelte Connor Krempicki (KFC Uerdingen) sei aber nie ein Thema gewesen. Zwar sah sich Münters Sportchef das Verbandspokal-Spiel der Krefelder gegen RW Essen in der vergangenen Woche an. „Aber nicht seinetwegen.“ Abgehakt ist auch Dennis Slamar (Carl Zeiss Jena), der zwischenzeitlich auf der Liste stand.► Die Entscheidung, wer in der kommenden Saison Trikot-Sponsor der Preußen wird, ist noch nicht gefallen, soll aber wesentlich früher spruchreif sein als im vergangenen Sommer. Damals erteilte das Touristikunternehmen Schauinsland-Reisen aus Duisburg erst einen Tag vor dem Liga-Auftakt den Zuschlag. „Ein verlässlicher, seriöser und attraktiver Partner, der eine Affinität zu Traditionsvereinen hat“, sagt Metzelder. Der Vertrag gilt nur für ein Jahr. Verlängerung aber nicht utopisch.

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