Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Coach Buijs auf der Suche nach der Balance zwischen Talent und Reife

Münster -

Sieben Spielerinnen stehen beim USC Münster unter Vertrag. Trainer Teun Buijs hätte gern noch mal die gleiche Anzahl für einen schlagkräftigen Kader. Vor allem in puncto Reife und Routine muss der Bundesligist dringend zulegen.

Dienstag, 09.04.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 15:01 Uhr
Lina Alsmeier machte einen großen Sprung.
Lina Alsmeier machte einen großen Sprung. Foto: Jürgen Peperhowe

Seit dem Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale vor einer Woche hat Trainer Teun Buijs seine Schützlinge nicht mehr gesehen. Mindestens 14 Tage Freizeit verordnete der Coach dem Team nach der strapaziösen Endphase der Saison. Und doch ist der USC Münster in diesen Tagen immer im Kopf des 59-Jährigen, der mitten in der Planung für die Spielzeit 2019/20 steckt. Sieben Spielerinnen stehen bereits bei den Unabhängigen unter Vertrag, noch einmal so viele sollen dazukommen – und wenn möglich über ausreichend Erfahrung verfügen.

Blutjung war die Angriffsreihe des USC Münster, die in den letzten Wochen der abgelaufenen Saison die Last tragen und für Punkte sorgen musste. Luisa Keller ist erst 17 Jahre alt, Lina Alsmeier und Linda Bock sind immerhin schon volljährig – wie Liza Kastrup mit ihren 19 Lenzen. Das Quartett ist wie Zuspielerin Svenja Enning (auch erst 19), Ivana Vanjak (23) und Juliane Langgemach (24) an die Unabhängigen gebunden – macht ein Durchschnittsalter von 19,57 Jahren. Kein Wunder, dass Buijs bei der Bastelarbeit am künftigen Kader das Merkmal Reife miteinbezieht. „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Jugend und Routine. Wir können nicht nur mit zwölf jungen Spielerinnen in die Saison gehen. Wir brauchen auch Erfahrung“, meint Buijs.

Diese haben zuletzt seine Youngster reichlich gesammelt, Spielzeit gab es en masse für Alsmeier, Keller und Co. – und obendrauf das Lob vom Coach. „Luisa und Liza haben sehr große Schritte nach vorne gemacht, Svenja auch. Und auf die Entwicklung von Lina bin ich unglaublich stolz. Sie hat die Rolle von Ivana übernommen. 30 bis 40 An­nahmen pro Spiel, dazu im Angriff gefordert und die Blockarbeit auf außen erledigt. Das hat viel Energie gekostet, aber nicht nur Lina hat viel gelernt. Das war das Wichtigste“, sagt Buijs.

Im Angriff ist der USC mit seinen jungen Assen und dem für die neue Saison erwarteten Vanjak-Comeback bereits gut aufgestellt, auch wenn die Personalien Teresa Mersmann und Lena Vedder noch offen sind. Ein Verbleib ist ebenso möglich wie eine Trennung – und dies gilt auch für Mareike Hindriksen. Die Zuspielerin (Buijs: „Sie hat zwei Jahre lang einen super Job gemacht“) und der Club haben sich noch nicht über eine weitere Zusammenarbeit geeinigt. Sollte die 31-Jährige gehen, benötigt der USC in der Regiezentrale einen erfahrenen Ersatz, damit die Kombination mit Teenager Enning optimal passt.

Definitiv Lücken füllen muss Münster im Mittelblock, der zuletzt mit vier Spielerinnen top-besetzt war und für den nun nur noch Langgemach parat steht. Der Abgang von Juliet Lohuis steht fest, immer wieder wird die niederländische ­Nationalspielerin mit Allianz MTV Stuttgart in Verbindung gebracht. Und auch die Rückkehr von Kazmiere Brown (22) aus den USA ist alles andere als sicher. „Wir schauen nach einer Athletin wie Kaz, nur mit mehr Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass es die gibt“, sagt Buijs, der bereits Kandidatinnen für alle Positionen im Probetraining hatte.► Zwei Liga-Konkurrenten des USC sind derzeit auf Trainersuche. Völlig über­raschend hatte sich der VC Wiesbaden trotz bestehenden Vertrages von Dirk Groß getrennt. Auch SW Erfurt beendete die Zusammenarbeit mit Jonas Kronseder.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6531289?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Großbrand am FMO: Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Nachrichten-Ticker