Fußball: Westfalenliga
Michael Fromme findet die Lücke zum Hiltruper Glück

Münster -

Ein Tor, drei Punkte: Das ist die einfache Fußball-Mathematik – am Sonntag vorgerechnet von den Spielern des TuS Hiltrup. Michael Fromme lässt den TuS jubeln, aber nicht jeder Fan jubelt mit. Pech gehabt ...

Sonntag, 14.04.2019, 19:36 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 17:16 Uhr
Michael Fromme (Nr. 10) fand die entscheidende Lücke – und die Kollegen anschließend den Torschützen, der seinem TuS mit dem Treffer in der 77. Minute den 1:0-Sieg bescherte.
Michael Fromme (Nr. 10) fand die entscheidende Lücke – und die Kollegen anschließend den Torschützen, der seinem TuS mit dem Treffer in der 77. Minute den 1:0-Sieg bescherte. Foto: Peter Leßmann

So mancher Zuschauer beim Fußball muss einfach sein Mütchen kühlen, anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren. Da wird nur am Rande mitbekommen, dass der TuS Hiltrup gerade Spitzenreiter SuS Neuenkirchen niederringt, weil man vielmehr dem Linienrichter empfiehlt, „nach Hause zu fahren“ und den Schiedsrichter „dringend beim Lehrgang anmeldet“. So geht auch manchem da durch, dass Michael Fromme mit einem trockenen 18-Meter-Schuss nach 77 Minuten die Partie entscheidet, weil man einigen ebenfalls nörgelnden Besuchern auf der Tribüne „gleich die Jalousien runterlassen wird“.

Und als Hiltrups Niklas Mersmann ziemlich ramponiert nach einem Luftkampf am Boden liegt und von der attraktiven Physiotherapeutin behandelt wird, muss es ja kommen – dieses Mal von Neuenkirchener Seite: „Boah Alter, beim TuS wäre ich dauernd verletzt.“

Egal, Fußball wird auch gespielt. Und das von beiden Seiten richtig gut. Die kämpferische Einstellung stimmt über 90 Minuten, das spielerische Moment kommt nicht zu kurz, und auch Torchancen sind hüben wie drüben zu verzeichnen. „Ich denke, dass wir ein leichtes Chancenplus hatten und daher auch verdient gewonnen haben“, zieht Hiltrups Trainer Carsten Winkler ein positives Fazit und zeigt sich von der Leistung seines Teams sehr angetan.

Mit Recht. Denn die Gastgeber lassen von Beginn an keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie alle drei Punkte holen wollen. Eifrig, einfallsreich und engagiert gehen die Hiltruper zur Sache. Vor der Pause hat Pa­trick Gockel die Führung auf dem Fuß, nach dem Wechsel nacheinander Jonas Wiethölter und Manuel Beyer dieselbe auf dem Kopf. Aber noch will der Ball nicht ins Tor; das erledigt schließlich Fromme neun Minuten nach seiner Einwechslung. Auf der Gegenseite hadern Marvin Egbers, Joshua Roß und vor allem Witali Ganske (Kopfball unter die Querlatte) nach vergebenen Möglichkeiten mit sich und dem Pech. „Da hatten wir sicher auch ein bisschen Glück“, gesteht Winkler, „aber das haben wir uns auch erarbeitet.“

So sehen das auch die meisten Besucher, sofern sie sich nicht mit anderen Dingen beschäftigt haben.

TuS Hiltrup: D. Wiethölter – Kleine-Wilke, Bothen, Lambert, Mersmann (60. Hübener) – Gockel (77. Bohnen), Rottstegge, J. Wiethölter – Lauretta (68. Fromme) – Maddente, Beyer

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