Basketball: 2. Liga Pro B
Die WWU Baskets wollen das Versprechen von Panther-Coach Velcic brechen

Münster -

Die Stimmung: top. Das Selbstvertrauen: riesig. Die Defensive: überragend. Voller Optimismus sind die WWU Baskets Münster nach dem Sieg im ersten Playoff-Halbfinale gegen die Panthers Schwenningen – und wollen sich beim ersten Wiedersehen mit den Schwarzwäldern ein zweites ersparen.

Montag, 15.04.2019, 17:46 Uhr
Dort entlang geht es nach Schwenningen – und zwar mit einer Führung: Malcolm Delpech (3.v.r.) gibt die Richtung vor und fährt selbstbewusst mit Jojo Cooper (l.), Trainer Philipp Kappenstein, Andrej König (2.v.r.) und Kai Hänig (r.) zum Rückspiel in den Schwarzwald.
Dort entlang geht es nach Schwenningen – und zwar mit einer Führung: Malcolm Delpech (3.v.r.) gibt die Richtung vor und fährt selbstbewusst mit Jojo Cooper (l.), Trainer Philipp Kappenstein, Andrej König (2.v.r.) und Kai Hänig (r.) zum Rückspiel in den Schwarzwald. Foto: Peter Leßmann

Freundlich und höflich, aber zugleich energisch und kämpferisch trat Alen Velcic nach dem ersten Playoff-Halbfinale vor das Mikrofon. Die Atmosphäre in der Halle Berg Fidel lobte der Coach der Wiha Panthers Schwenningen ebenso wie die „tolle Kulisse“ und die in Münster erfahrene Gastfreundschaft. Und die will, so der 48-Jährige, sein Team noch einmal erleben – im entscheidenden Spiel drei. „Wir werden wiederkommen“, versprach Velcic am Samstagabend.

Dagegen etwas einzuwenden haben ganz sicher die WWU Baskets , die nach dem 75:62-Erfolg wie im Achtel- und Viertelfinale die Best-of-three-Serie am Samstag (20 Uhr) vorzeitig beenden wollen. „Das ist unser Plan“, sagte Münsters Trainer Philipp Kappenstein , der sich im ersten Duell mit den Schwarzwäldern einmal mehr auf die hartnäckige wie für den Gegner unangenehme Abwehrarbeit seiner Mannen verlassen durfte. „Das Ding ist einfach, dass wir defensiv mal wieder überragend gespielt haben – und zwar über vier Viertel“, war der 39-Jährige angetan vom Aufwand, den sein Team im Rückwärtsgang und unter dem eigenen Korb betreibt.

Da spielte es auch keine Rolle, dass die Baskets zu Beginn der Partie Probleme bei der Reboundarbeit hatten und Schwenningen so oft zu zweiten oder gar dritten Versuchen kam – allein in den ersten zwei Minuten dreimal. Münster aber zeigte sich schon da so unbeeindruckt wie später im dritten Viertel, als vier Minuten lang kein Korberfolg gelang und der Gast noch einmal führte (46:45, 30.). Denn als es darauf ankam, waren nicht nur die stark auftrumpfenden Jojo Cooper und Malcolm Delpeche zur Stelle, auch der offensiv schwächelnde Jan König – der Kapitän kam bei einer Trefferquote von 30 Prozent nur auf acht Zähler – brachte die Baskets mit zwei Dreiern auf Kurs. Und da Leo Padberg und Alex Goolsby von der Bank kommend wieder Akzente setzten, klappte es mit dem 14. Sieg in Serie. „Aber es war hart umkämpft, Schwenningen war gut eingestellt und hat uns offensiv das Leben schwer gemacht. Am Ende waren wir vielleicht in der Rotation ein bisschen tiefer“, meinte Kappenstein.

Mit der Erkenntnis, dass die Defensive, die beim Gegner 21 Turnover forcierte, steht und in der Offensive noch Luft nach oben ist, reisen die Baskets am Karfreitag nach Schwenningen. Freundlich und höflich wollen die Baskets auftreten, unter dem Korb aber energisch und kämpferisch sein – und so Velcic‘ Versprechen auf ein drittes Spiel brechen.

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