Boxen: Cologne Boxing World Cup
Salah Ibrahim in Köln auf dem Podest und mit großen neuen Zielen

Münster -

Für Salah Ibrahim steht ein wichtiges Jahr an. Die European Games in Minsk, die WM in Jekaterinburg, die Deutsche Meisterschaft in Berlin – der Münsteraner vom BC 23 hat große Ziele. Beim Cologne Boxing World Cup schied er im Halbfinale aus.

Dienstag, 16.04.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 18:27 Uhr
Salah Ibrahim
In starker Form in Köln: Boxer Salah Ibrahim. Foto: privat

Als die erste Auflage des Cologne Boxing World Cups in der Sporthalle Süd beendet war, hatte die deutsche Auswahl mit 13 Medaillen eine Duftmarke gesetzt. Auch Salah Ibrahim , der Halbfliegengewichtler vom BC Münster 23, schaffte es aufs Podest, wurde Dritter (46 bis 49 Kilogramm). Bruder Tarik Ibrahim (bis 52 Kilo) scheiterte bereits zum Auftakt im Achtelfinale, auch Dilara Gökalan (bis 60 Kilo/Boxzentrum Münster) verlor ihren ersten Kampf im Viertelfinale.

Salah Ibrahim stieß so alle Türen für die European Games (21. bis 30. Juni in Minsk) oder auch die Weltmeisterschaft (7. bis 21. September in Jekatarinenburg) weit auf. Zwischendrin könnte er auch Deutscher Meister in Berlin werden (30. Juli bis 3. August). Dieser Titel fehlt ihm noch, im Vorjahr konnte er verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

„Ich schaue jetzt in die Zukunft“

Rang drei in Köln gibt ihm Mut für das Wettkampfjahr. Zum Auftakt bezwang er mit Bator Saga­luev aus Russland den Vorjahressieger bei den European Games in Glasgow. Mit 4:1 Richterstimmen war das ein voller Erfolg. Im vorweggenommenem Finale unterlag Ibrahim danach dem späteren Sieger Yurachai Wuttichai aus Thailand denkbar knapp mit 2:3 im Halbfinale.

„Das Urteil war umstritten. Jeder, mit dem ich nach dem Kampf geredet habe, hatte mich vorn gesehen“, erklärte Ibrahim. „Egal, ich schaue jetzt in die Zukunft.“ Nach einer kurzen Pause wird er im Olympia-Stützpunkt in Köln weiter an „den Fehlern arbeiten“. Er müsse etwas aktiver sein in den Kämpfen, die Führhand intensivieren. Bei den Veranstaltungen in Minsk und Jekatarinenburg will er in Top-Form sein.

Für seinen Bruder Tarik, der in der Klasse bis 52 Kilogramm startet, dürfte die Deutsche Meisterschaft besonders wichtig werden. Nach dem Turnier in Köln hat der 27-jährige Hamza Touba aus Neuss die besseren Karten, er wurde Turnierzweiter. Ibrahim hatte bereits im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Bilal Bennama aus Frankreich mit 0:5 Richterstimmen verloren. „Ich habe alles gegeben, aber erst in der dritten Runde war ich richtig da.“ Rund 100 Amateurkämpfe mehr als Ibrahim (40 Kämpfe) hat der Franzose bestritten.

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