Fußball: 3. Liga
Klassenerhalt? Preußen-Sportchef Metzelder will letzte Zweifel erst beseitigen

Münster -

Preußen Münster wartet noch ab. Ehe der Klassenerhalt auch rein rechnerisch nicht anfechtbar ist, wird Sportchef Malte Metzelder wohl keine Personalentscheidungen verkünden. Zudem wartet der Fußball-Drittligist auf die Lizenzerteilung durch den DFB und die Zusage eines Hauptsponsors.

Dienstag, 16.04.2019, 18:30 Uhr
Das tat gut: Münster siegte in München, die mitgereisten Fans hatten ihren Spaß, jetzt fehlt noch ein Sieg über Großaspach.
Das tat gut: Münster siegte in München, die mitgereisten Fans hatten ihren Spaß, jetzt fehlt noch ein Sieg über Großaspach. Foto: Jürgen Peperhowe

Man kennt das ja mit der Mutter, der Porzellankiste und der Vorsicht. Noch sind fünf Spieltage in der 3. Liga zu spielen, zwei Partien bestreitet der SC Preußen Münster davon daheim, aber auch als aktuell Sechster flattert irgendwo hinter dem Preußenstadion noch ein kleines Gespenst mit dem Schrecken des Abstiegskampfes herum. Ottfried Preußler lässt grüßen.

„Es wäre am Wochenende schön, wenn wir gegen Großaspach nichts liegen lassen würden.“ Sagt Sportchef Malte Metzelder . Am Karsamstag kommt die SG Sonnenhof, deren Mini-Polster zu den Abstiegsrängen gerade ein Pünktchen beträgt. Der SCP hat derweil acht Zähler Differenz zu der ungeliebten Zone gelegt, die Elf von Trainer Marco Antwerpen machte beim 1:0-Auswärtssieg beim TSV 1860 München fast alles richtig.

Warten auf den DFB

Im Hintergrund wird nicht nur auf diesen Erfolg gegen Großaspach gewartet, sondern auch auf Infos vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der verschickt gerade sukzessive seine Antworten auf die Lizenzanträge der Vereine. Hansa Rostock und der Hallesche FC erhielten mit als erste Vereine die Drittliga-Spielberechtigung ohne Bedingungen und Auflagen.

Anders sieht es beim 1. FC Kaiserslautern. Der Zweitliga-Absteiger hatte zuletzt eine Finanzierungslücke von zwölf Millionen Euro, muss knapp sieben Millionen Euro bis zum Sommer wegen einer „Betze-Anleihe“ aufbringen. Eine neue Fan-Anleihe brachte zuletzt aber gut eine Million Euro frisches Kapital. Zudem soll der frühere Radsportsponsor von Team Leopard-Trek, Flavio Becca aus Luxemburg, zu einem größeren Investment bereit sein.

Knüver nach Rheine

Adrian Knüver, der im Herbst 2017 noch einen Profivertrag bis 2020 unterzeichnet hatte, löst sein Arbeitspapier und schließt sich in seiner Heimatstadt Oberligist Eintracht Rheine an. Trainer Marco Antwerpen hatte für den 19-Jährigen im Drittliga-Aufgebot keine Verwendung, seitdem spielt er in der U 23.

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Fünf Abgänge stehen fest

„Wir warten auf die Rückmeldung vom DFB“, sagte Sportchef Malte Metzelder. Und er wartet auf Rückmeldung über den Hauptsponsor. „Schauinsland ist unser erster Ansprechpartner. Ich bin optimistisch, dass wir früher als in dieser Saison Klarheit haben werden.“ Denn von der Lizenzerteilung und der garantierten Summe aus einem Deal mit einem Hauptsponsor hängen auch die vielen noch ausstehenden Personalentscheidungen ab.

Mit Tobias Rühle (KFC Uerdingen), René Klingenburg, Martin Kobylanski, Lion Schweers und Benjamin Schwarz (alle Ziel unbekannt) stehen fünf Abgänge fest.„Es gibt einen Austausch“, sagt Metzelder – was aber auch bedeutet, dass es aktuell wohl keine weiteren Angebote für Spieler mit auslaufenden Kontrakten gibt. Hängepartien sind auf den ersten Blick auch die Personalien Fabian Menig, Sandrino Braun, Moritz Heinrich, Lucas Cueto und Danilo Wiebe. Letztgenannter ist vielleicht der einzige, der seine Praxishärte wieder bestätigen muss. Fünf Spiele hat er Zeit dafür, der 25-Jährige kehrte gerade nach 14-monatiger Verletzungspause zurück. Alle anderen hatten eine oder mehrere Saisons Zeit dafür. Die Entscheidung über einen neuen Kontrakt für Wiebe dürfte allerdings erst im Sommer fallen.

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