Handball: Kreisliga
Die fleißigen Titelsammlerinnen des SC Münster 08

Münster -

Im Vorjahr scheiterten sie knapp, nun aber sind die Frauen des SC Münster 08 obenauf. Sie holten sich im zweiten Anlauf den Titel in der Kreisliga und damit das Startrecht in der Bezirksliga. Den Kreispokalsieg setzten sie am Ende noch drauf.

Mittwoch, 17.04.2019, 17:58 Uhr
Viel Grund zum Jubeln: Die Spielerinnen des SC Münster 08, die nach der vorzeitigen Meisterschaft und dem Bezirksliga-Aufstieg auch den Kreispokal feierten.
Viel Grund zum Jubeln: Die Spielerinnen des SC Münster 08, die nach der vorzeitigen Meisterschaft und dem Bezirksliga-Aufstieg auch den Kreispokal feierten. Foto: Karl-Heinz Kock

Große Freude beim SC Münster 08. Der Grund: Die Handballerinnen sammeln Titel wie andere Ostereier am bevorstehenden Wochenende. Mit dem Finalsieg über Westfalia Kinderhaus II sicherten sich die Spielerinnen am vergangenen Samstag den Kreispokal – und krönten die Saison endgültig und nachhaltig.

Zwei Tage zuvor und mit dem 36:16-Schützenfest gegen den SC Greven 09 II hatte sich die Mannschaft vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga und damit den Bezirksliga-Aufstieg gesichert. Was schon im Vorjahr geplant war und nach der Vizemeisterschaft aufgeschoben, nicht aber aufgehoben werden musste. Die 15 Spiele der Meisterrunde absolvierte das Team ohne Verlustpunkt. So soll es auch in den letzten 180 Minuten der Saison bleiben.

„Wir werden wohl unserem Ruf einer Fahrstuhlmannschaft gerecht“, ist Thomas Paus gut gelaunt. Der Trainer weiß, wovon er spricht. In seiner nun sechsjährigen Amtszeit mussten die Nullachter zweimal die Bezirksliga verlassen, vor zwei Jahren und als Folge der Reform sogar als Siebter – punktgleich mit dem Sechsten. Zweimal kehrten sie nun aber auch zurück. Und jetzt wollen sie bleiben. Mehr noch. „Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr, hinter Westfalia Kinderhaus die beste münsterische Mannschaft im Frauen-Handball zu werden“, sagt der 37-Jährige, der seit seinem Wechsel aus Rhede beim SC Münster 08 aktiv ist (zunächst als Spieler, nun als Frauen-Coach). Dazu müsste der BSV Roxel den Landesliga-Klassenerhalt verpassen. Zuletzt hat er Veränderungen im Team, das aus 21 Spielerinnen besteht – darunter einige Studentinnen – ausgemacht. Positive, die zuversichtlich stimmen, den Fahrstuhl zu stoppen. „Alle ziehen mehr mit. Wir haben einen anderen Spirit und mehr Konstanz“, nennt er Gründe. Zwei weitere sind Sarah Runge und Anita Hüwe. Die zuvor höherklassig aktiven Spielerinnen haben die Qualität in dieser Saison noch einmal verbessert. Und die Einstellung. Gleiches gilt für Inga Seiffert. Die Ex-Grevenerin gilt als Neuzugang für die kommende Saison und feierte im Pokal schon ihr Debüt.

Für weitere Motivation sorgte Paus selbst. „Ich habe gesagt, dass ich aufhöre, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt“, gesteht er. Über seine Freizeitgestaltung muss er sich nun aber keine Gedanken machen, er freut sich auf das siebte Trainerjahr. „Das lasse ich mir nicht entgehen. Schließlich klappen jetzt unsere Spielzüge, die wir seit Langem trainieren.“ Zudem stelle die Liga keine Herausforderung dar. Das 50:10 in der Hinrunde gegen die HSG Hohne/Lengerich II nennt er nur als ein Beispiel. Kurzfristige Spielabsagen und -verlegungen auf Kreisebene als weitere.

Zunächst aber wird ausgiebig gefeiert. „Nach dem Pokalsieg waren alle ziemlich platt. Da ging nichts. Das holen wir aber nach“, so Paus. Am 4. und 11. Mai nach den finalen Spielen soll es krachen. Grund genug gibt es ja.

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