Fußball: Oberliga
Schlusslicht Gievenbeck schöpft gegen Brünninghausen neue Hoffnung

Münster -

Vielleicht geht ja doch noch etwas für den 1. FC Gievenbeck. Erstmals seit 15 Partien gewann der Aufsteiger wieder in der Liga. Beim 2:0 gegen den FC Brünninghausen stimmte die Leistung, der Gast präsentierte sich jedoch auch schwach.

Montag, 22.04.2019, 18:22 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 15:38 Uhr
Die Grätsche kommt zu spät: Brünninghausens Angelos Karantasiadis (l.) gegen FCG-Angreifer Tristan Niemann
Die Grätsche kommt zu spät: Brünninghausens Angelos Karantasiadis (l.) gegen FCG-Angreifer Tristan Niemann Foto: Peter Leßmann

Als hätte es das 0:8-Tore-Paket aus den letzten beiden Oberliga-Spielen nicht gegeben, drückte der 1. FC Gievenbeck gegen den FC Brünninghausen aus Dortmund auf die Tube und eroberte sich mit dem zu dünn ausgefallenen 2:0 (2:0) den fünften Saisondreier und das Ende der verheerenden Serie von 15 Partien ohne Sieg.

„Wenn es einen letzten Strohhalm gab, dann haben wir den ergriffen“, atmete Trainer Benjamin Heeke durch. Er gibt das Rennen noch nicht auf, sein Kader gleichfalls nicht. Obschon es im Club gehörig rumort wegen der ungeklärten Finanzlage, die wohl erst am 6. Mai auf der Fortsetzung der Mitgliederversammlung beleuchtet wird und zeigt, wie die mittelfristige Zukunft des Vereins werden dürfte

Die Erste hatte sich darauf eingeschworen, „alles Bisherige zu löschen“ (Heeke), und attackierte den überraschten Gast direkt ganz vorne. Tristan Niemann und Theo Töller liefen unablässig an und stifteten Unruhe, die Mittelfeldgruppe um den agilen Julian Canisius störte und zerstörte die zaghaften FC-Versuche. Mit Ball ging es zügig und schnörkellos ab. Niemann hatte schnell Szenen und traf nach starkem Anspiel von Nils Heubrock in die Tiefe aus dem Tempolauf zum 1:0 (20.). Dann setzte er Heubrock im Fünfer ein, der aus sehr spitzem Winkel traf (29.). Was für ein Gefühl, so eine Führung.

Der von Maximilian Borchmann trainierte FCB hatte nur direkt nach Wiederanpfiff eine gute Phase. „Vorher war das einfallslos“, sagte der 27-Jährige. Sein Torjäger Arif Et verzog überhastet (47.), Tim Dudda scheiterte per Freistoß (52.). Schnell genug aber war der FCG wieder im Bilde, nutzte ab der 60. Minute etliche Freiräume mit griffigen Spielzügen und legte defensive Unzulänglichkeiten des Gegners offen.

Der laufstarke Canisius vergab zweimal nacheinander gegen Keeper Azmir Alisic, Niemann wurde so gerade eben gebremst und Heubrock schob aus erneut spitzem Winkel am Tor vorbei. Mit Christian Keil, Jannik Balz und Maximilian Brüwer kamen frische Typen, die das Attackieren übernahmen. „Gefährdet waren wir nicht“, wertete Heeke. Für die sportliche Zukunft gilt das noch lang nicht. Fünf Auswärts- und zwei Heimspiele stehen bis Ende Mai noch an. FCG: Eschhaus – Gerbig, Scherr, Franke, Bergmann – Altun – Heubrock, Geisler, Canisius (77. Balz) – Töller (60. Keil), Niemann (84. Brüwer)

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