Ruder-Bundesliga: Saisonauftakt
Münster-Achter sprintet in die Saison

Münster -

18 Teams sind am Start – wie es sich für eine ordentliche Bundesliga gehört. Und Münster ist mehr als mittendrin und nur dabei. Im Vorjahr beendete der Münster-Achter die Ruder-Bundesliga auf Rang drei. Dieses Top-Ergebnis soll jetzt bestätigt werden. Los geht es am Wochenende in Duisburg.

Freitag, 10.05.2019, 17:54 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 18:08 Uhr
Achter – ausnahmsweise ohne Steuermann: In Duisburg ist Taktgeber Leo Brüggemann am Samstag allerdings an Bord, wenn der Münster-Achter in die Saison sprinten wird.
Achter – ausnahmsweise ohne Steuermann: In Duisburg ist Taktgeber Leo Brüggemann am Samstag allerdings an Bord, wenn der Münster-Achter in die Saison sprinten wird. Foto: Münster-Achter

Es liegt in der Natur dieses Sports, dass Spätstarter vom Leben, von der Konkurrenz und am Ende des Tages auch noch von der aktuellen Tabelle bestraft werden. In der Ruderbundesliga ist vom Start weg eine hohe Schlagzahl gefordert. Kein Problem für den Münster-Achter. Im Gegenteil: Schnelle Starts sind eine ausgewiesene Spezialität der Sprinter aus Münster, die in der vergangenen Saison quasi aus dem Nichts die Ruder-Bundesliga stürmten und nach der überraschenden Einordnung in die Bundesliga prompt Rang drei im Abschlusstableau belegten.

Eine Messlatte, die die Ruderer des Münster-Achters auch bei der am Samstag in Duisburg startenden Neuauflage meistern wollen. „Da wollen wir wieder hin“, sagt Teamsprecher Friedrich Tewinkel . Auch wenn die Konkurrenz in der Winterpause nicht geschlafen hat. „Im Gegenteil, das Niveau dürfte noch höher geworden sein“, erklärt Tewinkel mit Blick auf die Teilnehmerliste, in der Seriensieger Crefelder RV und der ewige Herausforderer aus Frankfurt, der Germania-Achter, zum Comeback nach einjähriger Abstinenz zurückgemeldet haben. „Mit denen wird wieder zu rechnen sein“, glaubt Tewinkel, der natürlich auch den Vorjahressieger aus Berlin sowie den amtierenden Deutschen Meister aus Minden wieder auf dem Zettel hat.

Aber auch das Joint Venture des RV Münster und des ARC Münster geht gut vorbereitet in die Saison, die in diesem Jahr Finale und Höhepunkt auf dem heimischen Aasee feiern wird. Der Münster-Achter will und wird wieder auf seine bewährten Tugenden bauen, die Tewinkel in der Kurzfassung so beschreibt: „Wir rudern viel, gut und schnell.“ Das ganze aus einem starken Kollektiv mit einer tiefen Besetzung auf hohem Niveau.

Gleich zum Auftakt allerdings stößt der große Kader an seine Grenzen. Gerade einmal neun Ruderer haben sich beim Ligastart im Rahmen der Internationalen Wedau-Regatta startbereit gemeldet – unter den zahlreichen Absagen auch die des prominenten Neuzugangs: Henri Schwinde, der seine Ambitionen im Bereich der klassischen 2000-Meter-Ruderer zugunsten des Studiums heruntergeschraubt hat und künftig im Team die 350 Meter lange Kurzstrecke in Angriff nehmen will, muss mit einem Wadenbeinbruch passen. Dennoch sind die neun Männer an den Riemen nebst Steuermann Leo Brüggemann zuversichtlich, schon zum Saisonauftakt in Duisburg eine erste Duftmarke setzen zu können.

Besetzung in Duisburg: Jan Sauer, Christoph Koebe, Paul Diletti, Max Wagner, Likas Frederichs, Mika Kohout, Johannes Mersmann, Martin Schröder, Matts Flottmann, Fabian Kossow, Jonathan Reitenbach, Benedict Anthony, Florian Marchand und Steuermann Leo Brüggemann.

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