Mit Heimsieg den Aufstieg des KSC verhindern
Preußen sind heiß wie Frittenfett

Münster -

Das Hinspiel ging deutlich an den Karlsruher SC, jetzt hat der SC Preußen Münster die Chance auf eine Revanche. Und dabei könnten die Adlerträger vor heimischem Publikum dem KSC sogar die Aufstiegsparty vermiesen.

Freitag, 10.05.2019, 20:15 Uhr aktualisiert: 11.05.2019, 10:20 Uhr
Voller Einsatz gefordert – wie hier bei Fabian Menig (vorn) und Sandrino Braun (rechts)
Voller Einsatz gefordert – wie hier bei Fabian Menig (vorn) und Sandrino Braun (rechts) Foto: Jürgen Peperhowe

Nicht einen Augenblick erweckte Trainer Marco Antwerpen den Eindruck, dass er am Samstag auch nur ein Fitzelchen von irgendetwas an den Karlsruher SC zu verschenken habe. 24 Stunden vor dem letzten Heimspiel der Saison, dem vorletzten Punktspiel des Fußball-Drittligisten, zeigte sich der 47-Jährige messerscharf und ambitioniert: „Wir sind der unangenehmste Gegner, den der KSC bekommen kann.“

Peng, das saß. Antwerpen blickt auf eine Hochphase seines Teams in den letzten Wochen zurück, elf Punkte aus fünf ungeschlagenen Begegnungen sind für ihn der Beleg, dass seine Männer diese Spielzeit nicht gerade „lariafari“ ausklingen lassen wollen. Und: „Wir sind gewillt, auf Sieg zu spielen.“

SC Preußen Münster: Interview mit Malte Metzelder

Während andere Mannschaften aus dem letzten Loch pfeifen, hat der SCP noch einmal Aufwind unter die Adlerschwingen bekommen. Außerdem, so Antwerpen: „Seitdem wir mit der Raute im Mittelfeld antreten, sind wir spielerischer und dynamischer unterwegs.“

SC Preußen Münster: Interview mit Kobylanski und Klingenburg

Und da wären noch zwei Dinge, die für den SCP zusätzliche Motivationsspritzen sind. Wenn möglich, dann möchte man eben nicht Augenzeuge der Karlsruher Aufstiegsfeierlichkeiten sein, das wäre „nicht so angenehm“, wie Antwerpen sagt. Zudem geistert noch die 0:5-Klatsche aus dem Hinspiel durch die Hirnwindungen einiger Preußenspieler.

Gute Punkteausbeute möglich

Ole Kittner sah die Rote Karte, Schiedsrichter Sven Jablonski lag praktisch mit jeder schwierigen Entscheidung falsch, zudem hinterließen die verbalen Scharmützel nach Spielschluss Spuren. Also, kurze Rede: Die Preußen sind heiß wie Frittenfett auf den KSC.

So ganz nebenbei würde der SCP mit einem Sieg die zweitbeste Punktausbeute in acht Saisons in der 3. Liga verbuchen können – nur die 72 Zähler von Pavel Dotchev aus der Serie 2012/13 sind nicht mehr erreichbar.

Marco Antwerpen zum anstehenden Spiel gegen die Karlsruher SC

Personell wird der SCP nicht überraschen, die siegreiche Mannschaft aus Halle (2:1) genießt höchstes Vertrauen. Münster: Schulze Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Braun – Klingenburg, Rodrigues Pires – Kobylanski – Dadashov, Heinrich.

► Der 23 Jahre alte Flügelstürmer Lucas Cueto hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2021 verlängert. Cueto war 2017 vom FC St. Gallen gekommen und kommt auf 32 Drittliga-Partien (4 Tore). „Wir glauben weiter fest an Lucas und wollen den Weg mit ihm weitergehen, um sein Potenzial vollends auszuschöpfen. Er bringt mit seinen Stärken alles für einen Flügelspieler mit“, sagte Sportchef Malte Metzelder. Nach dem Fortgang von Dominik Lanius hat der SCP damit 15 Spieler unter Vertrag für die neue Saison.

Gegner-Check

Ausgangslage: Ganz einfach ist das, wenn Wehen Wiesbaden gegen Osnabrück verliert, steigt Karlsruhe auf. Gewinnt der KSC in Münster, steigt Karlsruhe aus. Für den Fall der Fälle kann der KSC auch gegen Halle am letzten Spieltag alles klarmachen.

Personal: Der Münsteraner Marc Lorenz (gesperrt) fehlt – beim KSC. Sonst alles gleich.

Trainer: Alois Schwartz (52) trat elfmal als Coach vom KSC, RW Erfurt und 1. FC Kaiserslautern II gegen den SCP an, die Bilanz ist ausgeglichen mit vier Siegen, vier Niederlagen und drei Remis.

Kuriosum: Die KSC-Spieler sind nur die Nebendarsteller, aber vielleicht laufen sie einem Rückstand hinterher und „zwingen“ SCP-Torwart Max Schulze Niehues zum Zeitspiel. Dann könnte es eine Gelbe Karte für den „Max“ geben – und die Spielsperre nach der fünften gelben Karte in dieser Saison. Rekordverdächtig für einen Tormann. 

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