Tennis: 2. Damen-Bundesliga
Der TC Union Münster nimmt Anlauf zu Klassenerhalt Nummer sechs

Münster -

Der TC Union Münster ist mittlerweile Stammgast in der 2. Bundesliga Nord. Nach dem Aufstieg 2013 glückte fünfmal der Klassenerhalt, der auch in der am Sonntag für den TCU beginnenden Saison das Ziel ist. Erfahrungen, wie man den Liga-Verbleib schafft, haben die Münsteranerinnen ja genug gesammelt.

Donnerstag, 16.05.2019, 14:06 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 17:38 Uhr
Franziska Etzel und der TC Union wollen sich in der 2. Bundesliga erneut den Klassenerhalt sichern.
Franziska Etzel und der TC Union wollen sich in der 2. Bundesliga erneut den Klassenerhalt sichern. Foto: Wilfried Hiegemann

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren feierte der TC Union Münster seine Zweitliga-Premiere. Eine misslungene, mit 1:8 unterlag der damalige Neuling beim arrivierten Club an der Alster in Hamburg. „Ist das Tennis-Unterhaus doch eine Nummer zu groß?“, kam damals schnell die Frage auf. Doch alle Pessimisten widerlegte der TCU, seit 2014 folgte ein Klassenerhalt auf den nächsten. Und so geht Union am Sonntag (11 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den TC 1899 BW Berlin in seine sechste Zweitliga-Saison. „Das ist schon außergewöhnlich für einen so kleinen Verein“, sagt Trainer Thomas Heilborn .

Große Sprünge konnte sich das Team von der Steinfurter Straße auch diesmal nicht erlauben, der Kader ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch. Die Südafrikanerin Chanel Simmonds steht zwar noch auf der Meldeliste, will aber keine Mannschaftsspiele mehr bestreiten. Dafür soll Nastja Kolar , die 379 der Weltrangliste aus dem slowenischen Celje, in den wichtigen Partien gegen die Mitkonkurrenten für die Punkte an Position eins sorgen. Mit dem THC Horn und Hamm aus Hamburg (26. Mai, auswärts), dem Lintorfer TC (2. Juni, auswärts) und dem RTHC Bayer Leverkusen (8. Juni, daheim) hat Heilborn ein Trio ausgemacht, das er zu gerne hinter sich lassen würde. „Mit dem üblichen Vorbehalt, wer bei den Gegnern dann auch spielt, sind das wohl unsere Konkurrenten. Berlin zumindest ist es nicht“, meint Heilborn.

Der TC 1899 Blau-Weiß, der bereits am Freitag gegen Horn und Hamm in die Saison startet, gehört mit dem Bundesliga-Absteiger Club an der Alster zu den Top-Teams der Klasse – und verpasste im Vorjahr dem TC Union ein sattes 8:1. Marina Melnikova, Stephanie Wagner, Vivian Heise oder Anna Klasen stehen für eine Menge Qualität, die auch Syna Goellner-Schreiber (Ehefrau von Davis-Cup-Sieger Marc-Kevin Goellner) oder die frühere Nummer eins der Doppel-Weltrangliste, Kveta Peschke, haben. „Berlin hat eine starke Truppe. Aber wir werden alles reinhauen“, erklärt Heilborn.

Ohne Kolar, die in Asien auf Turnierreise ist, aber mit Melanie Klaffner – die Österreicherin geht bereits in ihr drittes Union-Jahr – sowie mit Franziska Etzel, Manon Kruse, Ria Dörnemann, Tina Kötter und wohl mit dem jungen Neuzugang Leandra Nizetic (Jahrgang 2003) will Union einen passablen Aufgalopp schaffen.

Ein schweres Unterfangen angesichts der Berliner Klasse. Aber wie man mit einer misslungenen Premiere umgeht, hat Union ja bereits bewiesen.

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