Fußball: 3. Liga
Preußen verpflichten Routinier Schauerte aus Belgien für die rechte Seite

Münster -

Einen richtig erfahrenen Rechtsverteidiger präsentierten die Preußen am Donnerstagnachmittag. Julian Schauerte, der 171 Zweitliga-Partien bestritt, unterschrieb für zwei Jahre. Er kommt aus Belgien vom KAS Eupen.

Donnerstag, 06.06.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 17:28 Uhr
Julian Schauerte (r.) und sein künftiger Kollege Philipp Hoffmann
Julian Schauerte (r.) und sein künftiger Kollege Philipp Hoffmann Foto: Jürgen Peperhowe

Den 21. April 2012 hat auch Julian Schauerte nicht vergessen. Gemeinsam mit Ole Kittner stieg er damals in Diensten des SV Sandhausen in die 2. Bundesliga auf. Das alles geschah an der Hammer Straße. Gespielt hat der inzwischen 31-Jährige dort seitdem nicht mehr. In Kürze aber wird sich das ändern. Denn Schauerte darf sich auf ein Wiedersehen mit Kittner freuen. Er wird der neue Rechtsverteidiger des SC Preußen und gleichzeitig Nebenmann des Abwehrchefs. Mit seinem Vertrag bis 2021 unterzeichnete er zugleich sinnbildlich eine Leader-Aufgabe. „Er hat richtig Bock auf diese Führungsrolle“, sagt Sportchef Malte Metzelder. „Und er ist ein ähnlicher Typ wie Ole.“ Was grundsätzlich positiv klingt, denn der gleichaltrige Innenverteidiger ist so etwas wie der Vater der Kompanie und Kaderältester.

Mit Schauerte haben die Adler so etwas wie den Königstransfer getätigt. 171 Zweitliga-Partien (drei Treffer, 18 Vorlagen) für Fortuna Düsseldorf und Sandhausen sowie 101 Drittliga-Spiele für die Hardtwälder (zwei Tore, vier Assists) zeugen von viel Erfahrung. Bei den Rheinländern war er lange Jahre Stammkraft, stieg mit ihnen auch in die Bundesliga auf, war da allerdings nur noch zweite Wahl und wechselte im vergangenen Sommer in die erste belgische Liga zu KAS Eupen , wo er in nur acht Pflichtspielen aber nicht glücklich wurde. Der gebürtige Sauerländer (Lennestadt) genoss seine fußballerische Ausbildung bei Bayer Leverkusen, dort war er bis 2009 am Ball.

Die Preußen dürfen sich auf einen Flügelspieler mit Vorwärtsdrang freuen. Zudem haben sie mit der Verpflichtung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens einen hochwertigen Ersatz für den bisherigen Leistungsträger Fabian Menig gefunden und zweitens einen erfahrenen Mann ins Boot geholt, der seine jungen Kollegen anleiten kann und möchte. Zur Debatte standen für die rechte Seite der Viererkette auch Dominik Ernst (bisher Fortuna Köln), der am Mittwoch bei Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg zusagte, und Ex-Preuße Lennart Stoll, der erst vor einem Jahr zu Regionalligist SSV Ulm gewechselt war und auch aus Studiengründen dort bleibt.

Schauerte, der notfalls auch auf der linken Seite, vor der Abwehr und etwas offensiver spielen kann, freut sich merklich auf den neuen Club: „Ich wollte nach einem Jahr in Belgien zurück nach Deutschland und hatte sehr gute Gespräche. Als neuer Spieler muss man sich erst einmal einfinden in die neue Truppe, aber mit meiner Erfahrung möchte ich natürlich auch vorangehen. Das wird eine spannende Zeit.“ Metzelder ergänzt: „Julian wird in unserer neu formierten Mannschaft unmittelbar funktionieren. Er soll auch Anker für die jüngeren Spieler sein und hat uns sofort signalisiert, dass er große Lust darauf hat."

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