Fußball: 3. Liga
Mit Mekonnen ist das Preußen-Mittelfeld dicht

Münster -

Am Ende ging es zwar schnell, für das erste Training der Vorbereitung reichte es aber nicht. Naod Mekonnen wechselt aus der U 19 von RB Leipzig zu Preußen Münster. Als Perspektivspieler, aber auch mehr. „Es liegt an ihm. Ich würde mich freuen, wenn er schnell reift“, so Trainer Sven Hübscher.

Mittwoch, 12.06.2019, 20:44 Uhr
Cooler Typ: Naod Mekonnen 
Cooler Typ: Naod Mekonnen  Foto: Jürgen Peperhowe

Mitmischen durfte Naod Mekonnen am Mittwoch noch nicht. Wäre vielleicht auch etwas viel gewesen nach einem langen und anstrengenden Tag. An dem ging es zum Schluss ganz schnell. Der 19-Jährige, der zuletzt in der A-Jugend von RB Leipzig spielte, ist der vermutlich drittletzte Neuzugang des SC Preußen . Er steigt am Donnerstag ein, komplettiert das Mittelfeldangebot des Drittligisten und unterzeichnete einen Vertrag bis 2021. „Ich würde mich als klassischen Box-to-Box-Spieler bezeichnen“, sagt er. Zwischen den Strafräumen liegt sein Wirkungskreis. In moderner Fußballsprache heißt das so. Achter werden diese Typen im Zen­trum auch gerne genannt.

„Ich bringe viel Tempo und Dynamik mit, verteidige aggressiv. Das ist ja ein Muss bei RB. Akzente nach vorne kann ich auch setzen“, so Mekonnen, der auch äthiopische Wurzeln hat, aber in Deutschland geboren wurde und nebenbei die angolanische Staatsbürgerschaft besitzt. Weil die Sachsen die Reserve längst abgeschafft haben, war er auf Club­suche. Auch eine Leihe stand zur Debatte. Münster war letztlich „eine tolle Option“, sagt er. „Mannschaft und Trainer sind jung. Ich hörte, dass es eine tolle Stadt ist, eine Stadionführung habe ich schon mal erhalten.“ Ein ganz wichtiger Grund für ihn hat aber mit Sport gar nichts zu tun. Der Youngster, der viele Einheiten beim Bundesliga-Team bestritt und Leistungsträger der A-Junioren in Leipzig war, möchte ein Studium aufnehmen. „Das ist mir und meinen Eltern total wichtig. Als Fußballer hat man schon viel Freizeit. In der letzten Saison hat mir da etwas gefehlt. Auch darauf freue ich mich.“ Zunächst steht aber die Vorbereitung im Fokus. „Wenn ich den Rasen sehe, wie die Jungs darauf kicken – da bin ich richtig heiß.“

Sportchef Malte Metzelder ist erst mal „super happy“, dass der Kader zu über 90 Prozent steht. Nur ein Linksverteidiger und ein Stürmer fehlen noch. „Ich glaube, dass wir inzwischen ein guter Standort für junge Profis sind“, sagt der 37-Jährige. Mekonnen bezeichnet er als „spannenden Spieler“, dessen Verpflichtung auch perspektivisch zu betrachten ist. „Wir werden ihm die nötige Zeit geben. Er ist ja erstmals von zu Hause weg. Uns war wichtig, dass wir auch auf dieser Position einen U-23-Akteur holen.“ Metzelders Sommer-Arbeitszeugnis liest sich bislang sehr gut.

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