Tennis: 2. Bundesliga
Union-Trainer Heilborn: „Werden nicht daran zerbrechen“

Münster -

Noch immer ärgert sich Thomas Heilborn, Trainer der Tennis-Damen des TC Union Münster, über den unglücklichen Abstieg aus der 2. Bundesliga. Er sieht die Situation aber auch als Chance, die Mannschaft zu verjüngen und neu aufzustellen.

Dienstag, 18.06.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 16:57 Uhr
Franziska Etzel und der TC Union Münster verpassten den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga nur knapp. Ob Unions Nummer drei auch in der Regionalliga an der Steinfurter Straße aufschlagen wird, ist noch offen. Der Kern des TCU-Kaders aber wird bleiben.
Franziska Etzel und der TC Union Münster verpassten den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga nur knapp. Ob Unions Nummer drei auch in der Regionalliga an der Steinfurter Straße aufschlagen wird, ist noch offen. Der Kern des TCU-Kaders aber wird bleiben. Foto: fotoideen.com

Die Enttäuschung über den sportlich verpassten Klassenerhalt nagt auch gut eine Woche nach dem Abschluss der Zweitliga-Saison noch an Trainer Thomas Heilborn (rundes Foto). Zwar gibt es weiter Anzeichen, dass das Tennis-Unterhaus zur Spielzeit 2020 um ein Team auf dann acht Mannschaften aufgestockt wird und der TC Union Münster so doch noch nachträglich Zweitligist bleiben könnte. Die Umstände aber, die zum Abstieg des TCU führten, ärgern Coach wie Spielerinnen immer noch.

Es war eine Verkettung von unglücklichen Umständen, die am finalen Doppelspieltag der Bundesliga und der 2. Bundesliga Nord dazu führten, dass Münster schließlich den fünften und drittletzten Rang einnimmt – eine Platzierung, die in der Regel für den Klassenerhalt reicht. Ausnahme: Es steigen zwei aus dem Bereich der Nordstaffel ab. Und eben dies passierte, neben dem DTV Hannover erwischte es auch den TK BW Aachen, der um einen Matchpunkt schlechter als der TEC Waldau Stuttgart einlief. „Da sind in der Bundesliga viele Dinge gegen Aachen und damit auch gegen uns gelaufen, auch was die Aufstellungen einiger Mannschaften am letzten Spieltag angeht“, sagt Heilborn. „Da hab ich schon einen Hals. Allerdings haben wir auch ein paar Sachen selber verschuldet – und wir können nicht alles auf andere schieben“, erklärt Heilborn.

Dabei denkt der Coach an das 4:5 beim THC von Horn und Hamm, als Union in Person von Manon Kruse sowie Tina Kötter Matchbälle vergab. Mit diesem Sieg, der ohne Nastja Kolar – die Slowenin war trotz eines gültigen Vertrags auf Turnierreise in Asien – eingefahren worden wäre, hätte es für die Rettung gereicht. Wie auch mit einem 6:3 statt des 5:4 gegen den RTHC Bayer Leverkusen, als Ria Dörnemann/Kötter im Doppel durchaus gute Chancen auf den sechsten Punkt hatten. „Es sind unter dem Strich aber zu viele Wäre und Hätte. Wir können nicht zu 100 Prozent zufrieden sein, auch wenn die Leistung der Spielerinnen in diesem Jahr wirklich durch die Bank gut war“, sagt Heilborn.

Sollte nun tatsächlich der Gang in die Regionalliga (Heilborn: „Dafür planen wir nun erstmal.“) anstehen, wäre es für den Club von der Steinfurter Straße kein allzu großes Drama. Der Kern der Mannschaft wird bleiben, auch ein Großteil der Sponsoren und Gönner halten dem Verein wohl die Treue. Und der Zuspruch, intern wie extern, ist weiter hoch – dies zeigten nicht nur die Zuschauerzahlen von bis zu 300 pro Heimspiel. „Wir sind vor zehn Jahren mal in die Verbandsliga abgestiegen und sind daran nicht zerbrochen. Und das wird auch diesmal nicht passieren. Ich sehe den Fall des Abstiegs auch als Chance, sich etwas anders aufzustellen und das Team zu verjüngen.“ Wir blic­ken optimistisch nach vorn, sagt Heilborn, der in diesem Sommer mit Leandra Nizetic und Nele Niermann zwei Youngster Zweitliga-Luft schnuppern ließ.

Am 18. Mai 2014 hatte das Abenteuer 2. Bundesliga für den TCU begonnen – mit einem 1:8 beim Club an der Alster, bei dem sich Union mit eben diesem Ergebnis nun auch verabschiedete. Der Kreis scheint sich nach sechs Zweitliga-Saisons zu schließen. Oder doch nicht?

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