Fußball: 3. Liga
Keine Angst vorm schwarzen Mann beim SC Preußen Münster

Wageningen -

Er ist ein stiller Beobachter. Malte Metzelder, Sportdirektor des SC Preußen Münster, arbeitet gerne im Hintergrund. Auch im Trainingslager in Wageningen liebt er es, abseits des Feldes seinem Job nachzugehen.

Sonntag, 30.06.2019, 19:58 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 20:49 Uhr
Knopf im Ohr, das Handy in der Hand: Sportdirektor Malte Metzelder regelt die Geschäfte abseits des Feldes.
Knopf im Ohr, das Handy in der Hand: Sportdirektor Malte Metzelder regelt die Geschäfte abseits des Feldes. Foto: Jürgen Peperhowe

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? – Niemand! – Und, wenn er kommt? – Dann laufen wir. Das gute, alte Kinderspiel funktionierte auch im Trainingslager des SC Preußen Münster wie in besten Kindergartenzeiten. Als Sportdirektor Malte Metzelder auf den Trainingsplatz kam, trotz gut 25 Grad im Schatten komplett in schwarz gekleidet, kam Bewegung in die Mannschaft auf dem Platz. Zufall? Schon, weil Konditionstrainer Tim Geidies just den Marschbefehl gegeben hatte, als Metzelder als stiller Beobachter dazustieß. Angst muss in Münster niemand vor dem Geschäftsführer Sport haben, Metzelder regelt seine Dinge sachlich und unauffällig zurückhaltend im Hintergrund. Er wahrt während des Trainings den Abstand, zieht sich immer wieder mit dem Knopf im Ohr an ein ruhiges Plätzchen zurück und regelt die Geschäfte.

Im internen Zirkel dagegen ist der 37-Jährige ganz dicht dran, hat ständigen Kontakt zu Trainer Sven Hübscher und seinem Team. Die bewährten Kräfte im Team kennt er, mit allen neuen hat er in der Bewerbungsphase ausführlich gesprochen. Metzelder war in der vergangenen Spielzeit immer wieder auch am Spielfeldrand der U 23 zu finden. Kein Wunder, dass immer wieder Schützlinge aus der Oberliga-Reserve beim Training der ersten Mannschaft auftauchen. Fabian Kerellaj und Loris Deiters waren während der kompletten Vorbereitung mit dabei, Marius Mause mit im Trainingslager in den Niederlanden. „Das ist unser Prinzip und das werden wir auch künftig so halten, Spielern, die sich gut entwickeln auch mal die Möglichkeit zu geben, oben bei den Profis mitzutrainieren“, sagt Metzelder – ohne Druck, ohne Verpflichtung. „Wir werden diese Spieler nicht unter Druck setzen. Sie sollen sich bei uns in aller Ruhe entwickeln.“

Zwei Positionen sind im Team noch vakant: „Eine Offensivkraft und ein Defensiver, der hinten links Niklas Heidemann Konkurrenz machen soll“, so Metzelder. Die Jungs aus der Oberliga-Reserve kommen dafür (zunächst) nicht infrage, Probespieler waren aber ebenfalls nicht geladen. „Wir sind sehr klar in unseren Vorstellungen, wen wir noch brauchen. Da macht es keinen Sinn, Spieler ins Trainingslager zu holen, die wir überhaupt nicht kennen. Hier geht es darum, sich untereinander kennenzulernen. Es ist ganz wichtig, dass sich Hierarchien in der Mannschaft entwickeln. Da würden Probespieler nicht wirklich helfen.“

Knappe drei Wochen der Vorbereitung und drei Härtetests stehen bis zum Saisonstart noch aus. Bis dahin könnte sich im Kader durchaus noch etwas tun. „Wir haben da unsere Ideen“, sagt der Mann in schwarz – Angst um die Preußen braucht niemand zu haben.

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