Tennis: Internationales Jugendturnier
Großes Tennis zwischen Court und Hüpfburg

Münster -

Großes Tennis von kleinen Menschen: Beim THC Münster sind aktuell die Stars von Morgen am Ball. Sie kommen aus aller Welt – und dennoch steckt ganz viel Münster in dem Turnier um den Bärchen-Cup.

Montag, 01.07.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 19:34 Uhr
Gruppenbild mit Bärchen: Hochklassiges Tennis in familiärer Atmosphäre – bis zu den Finalspielen am Samstag haben die besten Nachwuchs­spieler aus aller Welt das Kommando beim THC Münster übernommen.
Gruppenbild mit Bärchen: Hochklassiges Tennis in familiärer Atmosphäre – bis zu den Finalspielen am Samstag haben die besten Nachwuchs­spieler aus aller Welt das Kommando beim THC Münster übernommen. Foto: Sebastian El-Saqqa

Wenn der Bus mit den Bärchen auf der Wiese parkt und der Parkplatz zum Campingplatz umfunktioniert wird, dann ist es Zeit für den Bärchen-Cup beim THC Münster. Zum fünften Mal seit 2015 treffen sich ambitionierte Nachwuchsspieler aus aller Welt, um sich am Dingbängerweg das erste internationale Lorbeer zu erspielen.

Für die jungen Aktiven ein attraktives Entwicklungsturnier auf dem Weg zur Traumkarriere, für Veranstalter und Organisatoren einmal mehr eine große logistische Herausforderung. „Aber es lohnt sich immer wieder“, betont Natalie Leppen . Acht lange Monate der Vorbereitung liegen hinter dem Organisationsteam der Tennisakademie Best-of-five, ehe jetzt endlich die insgesamt 96 Spielerinnen und Spieler – je 48 Mädchen und Jungen – für eine Woche das Kommando auf den Plätzen des THC übernehmen dürfen.

Allesamt hoch talentierte Kinder unter zwölf Jahren, die in Münster die perfekte Mischung zwischen Hochleistung und Tiefenentspannung vorfinden. Nach den umkämpften Matches auf den Courts geht es direkt weiter auf die Hüpfburg oder an den Kicker, wo auch die Tränen der Enttäuschung etwas schneller trocknen und Sieger und Verlierer wieder zu Kindern werden. „Das ist eine super Symbiose“, sagt Hauptsponsor Hans-Ewald Reinert , „und das wird jedes Jahr besser.“

Die familiäre Atmosphäre auf den Plätzen des THC lockt nicht nur die Top-Spieler aus aller Welt, in der aktuellen Auflage dürfen auch drei Münsteraner ein wenig den Duft der großen weiten Tennis-Welt schnuppern: Leo Weishaupt (TC Union Münster), Benno Scherer (THC Münster) und Matthis Timm (1. TC Hiltrup) hatten zwar jeweils nur einen kurzen Auftritt in der Qualifikation, schlugen sich aber gegen die starke Konkurrenz mehr als achtbar. „Es ist toll für sie zu sehen, dass sie da so gut mithalten können“, sagt Dirk Leppen, „eine tolle Erfahrung.“

Wesentlich mehr Aufwand betrieb Manuela Filardi Louza Vieira. Die junge Brasilianerin hatte die mit Abstand weiteste Anreise – und musste ebenfalls nach nur einem Match wieder die Segel streichen. Ein klarer Fall für die Hüpfburg: Die Spielerin, die mit Trainer und Vater angereist ist, hängt noch drei Tage dran, trainiert weiter beim THC, ehe sie bei einem weiteren von ins­gesamt elf internationalen Turnieren in Deutschland antritt – weil es ihr in Münster so gut gefällt.

Deborah Döring, bis vor vier Wochen noch Zweitliga-Spielerin für den TC Union, ist als Physiotherapeutin vor Ort, THC-Spielerin Dr. Christa Nolte hat ihre Praxis für Notfälle geöffnet. Am Mittwoch sind münsterische Grundschulen zum Kids-Cup auf der Anlage, am Donnerstag steigt das Charity-Turnier zugunsten der Organisation „Lichtstrahl Uganda“, die von der Münsteranerin Heike Rath mit viel Hingabe und Leidenschaft geleitet wird. Es steckt enorm viel Münster in diesem Turnier. Selbst Reinert ist Mitglied beim THC – allerdings hat seine Münster-Liebe auch ihre Grenzen: Am vergangenen Wochenende schaffte Reinert mit seinem Heimatclub Tennispark Versmold den Aufstieg in die Ü-50-Westfalenliga, mit einem Sieg gegen die Zweitvertretung des THC Münster...

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