American Football: Oberliga
Mammuts mit dem besseren Ende gegen starke Blackhawks

Münster -

Wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten: Drum schallte am späten Sonntagnachmittag die dröhnende Mammutlache über die Sportanlage am Schiffahrter Damm. Zwei Minuten vor dem Spielende sicherten sich die Mammuts den Derbysieg gegen starke Blackhawks.

Sonntag, 07.07.2019, 20:32 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 21:12 Uhr
Das Ei der Begierde: Mammuts und Blackhawks schenkten sich nichts in diesem prestigeträchtigen Derby in der Oberliga.
Das Ei der Begierde: Mammuts und Blackhawks schenkten sich nichts in diesem prestigeträchtigen Derby in der Oberliga. Foto: fotoideen.com

Vor fünf Jahren begann Tim Remmerbach seine Karriere bei den Münster Mammuts. Als blutiger Anfänger legte der damals 16-Jährige in der Jugend los, wurde alsbald Stammspieler und schaffte mit seiner Truppe den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga. „Mit Mühe haben wir damals die Klasse gehalten“, erinnert er sich. „Aber immerhin.“ Ihn hat es inzwischen nach Göttingen verschlagen, wo er BWL studiert. Sportlich hielt er den Kontakt nach Münster, sah aber immer mehr ein, dass Training in Göttingen und Spiel für Münster nicht wirklich zusammenpassten. Also folgte er dem Lockruf der Hildesheim Invaders und ist seit zwei Jahren Bundesligaspieler. Aktuell nimmt er mit seinem Team den zweiten Platz ein, „weil wir unser einziges Spiel unglücklich in Braunschweig verloren haben“. Am Sonntag schaute er bei seinen alten Kameraden vorbei und war immer noch mit ganzem Herzen bei der Sache.

Am Ende durfte sich Tim Remmerbach mit den Mammuts über einen hart erkämpften, aber letztlich verdienten 9:7-Erfolg gegen den Lokalrivalen Blackhawks freuen. „Derbysieger, Derbysieger“, skandierte die Mannschaft bei ihrem Freudentanz, und Tim Remmerbach freute sich mit.

American Football: Das Münsterderby – Mammuts gegen Blackhawks

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  • Ganz in rot: Die Mammuts sorgten für Farbe im Derby – aber auch das Schwarz der Blackhawks war durchaus eindrucksvoll.

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  • Stimmung von den Rängen: Die Gästefans waren nicht zu überhören.

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  • Sportlernahrung auch am Spielfeldrand: Die Zuschauer genossen Spiel und Pommes.

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  • Noch einer ohne Helm? Ein vereinsamter Kopfschutz fand wenig später seinen Besitzer.

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  • Face to face: Mammuts und Blackhawks vor dem Zusammenstoß.

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  • Auf Augenhöhe

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  • Das erste Derby auf dem neuen Heimspielplatz der Mammuts am Schifffahrter Damm.

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  • Der Mammuts-Quarterback nimmt Maß.

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  • Stimmung bei den Anhängern, Spannung auf dem Platz.

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  • American Football ist vor allem bei den jungen Fans im Kommen.

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  • Und bei den jüngsten ...

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  • ... und einfallsreichsten Fans.

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  • Beim American Sportsday zeigten vor dem Anpfiff auch Lacrosse-Spieler, Baseballer und natürlich die jungen Cheerleader ihr Können.

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  • Kein Halten gab es bei diesem Blackhawks-Vorstoß.

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  • Gut gelaunte Fans am Spielfeldrand.

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  • Es gibt aber wichtigeres als Football, zum Beispiel den kleinen Hunger zwischendurch.

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  • Drauf gepfiffen: Mit Pauken und Trompeten wurden die Spieler am Sonntag unterstützt.

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  • Derby-Time in Münster: Die Mammuts versuchen hier den Blackhawks-Angriff zu stoppen.

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  • Als Gegenleistung für den besten Platz gab es eine kostenlose Kopfmassage.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Gleich hebt er ab: Die Mammuts verschicken das Spielgerät per Luftpost.

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  • Von wegen ausgestorben: Die Mammuts präsentierten sich quicklebendig.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Verschnaufpause für die Blackhawks

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  • Gaben die Richtung vor: Die Unparteiischen

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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  • Derby-Time: Mammuts gegen Blackhawks.

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3000 Besucher am Schifffahrter Damm

Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der vermeintliche Favorit das bessere Ende für sich hatte. Die rasche 3:0-Führung durch ein Fieldgoal von Jonas Spitzer dürfte ein Großteil der rund 3000 Besucher wohl verpasst haben, zog sich die Warteschlange der Fans vom Einlass bis hin auf den Schifffahrter Damm, und das um 15 Uhr. Immerhin dürften sie den Jubel mitbekommen haben, der von innen nach außen drang. Die Mammuts wollten gerne nachlegen und die Führung auf etwas festere Beine stellen. Aber dem stellten sich die Blackhawks entgegen, die ihrerseits ihr Heil in der Offensive suchten.

Im zweiten Viertel wurden sie belohnt, als Jan Ulrich Guetang ein Touchdown gelang, den Kicker Moritz Niederhöfer noch veredelte. 7:3 für den Gast, das war schon ein wenig überraschend. Aber die Mammuts blieben auffallend ruhig und hofften auf ihre berühmte Stärke in der Schlussphase. Diese sollte kommen, auch wenn der entscheidende Touchdown durch Johnny King erst zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang. Spitzers Kick misslang, aber 9:7 reichte auch.

Drei Fragen an ...

Sascha Krotil, Cheftrainer der Münster Mammuts nach dem knappen Derbysieg gegen die Blackhawks.

Hatten Sie sich die Aufgabe so schwer vorgestellt? Immerhin galt Ihr Team doch als klarer Favorit.

Sascha Krotil: Auch wenn mir viele das nicht abgenommen haben: Ich habe immer gewarnt. Erstens gelten im Derby immer besondere Gesetze, und zweitens sind die Blackhawks ein sehr starkes Team.

Es sah ja bis kurz vor Schluss nicht gut aus, haben Sie noch mit dem Sieg gerechnet?

Krotil: Gerechnet ist vielleicht zu viel gesagt. Gehofft aber immer. Ich kenne meine Mannschaft und weiß, dass sie nie aufgibt.

Als ungeschlagener Spitzenreiter gehen die Mammuts nun als Gejagte in die Rückrunde. Macht Sie das nervös?

Krotil: Warum? Das ist doch ein tolles Gefühl, oben zu stehen. Wir werden weiter hart arbeiten.

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„Unendlich stolz, dass ihr die Partie noch gedreht habt“

„Ich bin unendlich stolz auf euch, dass ihr die Partie noch gedreht habt“, lobte Cheftrainer Sascha Krotil seine Jungs. „Uns fehlen Stammspieler, wir haben viele Verletzte, und trotzdem sind wir ungeschlagen Oberliga-Spitzenreiter.“ Symbolisch zog er den Hut, als er seine Kappe abnahm. Gerade rechtzeitig, um die Eiswasserdusche zu kassieren. Pech für Töchterchen Liz, dass sie in diesem Moment gerade ihren Papa herzte und ebenfalls pitschnass wurde. Die Spieler konnten sie aber damit trösten, dass sie dem Geburtstagskind ein Ständchen sangen. Liz lachte wieder und ging zur Mama.

Bilar Khalil, Headcoach der Blackhawks, war ebenfalls nicht unzufrieden. „Wir haben eine starke Leistung gezeigt und gegen ein starkes Team knapp verloren.“ Und Glücksbringer Tim Remmerbach: „Für 2,50 Euro haben wir jede Menge Spannung bekommen. Alles gut.“

Verletzung

Alles gut, lautete am Ende glücklicherweise auch die Bilanz des Mammut-Spielers, der neun Minuten vor dem Schlusspfiff nach langer Verletzungsunterbrechung und mehreren Beteiligten Rettungseinheiten mit dem Krankenwagen ins Clemens-Hospital gebracht werden musste. „Es geht ihm gut“, hieß es am Ende, die Nachricht vom Last-Minute-Sieg sollte ihren Teil zur hoffentlich schnellen Erholung beitragen.

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