Triathlon: Bundesliga
Bundesligist W+F hält Wort in Tübingen

Münster -

Was für ein Erfolg: W+F Münster sicherte sich am Sonntag beim dritten Wettkampftag in der Bundesliga in Tübingen Rang fünf. Tri Finish musste sich dagegen mit Platz zehn zufrieden geben.

Sonntag, 21.07.2019, 19:08 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 09:44 Uhr
Sensationell Fünfter in Tübingen: W+F mit (von links) Cedric Osterholt, Robin Willemsen, Jonas Osterholt, Joey van’t Verlaat und Pim Venderbosch überzeugte beim dritten Wettkampf.
Sensationell Fünfter in Tübingen: W+F mit (von links) Cedric Osterholt, Robin Willemsen, Jonas Osterholt, Joey van’t Verlaat und Pim Venderbosch überzeugte beim dritten Wettkampf. Foto: W+F

Die Altstadt Tübingens trägt die Spuren einer bald neunhundert Jahre alten Historie. Ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. „Ich habe hier studiert“, sagt Martin Epkenhans . 40 Jahre ist das her. Am Sonntag kehrte der Teamchef von Weicon Tri Finish zurück an jene Stätte, die einst für viele Jahre seine zweite Heimat war. Im Rahmen des dritten Bundesliga-Wettkampfes hatte er indes kaum Zeit, tief in die Vergangenheit zurückzugehen – Priorität hatten (zunächst) seine Jungs, die nach Platz vier im Kraichgau und Rang fünf in Düsseldorf diesmal als Zehnter finishten. „In Ordnung“, so der kurze Kommentar von Epkenhans. Richtig einen raus haute Stadt-Rivale W+F. Fünfter wurde die motivierte Meute von Patrick Hoffmann und Kai Hesterwerth, die den Laden zusammenhalten. „Wir sind super glücklich und haben Wort gehalten“, freute sich Hoffmann riesig. War er es doch, der im Vorfeld getönt hatte: „In den letzten beiden Rennen laufen wir traditionell nach vorne.“ Beeindruckend, wie das funktionierte. Münster kann 1. Liga – das gleich doppelt.

Ohne die verletzten Paul Völker und Eric Bennemann stürzte sich Wasser und Freizeit auf die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). Die Brüder Jonas und Cedric Osterholt sowie Robin Willemsen gehörten zu den Top Ten, die aus dem Neckar kletterten. Die Grundlage für die gute spätere Platzierung. Bester Dreikämpfer war Jonas Osterholt auf Rang 17 (57:20 Minuten). Robin Willemsen (28./57:48), Joey van’t Verlaat (34./57:59), Cedric Osterholt (42./58:17) und Pim Venderbosch (46./58:33) folgten. „Es war hart, gerade die finalen Runden beim Laufen haben die Jungs auf eine echte Probe gestellt. Hoch und runter ging es, dazu das gewöhnungsbedürftige und technisch anspruchsvolle Kopfsteinpflaster – da musst du als Athlet bis zum Schluss die Konzentration hoch halten“, lobte Hoffmann, der auf dem Rückweg im Bulli Platz hatte. Die beiden Osterholts verabschiedeten sich gen Stützpunkt im Saarland, Venderbosch macht in den Vogesen Urlaub. Ein überschaubares Trüppchen, das sich auf die gut sechsstündige Heimfahrt nach Westfalen machte.

Auseinander drifteten auch die Tri Finisher, die seit jeher Ausdauerhelden aus aller Herren Länder zu ihrem Kader zählen. So zog es Idan Apsimon (Israel), Oscar Gladney Rundqvist (Dänemark) und Marco Akershoek (Niederlande) zügig heimwärts. Als Vierter im Gesamtklassement war der ambitionierte Tross nach Baden-Württemberg gereist. Mit Blick auf das Treppchen. Nach Platz zehn in Tübingen rutsche Tri Finish auf Platz fünf ab. Kein Beinbruch, zumal beim letzten Event in Berlin noch alles drin ist.

Stark: Apsimon, der 15. wurde (57:13 Minuten). Der Abstand auf Georg Leidhold (40./58:11), Yannic Stollenwerk (41./58:14), Rundqvist (51./58:47) und Akershoek (54./58:58) war deutlich. „Klar haben wir uns mehr erhofft“, bilanzierte Epkenhans. „Aber wir haben nach wie vor gute Chancen auf das Podium“, ließ er selbstbewusst durchblicken. Es wäre die beste Platzierung für Tri Finish seit dem Aufstieg ins Oberhaus (2012).

Epkenhans seilte sich übrigens am Abend ab – mit seiner Frau. Die beiden machen noch ein paar Tage Urlaub in Tübingen. Der guten alten Zeiten wegen. „Ich werde in Studien-Erinnerungen schwelgen“, sagt er – und lässt Geschichte nochmals lebendig werden.

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