Fußball: 3. Liga
Preußen Münster will im Heimdebüt gegen Jena auch mal flanken

Münster -

Wo die Preußen stehen, wissen sie immer noch nicht richtig. Mithalten können sie, das zeigte das 1:1 beim TSV 1860 München zumindest in Ansätzen. Im ersten Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena ist der Druck aber am Samstag ungleich größer.

Freitag, 26.07.2019, 14:34 Uhr aktualisiert: 26.07.2019, 15:52 Uhr
Heinz Mörschel (r.) hofft auf sein erstes Ligator für Preußen.
Heinz Mörschel (r.) hofft auf sein erstes Ligator für Preußen. Foto: Jürgen Peperhowe

Ganz Deutschland stöhnt und schnauft. Wenn schon der Fußweg zum Bäcker, ein paar Minuten Gartenarbeit oder das aufgeheizte Schlafzimmer bei den aktuellen Temperaturen zu Schweißausbrüchen führen, dann kann sich jeder in etwa ausmalen, was 90 Minuten Fußball in der prallen Sonne bedeuten. Dass es nicht mehr 40, sondern eher 33 oder 34 Grad sein werden, wenn Preußen Münster am Samstag (14 Uhr) zum ersten Heimspiel der Drittliga-Saison gegen Carl Zeiss Jena bittet, ist keine nennenswerte Erleichterung für die Kicker – und die Fans auf den schattenlosen Stehrängen.

Die Anhänger werden mit zusätzlicher Abkühlung versorgt, und auch für die Spieler gibt es Trinkpausen. „Es ist ein Drahtseilakt“, sagt Coach Sven Hübscher, der am Donnerstag schon um 9 Uhr und am Freitag „kurz und knapp“ zur Anstoßzeit trainieren ließ. „Wir müssen ja auf die Wärme vorbereitet sein. Die Regeneration ist aber auch wichtig, genau wie die Ernährung. Keiner sollte nachmittags sechs Stunden im Freibad liegen. Macht aber auch niemand.“

Kader von Preußen Münster - Saison 2019/20

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  • Die Neuzugänge des SCP -

    hintere Reihe v.l.: Heinz Mörschel, Joel Grodowski, Fridolin Wagner, Luca Schnellbacher, Marcel Hoffmeier, Maurice Litka, Coach Sven Hübscher

    - vordere Reihe v.l.: Okan Erdogan, Dominik Klann, Nico Brandenburger, Naod Mekonnen, Seref Özcan und Julian Schauerte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann

    Noch konkurrenzlos auf der linke Seite. Nach starker Premierensaison gesetzt als Dauerläufer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lucas Cueto

    Vertrag auf den letzten Drücker - Trainer Hübscher wollte ihn unbedingt halten. Hat noch viel Potenzial.

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  • Max Schulze Niehues

    Dauerbrenner, Nummer eins und fast schon eine kleine Vereins-Ikone. Seit 2011 im Team, zuvor auch Jugendspieler.

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  • Marcel Hoffmeier

    Kommt mit 19 Jahren aus der Regionalliga (Lippstadt). Er versucht sein Glück als Profi und kann es kaum erwarten.

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  • Joel Grodowski

    Kommt aus Hamm (Oberliga), soll auch in der U 23 spielen. Pech mit einer schweren Schulterblessur.

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  • Fridolin Wagner

    Er kennt Trainer Sven Hübscher aus seiner Zeit bei Werder Bremen II. Und schwärmt in höchsten Tönen.

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  • Luca Schnellbacher

    Seuchenjahr in Aalen, aber mit neuem Elan nach Münster gekommen und auf vielen Positionen einsetzbar.

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  • Okan Erdogan

    Vielversprechende Ansätze in der Vorbereitung. Noch zurückhaltend als Neuzugang aus der Regionalliga.

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  • Heinz Mörschel

    Bislang letzter Einkauf. Sammelte bei Holstein Kiel schon Zweitliga-Einsätze, ist aber erst 21 Jahre alt.

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  • Philipp Hoffmann

    Auch schon seit vier Jahren beim SCP. Dauerläufer auf der rechten Seite, stark bei Kontern.

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  • Marian Prinz

    Erstes Seniorenjahr für den Junioren-Nationalspieler. Als U-23-Keeper sicher öfter auf der Bank.

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  • Dominik Klann

    Aufgestiegen mit der zweiten Mannschaft und nun mit der Chance, sich zu zeigen.

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  • Simon Scherder

    Schon seit 2006 ein Preuße, zuletzt Kapitän und erneut ein Anwärter auf die Binde am Arm.

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  • OIe Kittner

    Ur-Münsteraner und Everybody‘s Darling. Als Abwehrchef wie als Führungskraft sehr wertvoll.

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  • Naod Mekonnen

    Ausgebildet bei RB Leipzig und extrem ehrgeizig, auch neben dem Platz als angehender Student.

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  • Ugur Tezel

    Sein erstes Jahr im SCP-Trikot verlief mehr als durchwachsen. Hofft auf eine neue Chance.

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  • Rufat Dadashov

    Nach seiner Länderspielreise mit zwei Wochen Sonderurlaub, aber jetzt top-motiviert. Will seine Torquote steigern.

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  • Kevin Rodrigues Pires

    Nach dem Weggang seiner Nebenleute plötzlich Mittelfeldchef. Spielt aktuell stark auf und tritt auch die Standards.

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  • Maurice Litka

    Eigentlich ein Ur-St. Paulianer, aber jetzt lässt er sich voll auf Preußen ein. Gute Ansätze in der Vorbereitung.

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  • Nico Brandenburger

    Blöder Start mit einer kleinen Verletzung im Auftakttraining. Auf Dauer aber Kandidat für die Startelf.

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  • Seref Özcan

    Wagt den Sprung aus der Regionalliga Nordost in die 3. Liga. Berater ist Ex-Preuße Sercan Güvenisik.

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  • Oliver Schnitzler

    Angebot aus Unterhaching, doch der Reservist musste bleiben. Will Schulze Niehues mutig angreifen.

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  • Julian Schauerte

    Potenzieller neuer Leitwolf auf der rechten Seite. Bringt 31 Jahre und viel Erfahrung mit.

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  • Jannik Borgmann

    Der Schlaks (1,97 Meter) boxt sich durch, hat langfristig verlängert und geht bald noch studieren.

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  • Malte Metzelder

    Sportdirektor und Geschäftsstellenleiter SC Preußen Münster

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  • Helge Dahms

    Zeugwart 

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  • Lukas Brüggemann

    Physiotherapeut 

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  • Dr. Tim Hartwig

    SCP-Mannschaftsarzt

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  • Dr. Cornelius Müller-Rensmann

    Orthopäde und Sportmediziner

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  • Matthias Sieme

    Physiotherapeut 

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  • Milenko Gilic

    Torwarttrainer

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  • Tim Geidies

    Athletiktrainer

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  • Tobias Hellwig

    Co-Trainer

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  • Arne Barez

    Co-Trainer

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  • Sven Hübscher

    Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe

Anders als die Thüringer, die noch am Montag spielten, hatte der SCP sieben freie Tage nach dem 1:1 zum Auftakt in München. „Das war gut, wir konnten thematisch arbeiten, das war in den zwei Wochen davor nicht möglich“, so Hübscher. Auf dem Plan standen das Spiel mit Ball, das Vorgehen im letzten Drittel, die Präsenz im Strafraum, der Pass zwischen die Linien, die Bewegung dahin. Alles Themen, die davor „etwas kurz kamen“, sagt der Trainer. „Wir dürfen auch mal flanken, wenn wir einen freien Fuß haben. Aber dann müssen wir auch vorne da sein, es geht um Aufmerksamkeit füreinander.“

Offener Konkurrenzkampf gefordert

Noch kein Kandidat ist Philipp Hoffmann (Knieprobleme), der Rest ist fit. Auf Spekulationen zur Aufstellung lässt sich Hübscher nie ein. Kevin Rodrigues Pires („Wir haben im Mittelfeldzentrum drei ganz unterschiedliche Typen“) oder Luca Schnellbacher („ein zentralerer Stürmer, er ist gut mit seiner Rolle umgegangen“) dürfen sich Hoffnungen machen. Insgesamt sah der 40-Jährige in dieser Woche die erhoffte „Stimmung“ im Training. „Vor dem 60-Spiel war mir das zu wenig, zu ruhig, sehr lieb und kollegial.

Auf dem Platz hat mich das Team dann aber doch überrascht und sich gewehrt und gezeigt.“ Kuscheln, so seine Botschaft, darf die offenbar sehr intakte Truppe, in der Kabine. Auf dem Rasen erwartet er Feuer. „Die Jungs sollen offen den Konkurrenzkampf führen, das haben sie jetzt angenommen. Es ist endgültig angekommen, dass es über Trainingsleistungen geht.“

Jena erwartet Hübscher „bemüht um spielerische Lösungen“. Was ungewöhnlich für einen Drittligisten mit bescheidenen Mitteln ist. „Ich find’s gut“, sagt er. Und fordert von seiner Elf ein etwas aggressiveres und forscheres Auftreten als bei den Löwen.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Scherder, Heidemann – Wagner, Rodrigues Pires – Schnellbacher, Litka, Özcan – Mörschel

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