Leichtathletik: Junioren-DM
Jari Bender macht das Rennen: DM-Bronze in Ulm

Münster -

Erst die Hitze, dann das dazugehörige Gewitter: Der deutsche Leichtathletik-Nachwuchs bekam in Ulm alles geboten, was der Sommer aktuell zu bieten hat – und auch die Ergebnisse der Starter aus Münster hatten von allem etwas zu bieten.

Sonntag, 28.07.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 14:08 Uhr
Jari Bender sicherte sich die Bronzemedaille über die 1500-Meter-Distanz bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften.
Jari Bender sicherte sich die Bronzemedaille über die 1500-Meter-Distanz bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften. Foto: Ralf Görlitz

Knapp 40 Grad im Schatten am Freitag, Unwetterwarnung und Starkregen am Samstag und Sonntag: Die Wetterdaten an diesem Wochenende in Ulm lesen sich in etwa wie die Bilanz der Deutschen Nachwuchs-Leichtathletik-Meisterschaften aus Sicht der münsterischen Starter. Licht und Schatten prägten das Gesamt-Fazit von LG Brillux-Trainer Jörg Riethues nach drei durchwachsenen Leichtathletiktagen im Ulmer Donaustadion. Für das unerwartete Highlight sorgte U-20-Läufer Jari Bender , der in 4:02:36 Minuten über 1500 Meter auf den Bronzerang lief – und der LG Brillux die ersehnte Medaille bescherte, für die in der Vorschau eigentlich noch Luka Herden prädestiniert gewesen war.

Doch für den 20-Jährigen lief es in Ulm alles andere als rund. Mit Rang zehn über 100 Meter eröffnete der Weitspringer seine Titelkämpfe, leistete sich dann beim letzten Wechsel der 4x100-Meter-Staffel einen Frühstart – und musste nach einer Notbremsung den Sieg vor Augen noch drei Staffeln an sich vorbeiziehen lassen. „Nur“ Rang vier für das hoch gehandelte Brillux-Quartett mit Ole Patterson, Herden, Jakob Bruns und Joshua Michalik.

Für Herden ging es in dem durch ständige Wetterunterbrechungen teilweise hektischen Programm direkt weiter zu seiner Paradedisziplin, dem Weitsprung. Doch auch an der Sandgrube wollte das Timing an diesem Wochenende einfach nicht passen. Drei Versuche, alle drei weit entfernt vom Absprungbrett: Luka Herden – Nummer vier der Jahresbestenliste seiner Altersklasse – verpasste das Finale deutlich.

Doch das verregnete Wochenende hatte auch einen Lichtblick für das Ausnahmetalent aus Münster parat: Herden darf als Nachrücker zu den „großen“ Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende nach Berlin fahren. Als Nachrücker ereilte ihn in Ulm gleichsam als Trostpflaster die Nachnominierung für die Hauptstadt-DM durch den Deutschen Leichtathletikverband.

Grund zur Freude hatten aber auch die anderen Starter aus Münster, allen voran die jungen Mittelstreckler Jean Benoit Merté und Felix Becker, die über 1500 Meter die Ränge neun (Merté) und zwölf (Becker) in der U-18-Konkurrenz belegten. Platz neun lautete auch das sehr ordentliche Endergebnis für Greta Piepel über 200 Meter ebenfalls im Feld der Unter-18-Jährigen.

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