Reiten: Turnier der Sieger
Marvin Carl Haarmann gewinnt den Förderpreis – und das bringt doppelt Gold

Münster -

Ein Springen beim Turnier der Sieger zu gewinnen, ist für junge Reiter etwas besonderes. Seinen Erfolg im Finale des Junioren-Förderpreises aber wird Marvin Carl Haarmann bestimmt nicht vergessen – denn der schmeckte dem 20-Jährigen doppelt süß.

Samstag, 03.08.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 18:54 Uhr
Marvin Carl Haarmann hatte doppelten Grund zur Freude: Mit seinem Sieg beim Förderpreis erfüllte er die Voraussetzungen, um das goldene Reitabzeichen zu erhalten.
Marvin Carl Haarmann hatte doppelten Grund zur Freude: Mit seinem Sieg beim Förderpreis erfüllte er die Voraussetzungen, um das goldene Reitabzeichen zu erhalten. Foto: Stefan Lafrentz

Marvin Carl Haarmann vom ZRFV Ahaus feierte doppeltes Gold. Erst gewann er mit Labonita den Junioren-Förderpreis für die U-25-Springreiter und hat mit dem Sieg nun die erforderlichen Platzierungen gesammelt, die zur Verleihung des goldenen Reiterabzeichens berechtigen.

„Das war schon mega, hier vor so einer Kulisse reiten zu dürfen“, sagte Haarmann, für den der Start vor dem münsterischen Schloss eine Premiere war. Diesen Sieg dann mit Labonita teilen zu dürfen, war für den jungen Reiter zusätzlich etwas Besonders. Die heute zehnjährige Stute hatte er vor fünf Jahren als unreitbar geltendes Pferd erhalten. „Sie war wirklich schwierig“, sagt er, „aber wir haben viel trainiert und sind im Laufe der Jahre zu einem guten Team zusammengewachsen.“ Zwei Westfalenmeister-Titel hat der 20-Jährige mit dem Pferd schon gewonnen. In diesem Jahr waren die beiden zum ersten Mal in einer Vier-Sterne-Prüfung am Start. „So darf es weitergehen“, wünscht sich der Reiter.

Des einen Freud, des anderen Leid, sagt ein Sprichwort. Nur 16 Hundertstel langsamer war Alexandra Lüth (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) mit Navoca. Sie konnte sich direkt nach der Prüfung nicht wirklich über den zweiten Platz freuen, denn auch ihr fehlt noch ein einziger Sieg in einer schweren Springprüfung, um das goldene Reiterabzeichen zu erhalten. „Diesmal hätte es klappen können, aber Marvin war einfach schneller. Dann hat er es auch verdient, zu gewinnen.“

Markus Terhechte (ZRFV Gescher), der mit Quintus als letzter Starter im Stechen alles gegeben hatte, kam auf Platz drei – und ärgerte sich beim Ausritt mächtig. Denn er lag nur eine Hundertstel hinter Lüth – und war damit ebenso in Schlagdistanz zum Sieger. „Natürlich wollte ich gewinnen“, sagt er. „Aber auf der letzten Distanz habe ich einen Galoppsprung zu viel gemacht, das hat dann zu viel Zeit gekostet.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6824837?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Eltern im Anmeldestress
Eine Szene aus dem Kinderprogramm der Ferienstadt Atlantis im Wienburgpark – das ist ein Angebot, für das Eltern ihre Kinder nicht anmelden müssen. Die meisten anderen Angebote müssen Eltern für ihre Kinder teilweise ein ganzes Jahr im Voraus buchen.
Nachrichten-Ticker