Reiten: Turnier der Sieger
Luca Toni ist der Schnellste – und gewinnt mit Lüneburg im Sattel

Münster -

„Luca Toni ist der Schnellste.“ Diese Schlagzeile gab es im Fußball wohl selten bis nie. Auf Nisse Lüneburgs Wallach aber passt sie perfekt. Denn das Reiterpaar gewann die Qualifikation zum Großen Preis – vor einem waschechten Amateur, der mit Global vor dem Schloss glänzte.

Samstag, 03.08.2019, 20:10 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 12:08 Uhr
Nisse Lüneburg und Luca Toni waren in der Qualifikation zum Großen Preis nicht zu schlagen und gewannen vor dem Luxemburger Christian Weiher mit Global.
Nisse Lüneburg und Luca Toni waren in der Qualifikation zum Großen Preis nicht zu schlagen und gewannen vor dem Luxemburger Christian Weiher mit Global. Foto: Jürgen Peperhowe

Luca Toni war als brandgefährlicher Stürmer bekannt – allerdings nicht als der schnellste. Und daher kann der frühere italienische Nationalspieler, einst in Diensten des FC Bayern , bei der Namensgebung von Nisse Lüneburgs Pferd nicht als Pate gestanden haben. Denn der Wallach des 30-jährigen Schleswig-Holsteiners war im Stechen der Qualifikation zum Großen Preis nicht zu bremsen und siegte mit seinem Reiter in 43,21 Sekunden. „In der vergangenen Woche hat es auf der Global Champions Tour in Berlin mit ihm nicht so gut geklappt, daher war ich mir nicht so sicher, wie es hier laufen würde. Umso mehr freue ich mich“, sagte der Sieger.

Den direkt vor ihm reitenden Maurice Tebbel mit Don Diarado – das Duo blieb knapp hinter der am Ende drittplatzierten Belgierin Celine Schoonbrodt-de Azevedo mit Cheppetta – hatte Lüneburg noch vom Einritt aus beobachtet. Und so seine Schlüsse gezogen. „Das war hilfreich. Ich wusste, dass die Zeit zu schlagen war und ich etwas riskieren konnte“, meinte Lüneburg, der als Führender der Bemer Riders Tour nach Münster gekommen ist. „Luca Toni ist grundschnell und flink, auch wenn es manchmal nicht so aussieht. So musste ich nicht die engsten Wendungen nehmen, bin dafür aber im Fluss geblieben.“

In dem war auch Christian Weiher , ein Amateur unter den Profis. Der selbstständige Landschaftsarchitekt aus Luxemburg reitet und trainiert abends nach getaner Arbeit seine Pferde und kam erst mit einer Wildcard des Weltverbands FEI zum Turnier der Sieger . „Ich investiere schon viel Energie, aber ich mache das nicht aus Zwang, sondern aus Spaß“, sagte der 42 Jahre alte zweifache Familienvater, der mit Global einen Top-Partner unter dem Sattel hat. In 44,36 Sekunden war er fast eine Sekunde schneller als Schoonbrodt-de Azevedo und machte sich als Zweitplatzierter „sehr glücklich“.

Fixer als Weiher und Co. war Jens Baackmann mit Carmen, der erst als Reservereiter in das Starterfeld vom Turnier der Sieger gerutscht war. Allerdings erlaubte sich der Münsteraner, der 2017 vor dem Schloss mit seiner Stute den Großen Preis gewonnen hatte, eingangs der Zweifachen einen Abwurf und wurde damit Fünfter. Dennoch ein Top-Ergebnis.

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