Reiten: Turnier der Sieger
Sieg im Youngster-Finale: Toni Haßmann macht’s auf seine Art

Münster -

Mit Call me Diva gab Toni Haßmann der Konkurrenz das Nachsehen – wie schon so oft, wenn er als letzter Reiter ins Rennen ging. Im Finale der Youngster-Tour hatte die Konkurrenz schon geahnt, dass an diesem Duo kein Weg vorbei führt.

Samstag, 03.08.2019, 21:04 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 15:28 Uhr
Siegreich: Toni Haßmann und Call me Diva
Siegreich: Toni Haßmann und Call me Diva Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn Toni Haßmann als letzter Starter in ein Stechen geht, ist das Zittern der Konkurrenz förmlich zu spüren. Denn schnell ist es bei dem 43-Jährigen immer – und bleibt er dann noch fehlerfrei, ist ihm der Sieg kaum noch zu nehmen. So auch im Finale der Youngster-Tour am Samstagabend, als Haßmann mit Call me Diva dem zweitplatzierten Markus Merschformann mit Cornet’s Cambridge mehr als eine Sekunde abknüpfte. „Toni als letzter Reiter mit einem sauschnellen Pferd, da hat man kaum eine Chance“, zollte auch Jens Baackmann – der Münsteraner belegte mit Carmen Rang drei – seine Anerkennung.

Angefressen war keiner der beiden Geschlagenen. Man kennt sich seit Ewigkeiten, man schätzt sich seit Ewigkeiten. Noch am Freitagabend hatte das Trio beim Friedensreiterfest an einem Tisch gesessen, nun belegte es die Plätze eins bis drei. „Nicht schlecht, oder?“, fragte Haßmann, der in der für ihn typischen Manier den finalen Umlauf bestritt. Immer auf Zug, immer nahe an der Ideallinie steuerte er die achtjährige Stute durch den finalen Umlauf. Einfach auf seine Art halt. „Ich hatte die Ritte von Markus und Jens gesehen, die waren schon schnell. Da konnte ich ja nicht mehr viel taktieren“, sagte der Sieger, der es an den ersten drei Hindernissen noch „ruhig angehen“ ließ. Um dann mit seiner schnellen Call me Diva in den Attackemodus zu schalten.

Hinter diesem routinierten Trio reihte sich Philipp Schulze Topphoff ein. Mit dem siebenjährigen Clemens de la Lande zeigte er zwei fehlerfreie Runden, hielt aber mit vier Sekunden Rückstand auch einen gehörigen Sicherheitsabstand auf Haßmann. Ihn an diesem Abend zu schlagen, war halt nicht möglich.

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