Reiten: Turnier der Sieger
Nur Jil-Marielle Becks liegt im Special vor Anabel Balkenhol

Münster -

Ein Start in Münster ist für Anabel Balkenhol eine Selbstverständlichkeit, ja er ist Ehrensache. Immer gerne kommt die Dressurreiterin zum Turnier der Sieger vor das Schloss, wo sie bereits viele Erfolge feierte. Nun kam ein zweiter Platz im Special dazu, einzig eine jungen Dame aus Senden war besser.

Sonntag, 04.08.2019, 12:38 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 18:54 Uhr
Jetzt die Nummer eins im Stall: Die Stute Davinia la Douce findet sich auf Grand-Prix-Niveau immer besser zurecht und wurde nun mit Anabel Balkenhol im Special vor dem Schloss Zweite.
Jetzt die Nummer eins im Stall: Die Stute Davinia la Douce findet sich auf Grand-Prix-Niveau immer besser zurecht und wurde nun mit Anabel Balkenhol im Special vor dem Schloss Zweite. Foto: Jürgen Peperhowe

Anabel Balkenhol bringt es auf den Punkt: „Dieses Turnier hat unsere Familie und mich nahezu immer begleitet. Sehr hohes Niveau, Spitzenbedingungen, dann klappt es meistens auch mit dem Sport.“ Ja, die Münsteranerin hat gut lachen. Sie ist traditionell „mega-erfolgreich“, wenn in Münster eine Prüfung angeläutet wird.

Am Sonntagmorgen im Grand Prix Special durfte sie einen weiteren Erfolg verbuchen. Auf Davinia la Douce zeigte sie eine starke Vorstellung, die von den Richtern mit guten Noten (72,373 Prozentpunkte) bewertet wurde. Am Ende bedeutete dies Rang zwei hinter Jil-Marielle Becks , die mit Damon’s Satelite noch zwei Prozent mehr einheimsen konnte.

Balkenhol musste aus der Not eine Tugend machen, als sie vor einigen Wochen mit Heuberger ihr erstes Pferd im Stall abzugeben hatte. So wurde Davinia la Douce aus der Stiefmütterlichkeit befreit, an die großen Aufgaben herangeführt und zum Erstpferd befördert. Die Reiterin hatte zwar immer an diese Stute geglaubt, ihr aber zuvor nur wenig Gelegenheiten gegeben, das unter Beweis zu stellen. Spätestens mit dem Turnier in Münster hat sie die Bestätigung bekommen, auf dem richtigen Weg zu sein. Auf Davinia la Douce kann sie bauen.

Becks hatte mit Damon’s Satelite ein Pferd gemeldet, das vor Jahren bereits in Münster als Sieger im Optimum auf sich aufmerksam gemacht hatte. Damals saß Helen Langehanenberg im Sattel, betonte Becks am Sonntag. Das hat sich bekanntlich geändert, nun hat sie die Zügel in der Hand. In einem Grand Prix Special zeigte sich dieses Paar am Sonntag zum zweiten Mal überhaupt – und es sollte direkt zum ersten Platz reichen. „Natürlich bin ich sehr froh. Auch wenn ich weiß, dass da noch zwei kleine Dinge nicht ganz passten. Aber das ist meiner fehlenden Erfahrung geschuldet.“ Die junge Dame zeigte sich selbstkritisch – und das als Gewinnerin. Schon bemerkenswert. Wie auch die Herangehensweise an dieses Turnier. „Ich bin erst am Montag von der U-25-EM in Italien zurückgekehrt. Dann ging es nach Münster, wo wir einfach mal mutig drauflos geritten sind.“ Zum Sieg. Im Vorfeld der Dressurtage wurde reichlich diskutiert. Das neue Konzept, ausschließlich auf die Große Tour zu setzen, ging auf. Dass so manches deutsche Ass nicht kommen konnte, ist schmerzlich. Sechs Paare in der Kür wären wünschenswert, zwölf am Sonntag im Special ebenfalls. Zum Niveau: „Die Leistung in der Dressur hat meine Erwartungen übertroffen. Wir haben interessante neue Pferde gesehen“, so Dressurrichter Dr. Dietrich Plewa.

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