Fußball: Westfalenpokal
Preußen bauen in Reken das Team nur teilweise um

Münster -

Beim SC Reken bestreitet Preußen Münster am Dienstag sein erstes Westfalenpokal-Spiel der Saison. Neue Runde, neues Glück? Zuletzt scheiterte der Drittligist regelmäßig frühzeitig. Eine gewisse Rotation wird es dennoch auch am Dienstag geben.

Montag, 05.08.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 12:08 Uhr
Chefcoach Sven Hübscher gibt diesmal Keeper Oliver Schnitzler (r.) im Pokal eine Chance.
Chefcoach Sven Hübscher gibt diesmal Keeper Oliver Schnitzler (r.) im Pokal eine Chance. Foto: Jürgen Peperhowe

An dieser Stelle darf sie nicht fehlen, die immer wieder gern und nun schon im fünften Jahr erzählte Geschichte vom 17. August 2014, als Preußen Münster Bayern München in Runde eins des DFB-Pokals empfing und sich beim 1:4 achtbar verkaufte. Daniel Masuch hielt sogar einen Elfmeter von Robert Lewandowski, Rogier Krohne verwandelte einen gegen Manuel Neuer.

Seitdem bringt der K.o-Wettbewerb dem Drittligisten jedoch nur noch Tristesse. Über den Westfalenpokal gilt es, sich für die Bundesebene zu qualifizieren. Fünfmal scheiterte der SCP in der Folge. Zweimal an den SF Lotte , zweimal am SV Rödinghausen, einmal am SC Paderborn. Ab Dienstag nimmt der Club einen neuen Anlauf. Die Auftakthürde heißt SC Reken und spielt in der Bezirksliga. Anstoß ist um 18.30 Uhr im Spardaka-Sportpark. Ein Weiterkommen ist Pflicht.

Als Chefcoach Sven Hübscher im Frühjahr die Vertragsverhandlungen mit den Vereinsbossen führte, wurde der Gewinn des Verbandspokals zwar nicht explizit gefordert, doch die Bedeutung schon herausgestellt. „Alle hier wollen in die 1. Hauptrunde, wir nehmen das Spiel komplett ernst“, sagt der 40-Jährige. „Ein paar Infos“ hat er sich zum Gastgeber besorgt. „Vor allem aber geht es um unser Spiel. Einen Tag durften sich die Jungs über das 3:2 gegen Kaiserslautern freuen, jetzt gilt der Fokus nur Reken.“

Erwig trainiert Fusionsclub

Der SC Reken ist ein junger Club, der 2015 aus der Fusion der drei Stadtteilvereine VfL Reken, Westfalia Reken und BW Hülsten hervorging ist. Vor einem Jahr setzte sich die ersten Mannschaft in der Relegation zur Bezirksliga als Vizemeister gegen die SpVgg Herten durch, als Aufsteiger wurde sie Siebter. Obwohl die Gemeinde (gut 14 000 Einwohner) politisch dem Kreis Borken zugehörig ist, spielt sie Fußball im Kreis Recklinghausen. Vorgängerverein VfL war in den 80er Jahren vier Jahre Oberligist. Gekickt wird in Groß Reken. Trainer ist Christian Erwig. Der inzwischen 35-Jährige spielte in der Preußen-Jugend, durfte sich auch eine Saison bei den Profis zeigen, setzte sich aber nicht durch und ging zum SuS Stadtlohn und später zum FC Schalke 04 II. Von dort stand er 2009 noch mal kurz vor einem Wechsel nach Münster. Stattdessen ging der Stürmer, der für Königsblau auch ein Bundesliga-Spiel bestritt (drei Minuten) ein Jahr später zu den SF Lotte. Weitere Stationen waren der SV Schermbeck, Fortuna Düsseldorf, der VfB Hüls und der TSV Marl-Hüls.

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Ein paar Änderungen sind definitiv vorgesehen. Die zweite Reihe mit Keeper Oliver Schnitzler, Ugur Tezel, Jannik Borgmann und Okan Erdogan läuft auf jeden Fall auf, auch Philipp Hoffmann täte Praxis gut. Luca Schnellbacher ist wegen seiner Hüftverletzung noch fraglich. „Wir werden uns nicht schwachwechseln“, betont Hübscher. „Wilde Dinge wird es nicht geben.“

Wo genau sein Team im Augenblick steht, kann auch der Coach noch nicht sagen. „Es wird noch Wochen brauchen. Aber es war schon mal gut, dass wir gezeigt haben, dass wir mit Selbstvertrauen auch einen starken Gegner bezwingen können. Drei Tage davor hat Duisburg nicht zugelassen, dass wir gut spielen. Diesmal haben wir nicht zugelassen, dass Lautern gut ist.“ So einfach ist das manchmal.

Nach dem Pokal-Auftritt möchte Hübscher die Zeit gern nutzen, um seinen Kader in eineinhalb Wochen Pflichtspiel-Pause (unterbrochen vom Test gegen Borussia Dortmund am Samstag) Stück für Stück weiterzuentwickeln. Die Vorfreude auf diese Möglichkeit ist ihm durchaus anzumerken. „Das wird uns sehr gut tun“, sagt er lächelnd. SCP: Schnitzler – Tezel, Erdogan, Borgmann, Heidemann – Brandenburger – Hoffmann, Rodrigues Pires, Cueto – Mörschel, Dadashov

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