Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Gladbach lässt Preußen-Talente eine Halbzeit lang alt aussehen

Münster -

Nach zwei Partien sieht es düster aus in der Tabelle für die A-Junioren des SC Preußen. Beim 0:4 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach kassierten sie bereits die zweite hohe Schlappe am zweiten Spieltag. Vor allem vor der Pause stimmte wenig.

Sonntag, 18.08.2019, 13:24 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 14:03 Uhr
Der Ex-Preuße im Fohlen-Trikot, Julian Niehues (l.), versucht hier vergeblich, Tobias Heering zu bremsen.
Der Ex-Preuße im Fohlen-Trikot, Julian Niehues (l.), versucht hier vergeblich, Tobias Heering zu bremsen. Foto: fotoideen.com

Dass in den ersten beiden Bundesliga-Runden rheinische Großmächte die U 19 des Preußen Münster gefordert haben, schlägt gleich voll ins Kontor. Dem 0:5-Einstand von Köln folgte das 0:4 (0:4) gegen Borussia Mönchengladbach . Die in ihrem Pressingstil einsam dominierenden Fohlen waren so gnädig, nach der Pause runterzuschalten.

Mit sechs Wechseln und in neuer taktischer Formation um die Dreierkette war SCP-Trainer Arne Barez auf der Suche nach Stabilität – kaum auf dem Rasen, erwischte es seine Elf eiskalt. Mit Mut und Können jagte Gladbachs Mika Schroers aus gut 35 Metern einen Ball scharf in Richtung Preußen-Keeper Tom Breuers , der gar nicht einmal so weit vor dem Kasten stand, das fulminante Geschoss aber passieren lassen musste (3.).

Lag es allein am Auftakt, dass die Münsteraner so ängstlich wirkten und nurmehr zusahen, wie die hellwachen und auf frühe Ballgewinne gepolten Gäste zupackten? „Die Elf hat im Kollektiv nicht verstanden, wo der Gegner die Stärken hat“, sagte Barez, der doch den Gladbacher Stil ausführlich in der Spielvorbereitung analysiert hatte. Kam die hintere Reihe um Kapitän Til Busemann durchaus mal zum Aufbauspiel, blieb die Fortsetzung dessen im blassen Mittelfeld hängen, wo Bereitschaft, Biss und zweckmäßiges Passspiel fehlten. Die Spitzen Eduard Probst und Luis Frieling bekamen keine Bälle. Das Unheil brach binnen Minuten herein: Eingeleitet vom Münsteraner und Ex-Preußen Julian Niehues, der als Gladbachs Achter angenehm auffiel, zogen die Gäste über rechts zwingend vor. Und der schnelle Luiz Skraback traf zentral (29.). Per Doppelschlag erhöhte er blitzgescheit mit Gefühl für die Szenen (40., 41.).

Barez sammelte in der Pause den kompletten Kader in der Kabine, auch die Wechselspieler. „Wir mussten grundsätzliche Dinge ansprechen“, sagte er. Im 5-4-1-Format bremste seine Elf dann die deutlich nachlassenden Gäste besser aus, die allein auf Spielkontrolle setzten. Zwei gute Hereingaben auf Solo-Stürmer Probst und einen späten Abschluss von Jano Ter-Horst verbuchten die Preußen – und waren wohl froh, als Schluss war. SCP: Breuers – Ter-Horst, Busemann, Wesberg – Siregar, Heering, Sikorski (46. Markovski), Demirarslan, Pohl (46. Franke) – Probst, Frieling (39. Selutin)

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