Schwimmen: Masters-WM
Silber für Wasserballer van den Bosch – und ein Treffen mit Rosenbaum

Münster -

Das war so nicht geplant, aber doch eine willkommene Überraschung. Bei der Masters-WM in Südkorea trafen sich mit Bernd van den Bosch und Dieter Rosenbaum zwei Münsteraner. Der eine als Wasserballer für den SV Cannstatt, der andere als Quereinsteiger.

Montag, 19.08.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 17:10 Uhr
Bei der Masters-WM: Die Münster-Delegation mit Wasserballer Bernd van den Bosch (links) und Schwimmer Dieter Rosenbaum
Bei der Masters-WM: Die Münster-Delegation mit Wasserballer Bernd van den Bosch (links) und Schwimmer Dieter Rosenbaum Foto: privat

Das Treffen von Gwangju: Da standen dann Bernd van den Bosch und Dieter Rosenbaum am Pool der Universität. Hier, bei den 18. Fina-Masters World-Championships. Die Weltmeisterschaft der Schwimm-Wettbewerbe in den Altersklassen brachte sie zusammen. Ihn, den Zahnarzt, und ihn, den Patienten – beide Radsport-Freunde aus Münster. Ein bisschen ging es auch um Schmerzen, keine Zahnschmerzen, sondern nur diejenigen, die man durch intensiven Sport dann und wann erleidet.

Rosenbaum, langjähriger Vorsitzender von Tri Finish Münster, hatte es von seiner Wahlheimat Busan aus nicht so weit. Er startete erstmals als Schwimmer. Über drei Kilometer belegte er in der Altersklasse 60 bis 64 Jahre den starken neunten Rang. Anders als die siegreichen und top-platzierten Schwimmer ist er ein Spätstarter in dieser Disziplin, für ihn standen keine Riesenzeiten in jüngeren Jahren zu Buche. Nach 53 Minuten landete er im Freiwasser-Wettbewerb auf Rang neun, die Schnellsten schafften „tiefe 40er Zeiten“. Auch über 400 Meter startete er noch einmal bei der WM, aber zwischendrin entpuppte sich Rosenbaum als Stimmungsmaschine beim Wasserball.

Denn van den Bosch, eigentlich Urgestein in dieser Disziplin bei der SV Münster 91, war dem SV Cannstatt angeschlossen. Der Club hatte sich einmal mehr eine 60+-Auswahl zusammengezimmert und fuhr zur WM als Team Deutschland – der Dentist passte als Center prächtig in diese Formation.

Im Halbfinale wurde jedenfalls Argentinien mit 8:5 bezwungen. „Es war super gut“, berichtete van den Bosch. „Die Finalteilnahme fühlte sich wie eine Goldmedaille an.“ Gegen die USA unterlag seine Mannschaft mit 3:6, aber das Team aus Santa Barbara ist sowieso das Nonplusultra in dieser Masters-Klasse. Van den Bosch steuerte insgesamt „sechs oder sieben oder acht Tore“ bei. So ganz genau wusste er das nicht mehr. Die Masters-WM in Südkorea wird ihm aber unvergessen bleiben, das gemeinsame „eine Bier“ mit Rosenbaum auf dem Universitäts-Campus auch. „Es war einfach toll.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6860600?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Rosenmontagszug mit fröhlichen Holländern und strahlendem Prinz Karneval
Für Prinz Thorsten II. Brendel (2.v.r.) ist der schönste Moment der ganzen Session gekommen: Mit den Adjutanten Frank Hoffmann (v.l.), Andreas Koch und Christian Lange rollt er auf den Prinzipalmarkt zu.
Nachrichten-Ticker