Rudern: WM
München, Linz – und dann Tokio? Felix Brummel und Ida Kruse sind gefordert

Münster -

Die Vorbereitung war schweißtreibend. Zuletzt in München waren Felix Brummel und Ida Kruse vom RV Münster im Training gefordert. Ihren Blick richten beide jetzt auf die Weltmeisterschaft in Linz. Und noch ein bisschen weiter.

Mittwoch, 21.08.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 20:14 Uhr
Felix Brummel (l.) und Ida Kruse sind die beiden Kandidaten des RVM für Olympia 2020. Die WM in Österreich ist aber mehr als eine Zwischenstation.
Felix Brummel (l.) und Ida Kruse sind die beiden Kandidaten des RVM für Olympia 2020. Die WM in Österreich ist aber mehr als eine Zwischenstation. Foto: RVM

Viktualienmarkt, Marienplatz und Allianz-Arena. Alles kein Thema für Felix Brummel und Ida Kruse . Die beiden Athleten aus Münster kennen in München nur eine Sehenswürdigkeit: die olympische Regattastrecke in Oberschleißheim. Hier, vor den Toren der bayrischen Landeshauptstadt, wo 1972 der Münsteraner Peter Funnekötter im Vierer ohne Steuermann Olympia-Bronze für Deutschland holte.

Ein gutes Omen für seine designierten Nachfolger vom RV Münster , die eben auf dieser geschichtsträchtigen Strecke die letzten Weichen für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio stellen wollen. Nach einem ausgiebigen Trainingslager im österreichischen Völkermarkt und einigen schweißtreibenden Einheiten auf dem heimischen Dortmund-Ems-Kanal in Dortmund ging es am Mittwoch von München aus weiter nach Linz, wo am Montag die Weltmeisterschaften im Rudern beginnen – und eben die finale Qualifikation für die Olympia im kommenden Jahr.

Zunächst geht es darum, in Österreich schon einmal die Startplätze für die Hardware in Japan zu sichern – im Nachgang müssten sowohl Brummel als auch Kruse dann auch noch ihre persönlichen Bewerbungsunterlagen für einen Platz in den deutschen Vierern nachreichen, wobei die erfolgreiche Qualifikationsbesatzung sicher einen deutlichen Vorsprung in der finalen Personalsichtung hätte. Für Tokio müssten die deutschen Vierer jeweils unter den acht besten Booten der bevorstehenden WM landen. Aus Sicht von Thorsten Kortmann eine schwere, allerdings auch lösbare Aufgabe. Der Heimtrainer des RV Münster betreut Brummel auch in Österreich und räumt seinem Quartett bei optimalen Rennverläufen sogar Medaillenchancen ein, weiß aber auch, dass die Weltspitze inzwischen derart eng zusammengerückt ist, dass der Olympia-Traum am Ende auch noch gänzlich platzen kann.

Noch schwieriger ist der Weg von Kruse nach Japan. Im Frauen-Vierer musste beim letzten Weltcup eine Position kurzfristig umbesetzt werden, jetzt zählt jeder Trainingskilometer. Die teilweise durchwachsenen Ergebnisse bei den vorangegangenen Weltcups sollten das Quartett allerdings nicht mehr belasten. Mit dem Australier Tom Morris als neuem Trainer haben die vier Ruderinnen ihren Stil komplett überarbeitet und gehen jetzt deutlich aggressiver zu Werke.

Allemal wurde auf den letzten Trainings-Kilometern in Oberschleißheim noch einmal nachhaltig der olympische Geist bei den beiden Münsteranern geweckt.

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