Fußball: Kreisliga A1
Westfalia Kinderhaus und Nullacht stehen hoch im Kurs

Münster -

Sie sind die Reserve-Teams, aber erste Wahl, wenn es um die Favoritenrolle geht. Westfalia Kinderhaus II und dem SC Münster 08 II wird einiges zugetraut. Doch an Titelanwärtern mangelt es auch sonst nicht.

Donnerstag, 22.08.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 18:54 Uhr
Julian Peric (r.) und der SC Münster 08 II gelten als Geheimfavorit in der A1. In der Vorbereitung traf die ambitionierte Truppe jedoch ein harter Schicksalsschlag.
Julian Peric (r.) und der SC Münster 08 II gelten als Geheimfavorit in der A1. In der Vorbereitung traf die ambitionierte Truppe jedoch ein harter Schicksalsschlag. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

Ein Trio aus Münster zählt in dieser Saison zu den fünf größten Titelanwärtern. Neben dem VfL Sassenberg und der Warendorfer SU erwarten die Trainer der Liga GW Gelmer und zwei erstarkte Reserveteams am Ende vorne.

Aufsteiger SC Münster 08 II startete nach famoser Vorsaison mit viel Euphorie in die Vorbereitung, selbst von der Auflösung des Landesliga-Teams an der Manfred-von-Richthofen-Straße profitierte Julian Wiedenhöfts Truppe: Nicht nur Dennis Hamsen und Max Ricken bewiesen Vereinstreue und verstärken das Team, das ohnehin bereits über eine gute Mischung aus jung und alt verfügt und mit Philip Grabowski und Wojciech Walica aus Hiltrup zusätzlich verstärkt wurde. Ein Schock für Team und Trainer war jedoch der plötzliche Tod von Torhüter Henri Exner Ende Juli nach kurzer, schwerer Krankheit. Obwohl sich seine Mitspieler die Zeit nahmen, um zu trauern, legten sie eine imposante Vorbereitung mit zweistelligen Siegen gegen den SC Sprakel und den TuS Saxonia II hin.

Vizemeister winkt Aufstieg – eventuell

Der Zweite ist der erste Verlierer. In der neuen Saison und in der A1 kann es allerdings ganz anders kommen. Dann, wenn der SC Münster 08 II am Ende Meister wird. Der Aufstieg bliebe der nominellen „Reserve“ der Kanal-Kicker verwehrt. Einen möglichen Bezirksligaplatz nimmt schon die erste Mannschaft ein, die nach ihrem Rückzug aus der Landesliga in der Saison 2020/21 eben in der Bezirksliga spielt. Und zwei Mannschaften aus einem Verein sind zwar auf Kreisebene, nicht aber darüber hinaus möglich. Bei einem Meisterstück der Nullacht-Zweiten wäre der Zweite der lachende Dritte – und kein Verlierer.

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Am Sonntag startet Nullacht gegen Westfalia Kinderhaus II, bis Mitte September stehen auch Sassenberg und die WSU auf dem Spielplan. „Nach den ersten fünf Partien wissen wir, wo wir stehen“, meint Wiedenhöft, der zwar nicht auf den Karton hauen will, sich jedoch der Stärke seines Teams bewusst ist: „Auch, wenn es als Aufsteiger mutig ist, haben wir den Anspruch, unter den besten Fünf zu landen.“

Das sollte auch in Kinderhaus klappen, damit Stefan Kloer von einer erfolgreichen Saison sprechen kann. „Vom Potenzial können wir oben mitspielen und auch aufsteigen“, glaubt Westfalias Trainer, der sieben Spieler aus der „Ersten“ bekam, darunter Jan und Moritz Knemeyer, Stefan Schwinn oder Torhüter Ismael Beckers. Dreh- und Angelpunkt im Spiel bleibt Niels Lautenbach, der schon in den Vorjahren vorneweg gegangen ist.

Vorneweg gehen könnte auch GW Gelmer. Trainer Simo Sroub möchte einen letzten Versuch unternehmen, sein Team im vierten Jahr in die Bezirksliga zu führen. Sollte das nicht klappen, will er aufhören. Problematisch sind die Wehwehchen von Oliver Ritz, Isse Sander, Thorsten Schürmann, Steffen Koch oder Steffen Hemesath. „Unser Fitnesszustand ist nicht optimal“, so Sroub.

Wir hatten wenig Möglichkeiten, etwas zu probieren.

Roland Böckmann, Trainer FC Münster 05

Beim SV Mauritz wünscht man sich nach katastrophaler Rückrunde 2019 eine ruhige Saison. Christopher Dunkel-Steinhoff, in seiner siebten Saison dienstältester A1-Coach, hofft, „dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben.“ Für den FC Münster 05, der nach dessen Schlüsselbeinbruch noch bis Ende September auf Torjäger Felix Knülle verzichten muss, geht es von Beginn an gegen den Abstieg, beteuert Trainer Roland Böckmann, der taktisch auf Bewährtes setzen will: „Wir hatten wenig Möglichkeiten, etwas zu probieren.“

Mit dem Abstieg will auch Eintracht nichts zu schaffen haben. Für Trainer Srdjan Kosoric ist es wichtig, hinten besser zu stehen als zuletzt. „Wir wissen, dass wir vorne Geschwindigkeit haben und immer für ein Tor gut sind.“

In Handorf wünscht man sich eine Verbesserung zur Vorsaison (Platz 9), auch wenn Julian Austermann zum SC Greven 09 gewechselt ist. „Jetzt haben wir endgültig keinen Schlüsselspieler mehr“, so TSV Coach Christian Hölker.

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