Fußball Westfalenliga
Heim-Demontage für TuS Hiltrup gegen Rödinghausen II

Münster -

Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Der TuS Hiltrup, bislang ungeschlagen und auf dem Wege an die Tabellenspitze, unterlag dem SV Rödinghausen II nicht nur mit 0:4, sondern war dem Gast auch hilflos ausgesetzt.

Sonntag, 08.09.2019, 18:26 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 16:48 Uhr
Der Rödinghauser Henrik Winkelmann (l.) bedrängt hier Hiltrups Daniel Mladenovic im Zweikampf.
Der Rödinghauser Henrik Winkelmann (l.) bedrängt hier Hiltrups Daniel Mladenovic im Zweikampf. Foto: fotoideen.com

Das Unheil deutete sich an und brach nach Gegentoren betrachtet binnen 22 Minuten über den perplexen TuS Hiltrup herein. Der zuvor ungeschlagene Westfalenligist wurde im Heimspiel von der Zweiten des SV Rödinghausen nach dem Wechsel regerecht demontiert: 0:4 (0:0). Der stets für Dienstag angesetzte Video-Abend mit Bildern vom Spiel wird kein Vergnügen.

Trainer Christian Hebbeler ist aber froh über diese Möglichkeit der Nachbetrachtung und wird dem Kader „ausführlich vor Augen führen, was hier abgelaufen ist“. Im Kollektiv war seine Elf in puncto Tempo, Wehrhaftigkeit und spielerische Ideen um Längen unterlegen, auf einzelnen Positionen wurden die Unterschiede immer krasser, je länger das Spiel lief. SVR-Trainer Björn Hollenberg könnte seinerseits das Material nutzen, um den Seinen vorzuführen, wie perfekt sie ihre großen Qualitäten ein- und umsetzten.

Fünf SVR-Spieler aus dem Jahrgang 2000 standen in der Startformation. Und die machte sogleich Druck gegen den TuS-Aufbau, hellwach und beweglich. Die zwei Spitzen Dogukan Demiray und Martin Aciz gingen in diesen Tugenden beispielhaft voran, machten etliche Meter und agierten bestens im Zusammenspiel. Lange lebte TuS-Routinier Marcel Leeneman von seiner Erfahrung und löschte Brandherde mit gutem Stellungsspiel. Ohne die Paraden von Keeper Romain Böcker aber, der wiederholt als letzte Instanz bestens gegen die erwähnten SVR-Attackierer eingriff, wären die Münsteraner nicht mit 0:0 in die Kabinen gegangen. Ihr Spiel hakte schon im Mittelfeld, in die Tiefe ging es kaum, statt Abschlüssen waren nur Ansätze zu selbigen auszumachen. „Normalform hatte nur unser Torwart“, sagte Hebbeler später. „Allen anderen mangelte es schon an den Grundtugenden des Fußballs.“ Den Braten hatte Rödinghausen gerochen, denn mit schnellem Umschalten, gut besetzten Räumen und starken Szenen der Ballführenden trumpften die in jeder Beziehung wacheren Gäste nun zwingend auf.

Ein Solo von Demiray störte niemand – aus 17 Metern traf die Nummer zehn unhaltbar (57.). Immer wieder riss die Elf die TuS-Flanken auf und jagte bis zur Grundlinie durch. So auch Demiray, dessen scharfe Hereingabe Martin Lambert ins eigene Tor drückte (63.). Außenverteidiger Tom Fuhrmann war rechts herum auch unbehelligt unterwegs bis zum fulminanten Einschuss (72.). Wirbelwind Aciz belohnte sich mit dem 4:0 (78.) nach starker Vorarbeit seines Kapitäns Christian Schmidt über die linke Seite. „Auch in der Deutlichkeit ist das verdient – und das ist das Bittere an der ganzen Sache“, sagte Hebbeler und gab zu: „So einen Rückschlag habe ich nicht erwartet.“ Fußballerisch klafften in dieser Woche große Lücken zwischen Münster und Rödinghausen. TuS: Böcker – Blesz (73. Kleine-Wilke), Leeneman, Lambert, Schulte (66. Finkelmann) – Vercelli (58. Hammami), Beyer, Menke (70. Krieger), Johannknecht – Fromme, Mladenovic

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