Tennis: Münster-Circuit
Bückmann überrascht als Finalist, Titel geht an Schönenberg

Münster -

Tom Schönenberg hat den Münster-Circuit auf der Anlage des TC Handorf gewonnen. Der Velberter bezwang im Finale den tapferen Carlo Bückmann, der sich als Lokalmatador etwas überraschend bis dorthin vorgekämpft hatte.

Sonntag, 08.09.2019, 18:48 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 19:22 Uhr
Erst ganz zum Schluss endete die Serie von Carlo Bückmann (r.), der beim Münster-Circuit das Finale gegen Tom Schönenberg mit 1:6, 6:7 verlor.
Erst ganz zum Schluss endete die Serie von Carlo Bückmann (r.), der beim Münster-Circuit das Finale gegen Tom Schönenberg mit 1:6, 6:7 verlor. Foto: Peter Leßmann

Die ungeraden Jahre scheinen Kim Möllers beim Münster-Circuit nicht zu liegen. Seine drei Turniersiege feierte der 29-Jährige 2014, 2016 und 2018, vor zwei Jahren verlor er im Finale. In dieses kam er bei der 16. Auflage beim TC Handorf gar nicht, in der Vorschlussrunde scheiterte er an Tom Schönenberg (Netzballverein Velbert) mit 5:7, 5:7. Sein Bezwinger ist sein Nachfolger, dieser besiegte im Endspiel mit Carlo Bückmann (1. TC Hiltrup) einen Überraschungsfinalisten 6:1, 7:6.

Während Schönenberg als deutsche Nummer 87 zum erweiterten Favoritenkreis gehört, kam Bückmanns Erfolgsserie schon etwas unerwartet. Nach dem 6:1, 6:2-Auftaktsieg gegen Benjamin Poetzing (Marienthaler THC) folgte eine souveräne Vorstellung gegen Torben Otto, der als Nummer 73 der deutschen Rangliste an Position zwei gesetzt war. 6:2, 6:0 fertigte Bückmann seinen Kontrahenten ab und bewies dann im Viertelfinale gute Nerven. Gegen Jannik Rother (Bielefelder TTC), Circuit-Sieger von 2015, lag der Hiltruper 3:6, 3:5 zurück, wenig später fehlten beim 4:5 und 0:30 nur zwei Punkte zu seinem Aus. „Aber ich habe mich irgendwie zurückgekämpft und ihn dann im dritten Satz dominiert“, sagte Bückmann nach dem 3:6, 7:6, 6:2.

Mit frisch bespanntem Racket – Bückmann hatte das Turnier mit einem neuen Testschläger begonnen – erwischte der 29-Jährige gegen Christopher Koderisch (BW Halle) erneut keinen guten Start. Doch aus dem 3:5 machte er im Handumdrehen ein 7:5, 5:1 – ehe dann die Zitterei gegen den dreifachen Turniersieger Koderisch (2008 bis 2010) begann. Vier Matchbälle ließ er zunächst liegen, dazu folgte ein Platzwechsel wegen eines Loches auf dem Spielfeld. Doch unbeeindruckt schaffte Bückmann das Break und zog ins Endspiel ein. Dort brauchte er einen Satz, um sich an das Tempo von Schönenberg zu gewöhnen, brachte in Satz zwei ein 5:3, 30:0 nicht nach Hause. „Tom hat verdient gewonnen. Ich bin echt zufrieden, ich habe ein geiles Turnier gespielt“, sagte Bückmann.

Zufrieden war auch Turnierchef Niklas Börger, der zum 16. und letzten Mal den Münster-Circuit organisierte. „Die Zuschauerresonanz war sehr gut, das Wetter hat mitgespielt, und die Spiele sind problemlos verlaufen“, sagte Börger. Alles gut also.

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