Segeln: Europacup
Starker Auftritt von Christoph Möhring beim Europacup in Ungarn

Münster -

Auf dem Plattensee hat Christoph Möhring ein Heimspiel: Vor den Augen seiner ungarischen Verwandtschaft nutzte der 18-jährige Münsteraner seine Ortskenntnisse perfekt um und belegte beim Europacup einen starken fünften Rang.

Mittwoch, 11.09.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 15:18 Uhr
Christoph Möhring hat auf dem Plattensee eine blitzsaubere Rennserie hingelegt und Platz fünf im Europacup der Junioren belegt.
Christoph Möhring hat auf dem Plattensee eine blitzsaubere Rennserie hingelegt und Platz fünf im Europacup der Junioren belegt. Foto: György Bassola

Im Mai dieses Jahres hat Christoph Möhring einen langen und wichtigen Lebensabschnitt erfolgreich beendet. Der 18-Jährige legte seine Abiturprüfungen ab und beschloss damit das Kapitel Schule – zumindest fast. Denn seine im Klausurenstress getestete und bewährte Lernfähigkeit hat der junge Segler des SV Hansa Münster auch in der ersten Monaten seiner Aprés-Schul-Zeit gut anwenden können.

Bei den Junioren-Europameisterschaften Ende August in Polen sammelte der talentierte Laser-Segler als 83. das Gesamtklassements noch teils bittere Erfahrungen, zwei Wochen später setzte er diese beim U-23-Europacup auf dem Plattensee in Ungarn bereits direkt und gewinnbringend um: Am Ende der vier Wettfahrten in Balatonfüred belegte der Münsteraner unter knapp 100 Teilnehmern aus 13 Ländern Platz fünf in der olympischen Klasse Laser Standard. In den einzelnen Läufen landete Möhring immer unter den besten fünf Startern und musste dabei lediglich Segelgrößen wie den Gebrüdern Benjamin und Jonatan Vadnai den Vortritt lassen, die im Juniorenbereich bereits mehrfach Welt- und Europameistertitel gewannen und Ungarn bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio vertraten.

Ganz nebenbei war der Münsteraner vor den Augen seiner ungarischen Verwandtschaft stets der Jüngste in der Spitzengruppe und dann auch lange Zeit im Ziel – und damit plötzlich und unerwartet Sieger sowohl der U-19- als auch der U-21-Konkurrenz.

Für Möhring ein ganz besonderes Erfolgserlebnis in seiner zweiten Heimat: Erst 2013 zog er aus dem Geburtsland seiner Mutter Emese nach Münster. Der Plattensee ist also immer noch bestens bekanntes Gewässer für den angehenden BWL-Studenten.

Zurück in Münster müssen jetzt Studium und Wasserzeiten unter einen Hut gebracht werden. Das Lernen hört also nicht auf für Möhring, aber wenn es weiter in diesem Tempo geht, dürften ihn auch künftig weder die akademischen noch die nächsten sportlichen Herausforderungen vor unlösbare Probleme stellen.

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