Fußball: 3. Liga
Preußen-Coach Hübscher möchte in Halle auf Kabinenexplosion verzichten

Münster -

Die Krise ist da, aber sie lässt sich auch relativ zügig beenden – mit einem Sieg beim Spitzenreiter. Ob Preußen Münster beim Halleschen FC wirklich gewinnen kann, muss der Samstag zeigen. Ein anderes Auftreten als zuletzt ist jedenfalls unabdingbar.

Freitag, 20.09.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 21:31 Uhr
Gern gesehene Spielertrauben. In Jena bejubelte Fridolin Wagner (obenauf) noch das Tor des aktuell verletzten Lucas Cueto. In Halle ist zumindest Wagner wieder mit von der Partie.
Gern gesehene Spielertrauben. In Jena bejubelte Fridolin Wagner (obenauf) noch das Tor des aktuell verletzten Lucas Cueto. In Halle ist zumindest Wagner wieder mit von der Partie. Foto: Sebastian Sanders

In der Halbzeitpause der Partie der Preußen am vergangenen Wochenende gegen Viktoria Köln (2:3) haben sich mysteriöse Dinge in der Heimkabine abgespielt. Eine Tafel ist wie von Zauberhand durch den Raum gesegelt, gefolgt von einer mobil gemachten Eisbox. In den folgenden 45 Minuten spielte der Drittligist dann einen anderen Fußball: mit mehr Kraft, Leidenschaft und Willen.

Waren da okkulte Mächte am Werk? Nein. Sven Hübscher war’s. Der Trainer hatte höchstpersönlich Hand angelegt, hatte die Marschflugkörper auf den Weg gebracht und den Flug mit einer tosenden Kabinenpredigt unterlegt. „Ich bin ein bisschen laut geworden, sonst nichts“, erinnert sich der Coach.

Hübscher dreht an den nötigen Stellschrauben

Zu einem Erfolgserlebnis hat es bekanntlich dennoch nicht mehr gereicht – immerhin jedoch zu der Erkenntnis, dass die Preußen mit Leidenschaft und Engagement deutlich eher für einen oder sogar mehrere Punkte infrage kommen, als wenn sie fahrlässig den Gegner zum Toreschießen einladen. Warum für diese eigentlich banale Einsicht erst das Mobiliar fliegen lernen musste, bleibt dagegen ein Rätsel.

SC Preußen Münster – Viktoria Köln

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  • Preußens Keeper Maximilian Schulze Niehues im Luftduell mit Kölns Dominik Lanius.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Münsters Maurice Litka versucht, sich im Strafraum durchzusetzen.

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  • Kölns Hamza Saghiri im Duell mit Münsters Nico Brandenburger.

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  • Maurice Litka, umringt von mehreren Kölnern.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Fotos aus dem Preußenstadion.

    Foto: Sebastian Sanders
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Allemal will Hübscher sich und seinen Mannen, vor allem jedoch Gastgeber Hallescher FC am Samstag (14 Uhr) derartige Randale in der Kabine ersparen – und dreht schon vor dem Anpfiff an den nötigen Stellschrauben. „Ich werde etwas ändern“, sagt Hübscher. „Personell und taktisch – und auch Kleinigkeiten in der Spielvorbereitung.“ Nein, man werde nicht in Zelten übernachten, mehr verriet Hübscher nicht – aus Prinzip und vor allem Geheimhaltungsgründen.

Wiedereinstieg von Kittner und Wagner

„Das macht der Kollege Torsten Ziegner genauso“, sieht Hübscher durchaus Parallelen zu seinem 41-jährigen Kollegen Torsten Ziegner vom HFC. Nur, dass er und sein Team als aktuelle Spitzenreiter ein Erfolgsgeheimnis zu hüten hat – davon sind die Preußen derzeit Welten entfernt. „Die haben einen Lauf“, weiß Hübscher auch ohne Spionage vom Gegner, der zudem „eine richtig gute Bank“ besitze. Das sei über die gesamte Saison ein großer Vorteil, aber: „Über 90 Minuten aber kann man jeden Gegner schlagen. Wer das nicht glaubt, der kann hier bleiben und sich stattdessen auf ein Rudergerät setzen.“

Das wird bei den Preußen niemand freiwillig tun – mit Ausnahme vielleicht von Lucas Cueto, der aktuell in Leverkusen sein Comeback vorbereitet, und Simon Scherder, der sich am Samstag aus dem Team echauffiert hat. Mit seiner Gelb-Rot-Sperre habe er dem Team einen „Bärendienst erwiesen“, sagt Hübscher, der zudem auf Maurice Litka verzichten muss. Der 23-Jährige zog sich im Abschlusstraining eine Gehirnerschütterung zu.

Alle anderen sind (wieder) zumindest halbwegs fit. Eine besondere Rolle kommt Ole Kittner und Fridolin Wagner zu, „die bitter gefehlt haben“.  Ihr Wiedereinstieg helfe der Mannschaft sehr. Dass beide noch mit Trainingsrückstand daherkommen, ist nicht optimal, aber auch nicht zu verhindern. Allemal sollten sie alles versuchen, um die Gästekabine in der Halbzeitpause vor Ungemach zu bewahren.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Erdogan, Heidemann – Wagner, Rodrigues Pires – Hoffmann, Mörschel, Özcan – Dadashov</p>

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