Speckbrett: Stadtmeisterschaften
Wachwechsel vertagt – Thiemann wehrt Bruch-Angriff mit etwas Glück ab

Münster -

Florian Bruch war nur ganz knapp davor, Serien- und nun auch Rekordsieger Michael Thiemann vom Thron zu stürzen. Eine kleine Verletzung stoppte den 20-Jährigen aber im Finale der Sonderklasse. In elf weiteren Endspielen der Stadtmeisterschaften ging es teilweise sehr eng zu.

Montag, 23.09.2019, 14:46 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 16:56 Uhr
Florian Bruch (r.) verlangte dem nun achtfachen Stadtmeister Michael Thiemann alles ab.
Florian Bruch (r.) verlangte dem nun achtfachen Stadtmeister Michael Thiemann alles ab. Foto: Henner Henning

Lange Zeit sah es am Samstagnachmittag danach aus, als bliebe Michael Roloff (SV 91) mit acht Titeln weiter der Rekordsieger bei den Speckbrett-Stadtmeisterschaften. Im reinen Sudmühler Finale der Sonderklasse geriet der bis dahin siebenfache Champion Michael Thiemann gegen Florian Bruch gehörig unter Druck und verlor Satz eins mit 11:21. Eine klare Kampfansage des 20 Jahre alten und damit 22 Jahre jüngeren Herausforderers, der die Wachablösung anstrebte. Doch es kam anders, am Ende hatte Thiemann beim 11:21, 21:18, 21:17 die Nase vorn – allerdings auch mit einer Portion Glück.

Bis in die Mitte des zweiten Satzes diktierte Neueinsteiger Bruch das Geschehen, führte 3:0, 9:6 und 13:9. Doch just in der Phase, als Thiemann besser in die Partie fand und sich etwas aus der Umklammerung befreite, knickte Bruch beim Stand von 14:13 nach einem kurzen Crossball seines Kontrahenten um. Die Verletzung am Sprunggelenk brachte ihn aus dem Tritt, nicht frei von Schmerzen spielte Bruch aber weiter. „Es ging. Aber ich war nicht mehr bei 100 Prozent. Und das reicht dann für Miki nicht“, sagte der Verlierer, der sich aber in die Herzen der gut 120 Zuschauer gespielt hatte. „Das war natürlich Pech für Flo. Er hat stark gespielt, jeden Fehler von mir bestraft und mich so gezwungen, mein bestes Speckbrett zu spielen“, lobte der Stadtmeister, der mit einem Vorhandvolley das Match beendete und so ganz nebenbei eine Serie fortsetzte: Seit 2009 kommen die Sieger immer aus Sudmühle und heißen entweder Michael Thiemann (2009, 2010, 2014, 2015, 2016, 2018, 2019) oder Jochen Zeidler (2011 bis 2013, 2017). Der Letzte, der in diese Phalanx einbrechen konnte, war vor elf Jahren Timo Höppner (SVSH).

Der Sieger von 2008 hatte bei den 51. und von der SV 91 ausgerichteten Stadtmeisterschaften mit etwa 150 Teilnehmern die Chance auf zwei weitere Titel, gab aber seine Endspiele ab. Bei den Herren 40 unterlag er seinem Vereinskollegen Tim Gieseler, dazu verlor er im Mixed an der Seite von Maike Schulthoff (vereinslos) gegen Kathrin und Max Haddick (SVSH). Das Ehepaar verpasste hingegen zwei weitere Siege. Kathrin Haddick musste sich im Damen-Einzel Lena Müller (SVSH) beim 22:20, 14:21, 11:21 beugen, ihr Mann Max zog mit Stefan Tiesmeyer (SVSH) im Doppel gegen Hendrik Bertling/Christoph Grotehöfer (SV 91) beim 21:15, 21:23, 14:21 den Kürzeren. Das spannendste der zwölf Endspiele im Wersepark lieferte sich in der Jugend Linus Knickenberg mit Luca Kaiser – mit dem besseren Ende für Knickenberg, der 16:21, 21:11, 23:21 gewann.

Endspiele

Michael Thiemann - Florian Bruch (beide SV 91) 11:21, 21:18, 21:17 Lena Müller - Kathrin Haddick (beide SVSH) 20:22, 21:14, 21:11 Pascal Chromik (vereinslos) - Sebastian Siebert (SVSH) 21:18, 21:14 Tim Gieseler - Timo Höppner (beide SVSH) 19:21, 21:14, 21:17 Michael Karrasch (vereinslos) - Gerd Theisen (SVSH) 21:14, 21:10 Linus Knickenberg - Luca Kaiser (beide vereinslos) 16:21, 21:11, 23:21 Hendrik Bertling/Christoph Grotehöfer (SV 91) - Max Haddick/Stefan Tiesmeyer (SVSH) 15:21, 23:21, 21:14 Martin Reinhard/Markus Schürmann - Tim Elbrich/Stefan Wahle (alle vereinslos) 21:19, 21:17 Kathrin und Max Haddick (SVSH) - Maike Schulthoff (vereinslos)/Timo Höppner 21:18, 21:18 Helmut Branse/Jörg Sobetzki (SVSH) - Martin Lange (SV 91)/Martin Theisen (SVSH) 21:12, 14:21, 21:17 Manfred Arndt/Jürgen Breforth - Martin Holtstiege/Stephan Kriwet (SVSH) 21:15, 21:16 Brigitte Zülsdorf/Manfred Arndt (SVSH) - Veronica Schleß/Peter Frank (TuS Hiltrup) 21:9, 21:19

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