Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Preußen-Bollwerk hält gegen Leverkusen bis zur 71. Minute

Münster -

Ein Sieg schien nicht ausgeschlossen für den Außenseiter, doch dann kam der Joker der Gäste und stach gleich doppelt zu. Noah Pesch brachte Bayer Leverkusen den 2:0-Sieg bei Preußen Münster. Doch die Hausherren hatten sich erneut sehr ordentlich präsentiert.

Sonntag, 29.09.2019, 14:04 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 13:44 Uhr
Wehrhaft zeigten sich die Preußen-Talente gegen Bayer. Hier wirft sich Eric Reckels in den Zweikampf mit dem Leverkusener Doppeltorschützen Noah Pesch (r.).
Wehrhaft zeigten sich die Preußen-Talente gegen Bayer. Hier wirft sich Eric Reckels in den Zweikampf mit dem Leverkusener Doppeltorschützen Noah Pesch (r.). Foto: Peter Leßmann

Es war eine Frage der Zeit. Das beste Bollwerk bröckelt mal, wenn es zu sehr unter Beschuss genommen wird. Und wenn dann die Kräfte nachlassen, wird es mit der Gegenwehr immer schwieriger. Am Ende durften die B-Junioren des SC Preußen dennoch stolz auf ihre Abwehrarbeit sein, wenngleich ihnen das wenig nützt, da die Begegnung in der B-Junioren-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:0) verloren ging. Dabei hätte alles auch ganz anders enden können.

Vor der Pause musste Preußen-Schlussmann Felix Götting nur einmal ganz entscheidend zupacken, als Leverkusens Amin Haj-Yahya frei vor ihm auftauchte. Das war es aber schon mit der Offensivherrlichkeit der Bayer-Jugend, die zwar Ball und Gegner laufen ließ, aber viel zu selten zum Abschluss kam. Sicherlich ein Verdienst der SCP-Defensive, die gut organisiert stets konsequent zu Werke ging.

Die Truppe von Coach Tobias Harink hatte zwar seltener den Ball, war dafür aber gefährlicher. Deniz-Fabian Bindemann , eigentlich ein Stürmer mit Torgarantie, ließ zwei Großchancen aus. Und als auch Ole Overhoff eine gute Möglichkeit verpasste, ahnten die Besucher schon Schlechtes. „Wenn sich das mal nicht rächt“, hieß es zur Pause am (Heiß-)Würstchenstand.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Leverkusen hatte die Ballhoheit. Nationalspieler Emrehan Gedikli, bislang in sieben Spielen zehnmal erfolgreich, bemühte sich verzweifelt darum, seine imposante Serie nicht reißen zu lassen. Aber ob mit Kopf oder Fuß, mit der Hacke oder mit Gewalt, er sollte nicht treffen. Zweimal Latte, das blieb seine Bilanz. Besser machte es da Noah Pesch, der nach 66 Minuten eingewechselt wurde. Er war gerade fünf Zeigerumdrehungen auf dem Platz, da schlug er das erste Mal zu. Und weil ihm das gut gefallen hatte, legte er vier Minuten später den zweiten Treffer nach. Das war’s für die Preußen, die selbst nichts Brauchbares mehr herausspielten. Harink: „Ich muss meiner Truppe dennoch ein Kompliment machen, die Defensive stand großartig. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn uns die Führung gelungen wäre.“ SCP: Götting – Kranz (75. Rudek), Brodner, Wigbels, Hinterding – Kloth, Korte (66. Oelgemöller) – Hake (58. Reckels), Wensing (66. Krechting), Overhoff – Bindemann (75. Eßmann)

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