Fußball: Westfalenliga
Hiltrups spätes Glück beim 1:1 gegen Borussia Emsdetten

Münster -

Der TuS Hiltrup hatte am Sonntag das nötige Quäntchen Glück. Gegen den Tabellenführer aus Emsdetten fiel der Ausgleich in der Nachspielzeit. Nils Johannknecht bewahrte das Team von Trainer Christian Hebbeler vor einer weiteren Niederlage.

Sonntag, 06.10.2019, 19:34 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 17:14 Uhr
Hiltrups Luca de Angelis stört den Emsdettener Torschützen Niklas Melzer im passenden Moment. Im Hintergrund beobachtet Jost Meinigmann die Szene.
Hiltrups Luca de Angelis stört den Emsdettener Torschützen Niklas Melzer im passenden Moment. Im Hintergrund beobachtet Jost Meinigmann die Szene. Foto: Peter Leßmann

Rettung in letzter Sekunde! Nils Johannknecht netzte in der Nachspielzeit (90.+3) zum Ausgleich ein und verschob die Krisensitzung des TuS Hiltrup vorerst. Der Westfalenligist trennte sich vom gestürzten Tabellenführer Borussia Emsdetten mit 1:1 (0:1).

Nach der enttäuschenden Derby-Niederlage in Gievenbeck stand Wiedergutmachung auf der Tagesordnung des TuS. Mit einem Sieg gegen Emsdetten wären vorerst alle Wogen geglättet gewesen, dafür musste aber die spielerische Kreativabteilung wieder zünden. Doch die Fans am Osttor sahen ein enttäuschendes Spiel, das sich durch Mittelfeldgeplänkel und viele Zweikämpfe auszeichnete. Eine subjektive Fan-Einschätzung brachte es auf den Punkt: „Hiltrup ist viel zu harmlos.“

So dauerte es über eine halbe Stunde, bis Luca de Angelis aus sehr spitzem Winkel das Gehäuse ein erstes Mal verfehlte (33.). Daniel Mladenovic probierte es per Freistoß, stellte Gäste-Keeper Nils Wiedenhöft aber vor keine großen Probleme (37.). Letzterer trat unmittelbar danach couragiert auf, als er seinen Teamkameraden Jost Meinigmann mit einem gekonnten Verbandsturban verarztete. Meinigmann war kurz vorher mit einer Platzwunde zu Boden gegangen (42.). Die minutenlange Behandlung fand auf dem Rasen statt, sodass alle Protagonisten auf die anstehende Ecke der Gäste warteten. Ein krummes Ding, das TuS-Torwart Romain Böcker überraschte und vom Lattenkreuz den Weg zu Niklas Melzer fand, der problemlos zur Führung einköpfte (45.). Wieder einmal lagen die Münsteraner, die mit gesenkten Häuptern den Weg in die Kabine suchten, hinten.

Doch der Gastgeber schüttelte sich und kam etwas besser in den zweiten Durchgang. Die Abwehrkette stand jetzt höher, wodurch die Offensiv-Akzente zwingender werden sollten. Für Emsdetten boten sich Kontergelegenheiten an, die jedoch alle im Keim erstickten. Beide Teams kamen jeweils zu Halbchancen: der eingewechselte Steffen Menke für die Hiltruper (61.) und der lädierte Meinigmann für den Gast (76.).

Der TuS versuchte es immer wieder mit langen Bällen auf die letzte Kette, die jedoch wenig mit diesen anzufangen wusste und keinerlei Zug Richtung gegnerisches Gehäuse aufbringen konnte. Der neue Tabellenzweite verteidigte seine Führung und stellte sich tief hinten rein. Die eigentlich spielstarke Truppe aus Hiltrup fand schlichtweg keinen Lösungsansatz, Emsdettens Verteidigung auszuhebeln.

So war der späte Ausgleich auch eher ein Zufallsprodukt: Nach einer weiteren hohen Hereingabe der Hiltruper köpfte die Emsdettener Abwehr Johannknecht mehr oder minder das Spielgerät vor die Füße. Dieser nahm das Geschenk an und versenkte die Kugel sicher. Der Ausgleich war gleichzeitig der Schlusspunkt der Partie. TuS-Coach Christian Hebbeler war wieder einmal bedient: „Das Spiel ist schwierig für mich einzuordnen. Wir investieren zu wenig und müssen dringend Lösungen finden. Daran müssen wir arbeiten. Letztlich war es ein Punkt für die Moral.“

TuS: Böcker – Finkelmann (66. Hammami), Herbermann, Leenemann, Krieger (83. Vercelli) – Massmann (57. Menke), Beyer – Mladenovic, Fromme, Johannknecht – de Angelis (83. Mersmann)

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