Leichtathletik
Landesleistungsstützpunkt in Münster wird neu belebt

Münster -

Nach dem Beitritt des SC Preußen Münster zur LG Brillux geht Münsters Leichtathletik den nächsten Schritt. Zum 1. November wird der Landesleistungsstützpunkt wieder mit Leben gefüllt. Ein neuer Trainer wird noch gesucht.

Montag, 07.10.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 20:36 Uhr
Vorzeigeathlet der LG Brillux und am Landesleistungsstützpunkt: Weitspringer Luka Herden (links). Bei den deutschen U-20-Meisterschaften im Februar freute er sich mit Trainer Lars Goldbeck über die Silbermedaille.
Vorzeigeathlet der LG Brillux und am Landesleistungsstützpunkt: Weitspringer Luka Herden (links). Bei den deutschen U-20-Meisterschaften im Februar freute er sich mit Trainer Lars Goldbeck über die Silbermedaille. Foto: Ralf Görlitz

Der Landes­leistungsstützpunkt (LSP) Leichtathletik in Münster steht vor seiner Wieder­belebung. Mehrere Monate ruhte der Trainingsbetrieb, am 1. November soll er unter der Trägerschaft der LG Brillux wieder aufgenommen werden. „Zurzeit sind wir dabei, die Voraussetzungen zu schaffen und Weichen für die Zukunft zu stellen“, sagte Hubert Funke , Vorsitzender des Ausschusses für Leistungssport im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.

Für den Neustart braucht es neues Fachpersonal. Elke Bartschat, die lange und erfolgreich Leiterin und Trainerin am LSP war, wechselte zum 1. Oktober an den Bundesstützpunkt Dortmund/Wattenscheid. Wer ihr Erbe in Münster antritt, ist noch nicht entschieden. „Die Trainerstelle wird definitiv wieder hauptamtlich besetzt“, erklärte Funke, „bis zum 1. November wird dies nicht zu schaffen sein. Realistisch ist wohl der Jahresbeginn 2020.“ Gleichwohl könne in Münster schon früher mit der Talentsichtung und -förderung begonnen werden. „Wir schauen ja auf das ganze Münsterland und die dort beheimateten Vereine. Da gibt es genügend qualifizierte und etablierte Trainer“, so Funke. Mit der Einstellung des neuen Stützpunkttrainers solle dann auch die Betreuung der Leichtathleten am Pascal-Gymnasium sowie ganz junger Talente in den Altersklassen 12 und 13 forciert werden. „Diese Jahrgänge sind der Unterbau des Stützpunktes. Wir möchten sie behutsam an die nächste Stufe ihrer Entwicklung heranführen“, sagte Funke.

Mit der personellen Zäsur dürften sich die Wogen am Stützpunkt Münsterland wohl endgültig glätten. „Wir brauchen Ruhe und wollen uns wieder mit der Sache beschäftigen. Und das ist die Leichtathletik“, sagt Funke. Eine längere, mitunter heftige Fehde zwischen der LG Brillux und dem SC Preußen Münster hatte zur vorübergehenden Stilllegung des Stützpunktes geführt.

Nun gilt volle Kraft voraus. Athleten aus Landes- und Bundeskadern werden künftig wieder in Gruppen in der Leichtathletikhalle am Horstmarer Landweg trainieren. Ausdrücklich willkommen sind auch Talente ohne Kaderstatus. Funke blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin überzeugt, dass es gelingen kann, alle Kräfte in Münster und der Nachbarschaft zu bündeln und in die gleiche Richtung zu lenken. Das ist das Ziel.“

► Auf der Suche nach einem neuen Stützpunktleiter wurden bereits erste Gespräche geführt. Auch diese Position soll spätestens zur Jahreswende neu besetzt sein. Dies teilten Verband und LG Brillux in einer gemeinsamen Erklärung mit.

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