Fußball: Tribünengespräch
Wackers Frauen tun sich im Kreispokal schwer – Neuzugang bei Preußens Zweiter

Münster -

Sven Rüschenschmidt ist das neue Gesicht bei den Preußen. Der Oberligist hat den Defensivspieler bis 2021 verpflichtet. Am Sonntag gegen Westfalia Rhynern saß er auf der Bank. Wackers Fußballerinnen dagegen taten sich im Kreispokal in Senden schwer.

Montag, 07.10.2019, 18:18 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 20:38 Uhr
Auf der Flucht vor den Sendener Abwehrspielerinnen: Wacker-Spielerin Luisa Faber fand eigentlich immer einen Weg aus der Bedrängnis und erzielte alle drei Treffer für den Westfalenligisten.
Auf der Flucht vor den Sendener Abwehrspielerinnen: Wacker-Spielerin Luisa Faber fand eigentlich immer einen Weg aus der Bedrängnis und erzielte alle drei Treffer für den Westfalenligisten. Foto: flo

Ein neues Gesicht zeigte sich am Sonntag auf der Bank der Preußen-Reserve: Im Dress mit der Nummer 23 auf dem Rücken dürfte der 18 Jahre junge Sven Rüschenschmidt ab sofort in der Oberliga auflaufen. Der 1,85 Meter große Defensivspieler, der als Innen- sowie Außenverteidiger spielen oder vor der Kette eingesetzt werden kann, wurde vom Adlerclub bis 2021 gebunden. „Wir haben mit dieser Verpflichtung eine Gelegenheit nutzen können“, sagte SCP-II-Trainer Sören Weinfurtner, der den Neuen zuvor im Training mitmachen ließ.

Rüschenschmidt war seit dem Sommer vertragslos und pausierte auch verletzungsbedingt. Zuvor spielte der Saerbecker, der in Ibbenbüren im letzten Schuljahr gen Abitur strebt, für den VfL Osnabrück. In der A-Junioren-Bundesliga kam er für die Lila-Weißen in zwei Serien auf 37 Partien. Alleine schon anhand dieser Vita passt er perfekt ins Anforderungsprofil der Preußen-Zweiten, deren Coach gerne und voller Überzeugung jenen eine Chance gibt, die ihre ersten Schritte auf Senioren-Niveau in einem ambitionierten Umfeld machen möchten. Wie gut das gelingen kann, zeigen in der Meisterschaft nicht zuletzt Lukas Frenkert und Nicolai Remberg, die den Sprung aus der U 19 des SC Preußen in die Zweite bestens hinbekommen.

Ein gutes Pferd springt, so spricht der Volksmund, nicht höher, als es muss. Umgekehrt schwingt es sich aber auch in luftige Höhen, wenn sich überdimensionale Hürden vor ihm auftürmen. Ein Beleg aus dem aktuellen Fußballgeschäft gefällig? Bitte schön: Am Tag der deutschen Einheit schickte Trainer Yanek Kuhlmann seine Wacker-Spielerinnen im Verbandspokal gegen Regionalligist SV Herford auf den Rasen – und der Westfalenligist setzte zum ganz großen Satz an: Mit 2:1 wurde der Favorit aus dem Wettbewerb befördert. Wacker feierte einen großen Pokalnachmittag. Drei Tage später waren die gleichen Spielerinnen erneut im Pokal gefordert, diesmal auf Kreisebene und entsprechend auf deutlich niedrigerem Niveau. Und dennoch wackelte die Stange beim vermeintlichen Hüpfer über die Bezirksligaspielerinnen des VfL Senden bedenklich. Zur Pause führte der Außenseiter noch mit 2:1 – und erst in der 80. Spielminute erlöste Luisa Faber mit ihrem dritten Treffer an diesem Nachmittag den Favoriten, der nach dem 3:2-Erfolg in die dritte Runde einziehen konnte. Der Gegner steht noch nicht fest, ist aber eigentlich auch egal, die Wacker-Frauen werden schon die richtige Sprunghöhe finden.

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