Schach: Münsterland Open
Großmeister führt Feld beim Turnier des SK Münster 32 an

Münster -

Wenn die Blätter fallen, kommen König, Dame und Co. in Bewegung. Auch in diesem Jahr treffen sich erfahrene Schach-Größen und große Talente bei den Münsterland Open in der Hiltruper Stadthalle. Am Samstag werden die Bretter frei gegeben.

Mittwoch, 09.10.2019, 16:26 Uhr
Über 80 Bretter baut der SK Münster 32 in der Stadthalle Hiltrup auf. Auch bei der 37. Auflage erfreuen sich die Münsterland Open solider Resonanz.
Über 80 Bretter baut der SK Münster 32 in der Stadthalle Hiltrup auf. Auch bei der 37. Auflage erfreuen sich die Münsterland Open solider Resonanz. Foto: Ulrich Schaper

Herbstzeit ist Schach-Zeit. Zumindest in der hiesigen Region. Bereits zum 37. Mal richtet der SK Münster 32 in der vorletzten Ferien-Periode des Jahres die Münsterland Open aus. Wie im Vorjahr werden Bretter, Figuren und Uhren in der Stadthalle Hiltrup aufgebaut. Die ersten Bauern kommen am Samstag ab 10 Uhr in Bewegung.

Stand Mittwoch hatten 55 Teilnehmer für das Traditionsturnier gemeldet. Angeführt wird das Feld von Boris Chatalbashev. Der Däne mit bulgarischen Wurzeln ist seit 1997 Großmeister und aktuell Nummer 593 der Weltrangliste (nur aktive Spieler). Chatalbashev startet für den SC Remagen. Er ist ein Mann mit Bundesliga-Erfahrung, vermutlich lockt ihn das stattliche Preisgeld nach Münster. Die Konkurrenz ist mit 4100 Euro dotiert, der Sieger erhält 1500 Euro, gewiss ein hübsches Sümmchen. Einige Fide-Meister und IM Dirk Schuh aus Düsseldorf werden versuchen, Chatalbashev in die Bredouille zu bringen. Das Turnier ist auf zehn Runden angesetzt, die Entscheidungen über Sieg und Platzierungen fallen im letzten Durchgang am Samstag in einer Woche. Als einzige Frau wagt sich Anastasia Erofeev aus Bremen in die Männer-Gesellschaft. „Es ist seit jeher schwierig, Frauen zur Teilnahme zu motivieren. Aber wir arbeiten weiter daran“, sagt Thomas Schlagheck , Vorsitzender des SK 32. Und vielleicht bekommt die Konkurrenz doch noch größeren femininen Anteil. Schlagheck: „Es sind auch Nachmeldungen möglich. Bis 30 Minuten vor Spielbeginn ist das kein Problem.“

Parallel zu den Open bietet der SK 32 zum 28. Mal ein Challenger-Turnier und dazu einen Jugend-Wettbewerb (vierte Auflage) an. Die Nachfrage ist mit 48 respektive 57 Teilnehmern ordentlich. „Summa summarum kommen wir damit auf 160 Starter. Damit sind wir auf dem Niveau des Vorjahres. Das ist völlig in Ordnung“, so Schlagheck. Mit voraussichtlich 18 Startern stellt der Ausrichter die stärkste Abordnung. Aktive aus dem Oberliga-Team sitzen allerdings nicht am Brett. „Einige sind in der Organisation eingebunden, andere haben keinen Urlaub oder wollen keinen nehmen“, erklärt Schlagheck.

Der überwiegende Teil der Starter kommt auch in diesem Jahr aus Münster und Umgebung sowie dem Ruhrgebiet. Allerdings hat das Turnier auch einen internationalen Anstrich. Dafür sogen niederländische Teilnehmer und ein Ehepaar aus der Schweiz. „Die Schweizer sind schon lieb gewordene Stammgäste. Sie machen eine Woche Urlaub in Verbindung mit unserem Schachturnier“, so Schlagheck.  

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