Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Thriller zum Cooper-Comeback: Die WWU Baskets ringen Rist Wedel 69:68 nieder

Münster -

Mehr Spannung geht nicht: 3,7 Sekunden vor der Schlusssirene verwandelte Malcolm Delpeche zwei Freiwürfe zum 69:68. Es waren die letzten Punkte der Partie und damit der Sieg der WWU Baskets gegen den SC Rist Wedel. Doch der Matchwinner war ein anderer: Der umjubelte Rückkehrer Jojo Cooper.

Samstag, 12.10.2019, 23:22 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 20:16 Uhr
Helge Baues, hier gegen Wedels Yngve Jentz (r.), steuerte neun Punkte zum dramatischen 69:68-Erfolg der WWU Baskets bei.
Rückkehrer, Topscorer und Matchwinner: Jojo Cooper steuerte beim dramatischen 69:68-Erfolg der WWU Baskets 27 Punkte bei. Foto: fotoideen.com

Dieser Abend am Berg Fidel hatte alles, was ein Hollywood-Blockbuster so braucht. Eine stimmungsvolle Halle mit 2650 Zuschauern, die Auszeichnung von Philipp Kappenstein zum Trainer der Saison 2018/19 in der 2. Bundesliga Pro B sowie Spannung, Dramatik und die umjubelte Rückkehr von Publikumsliebling Jojo Cooper , der bei seinem Comeback die Hauptrolle in dem Thriller mit Happy End einnahm. 27 Punkte machte der erst am vergangenen Montag zu den WWU Baskets Münster zurückgekehrte Aufbauspieler beim 69:68 (36:37) gegen den SC Rist Wedel und avancierte damit bei der einmal mehr erfolgreichen Aufholjagd des Vizemeisters zum Matchwinner. „Das fühlt sich unrealistisch an. Ich bin so glücklich, wieder in Münster zu sein, das war ein Sieg des Teams“, sagte Cooper bescheiden. Eine Rückkehr wie gemalt.

Dabei lief es für die Baskets bis ins Schlussviertel allenfalls mäßig. Eine schlechte Trefferquote (38 Prozent aus dem Feld in Halbzeit eins), eine unglückliche Wurfauswahl und eine Handvoll bitterer Turnover (allein drei Einwürfe fanden nicht den eigenen Mann) machten die Partie zu einer zähen. „Wir haben uns zum Teil haarsträubende Fehler erlaubt und uns ungeschickt angestellt“, sagte Kappenstein, der dazu monierte, dass sich seine Schützlinge nicht an den Matchplan gehalten hatten. „Wir haben uns was ganz anderes vorgestellt, wollten viel mehr den Ball laufen lassen.“ Das aber funktionierte nicht, mit 13 Zählern in Halbzeit eins war Cooper nahezu der Alleinunterhalter. „Das wollten wir gerade vermeiden, wir wollten Jojo nicht zu viel Last aufbürden“, erklärte Kappenstein.

Nur gut, dass auch der Gast aus der Nähe von Hamburg in den ersten beiden Vierteln nicht die beste Quote (41 Prozent) hatte und die Schwächen der Baskets nicht konsequent ausnutzte. Anders verlief der dritte Abschnitt, den Münsters Kapitän Jan König zwar mit einem Dreier zum 39:37 einläutete – dann aber kam vom Gastgeber lange nichts. Gar nichts. Knapp acht Minuten lang glückte den Baskets kein Punkt, währenddessen Wedel um den starken Jalen Ross (21 Punkte) derer 14 machte. Cooper – wer sonst – brachte Münster wieder auf die Ergebnistafel und legte mit einem Drei-Punkt-Spiel nach. Die Baskets wachten nun langsam auf, lautstark unterstützt vom „überragenden Publikum“ (Cooper).

Mit dem 46:54 ging es ins Schlussviertel, das sich erneut als der Abschnitt der Baskets erwies. Sieben schnelle Punkte (je zwei von Cooper und Baues sowie drei von Jan König) – und Münster war wieder mitten in der Partie, die mehr von der Spannung als von ihrer Qualität lebte. Doch der SCR fand die richtigen Antworten auf die Nadelstiche der Baskets, Wedels Alexander Angerer sorgte 54,7 Sekunden vor dem Ende für das 68:65 der Gäste.

Die Entscheidung? Nein, nicht mit den Baskets. Und nicht mit Malcolm Delpeche. Lange agierte der früh foulbelastete Center unglücklich, war dann in der Crunchtime aber da. Einen Cooper-Assist legte er zum 67:68 in den Korb, blockte auf der anderen Seite Angerer und verwandelte 3,7 Sekunden vor Schluss nervenstark zwei Freiwürfe. Und da Wedels Justus Hollatz den letzten Wurf nicht in der Reuse unterbrachte, war das Happy End zum Cooper-Comeback perfekt. „Wir hatten uns in der Halbzeit gesagt, dass wir dann gewinnen, wenn wir Wedel unter 70 halten. Das haben wir geschafft, aber mit dem Spiel bin ich unzufrieden“, sagte Kappenstein. Punkte: Cooper (27), J. König (10), Baues (9), Delpeche (8), del Hoyo (5), Hänig (4), Padberg, Fouhy, Wess (je 2)

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